Einspeisevergütung - bis zu vier Cent pro Kilowattstunde gibt es weniger ab Oktober 2010
Wer eine Solarstrom-Anlage kaufen, auf seinem Gebäude-Dach installieren und betreiben will, muss bald schärfer kalkulieren. Denn ab 1. Oktober bekommt der Solarstromnutzer weniger „Einspeisevergütung“ als bisher für den Strom, den er ins öffentliche Netz einspeist. Wer ab Oktober eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb nimmt, erhält je nach Leistung der Anlage rund vier Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) weniger als noch 2009.
„Auch nach der Absenkung der Einspeisevergütung werden sich Photovotaik-Anlagen lohnen“, meint Bernd Schüssler, Solarstromexperte bei Photon Europe. Denn die Anschaffungspreise der Anlagen werden immer günstiger. Kostete eine Anlage 1998 noch etwa 14.000 Euro pro Kilowatt Peak (kWp) so liegen die Kosten heute zwischen 2.500 bis maximal 4.000 Euro pro kWp. Kilowatt Peak steht für Spitzenleistung, abgeleitet vom englischen Peak, also spitze. Dieser Wert gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonnenbestrahlung erreicht. „Wer eine Anlage bis 30 kWp installiert, sollte nicht mehr als 2.750 Euro pro kW dafür bezahlen - und zwar schlüsselfertig. Hinzu kommt nur noch die Umsatzsteuer“, so Schüssler.
Zum Vergleich: Der Haushaltsverbrauch einer vierköpfigen Familie entspricht im Schnitt 4.000 kWh pro Jahr. Die Einfamilienhaus-Dachanlage wird sich demnach auf vier bis fünf kWp beschränken. Diese erzeugt also 4.000 bis 5.000 KWh pro Jahr. Eine größere Anlage geht über den Eigenbedarf der Familie hinaus. In diesem Fall speist die Familie Strom ins Netz ein und erhält dafür ab Oktober bis einschließlich 30 kWp 32,88 Cent/kWh.