Produktcheck Euroland Equity Growth Allianz

Max Geißler
von Max Geißler
17.07.2014
Auf einen Blick

Viele Länder der Eurozone kämpfen mit Wirtschaftsproblemen. Dem Aktienfonds Allianz Euroland Equity Growth A merkt man das nicht an. Er läuft seit Jahren hervorragend.

Artikelbewertung
Schrift

Merkmale: Die Eurozone ist eine Baustelle. Viele Länder suchen nach dem richtigen Schlüssel gegen Überschuldung und Konjunkturflaute. Einige Problemkinder, etwa Irland und Großbritannien, melden erste Erfolge, andere wie Frankreich oder Griechenland, müssen ihre Bemühungen vertärken. Der Aktienfonds Allianz Euroland Equity Growth (ISIN: LU0256839944) fahndet nach aussichtsreichen Unternehmen, die der Krise erfolgreich trotzen. Schlüssel zum Erfolg ist der Investmentansatz. Die Fondsmanager Matthias Born und Thorsten Winkelmann suchen nach wachstumsstarken Standardwerten mit hoher Qualität und strukturellem Wachstum. Bei der Auswahl der Unternehmen bestehen große Freiheiten, die Manager fühlen sich nicht an eine bestimmte Sektor- oder Länderebene gebunden. Anlageschwerpunkte bilden aktuell die Sektoren Konsum, Industrie und Technologie. Weil das Fondskonzept langfristig ausgerichtet ist, sind kurzfristige Kursschwächen nicht auszuschließen. Auf längere Sicht gleicht die ruhige Managerhand zwischenzeitliche Atempausen aber mehr als aus.

Stärken: Mitten in der Euro-Krise 2009 neu ausgerichtet, läuft der Fonds seither stramm bergauf. Der Wertzuwachs in den letzten fünf Jahren beträgt 18,4 Prozent pro Jahr – damit belegt der Fonds im gleichen Zeitraum Platz zwei der Biallo-Fondstabelle "Aktien Euroland". Auf Jahressicht liegt der Kursgewinn bei gut 15 Prozent. Der Allianz Euroland Equity Growth performt seit Jahren besser als der Vergleichsindex FIAP Aktien Euroland. Gute Noten verdient sich der Fonds auch unter Risikoaspekten. Für die Fondsexperten der Ratingagentur Morningstar liegt das Anlagerisiko „unter dem Durchschnitt der Fondskategorie“. Das positive Urteil der Ratingagentur: „Bisher lieferte der Ansatz überzeugende Ergebnisse bei durchschnittlichem Risiko.“ Die Analysten vergeben daher fünf Sterne und das Qualitätssiegel "Silber".

Schwächen: Das Fondsportfolio orientiert sich nicht an Anlagetrends – wodurch kurzfristig mögliche Outperformancechancen verloren gehen können. Langfristergebnisse sind noch nicht vergleichbar, da der Fonds erst seit sieben Jahren am Markt ist. Aufgrund des schlechten Abschneidens vor 2009 liegt die Gesamtperformance bei überschaubaren sechs Prozent.

Wettbewerber: Große Unterschiede zu aktiv verwalteten Wettbewerbsfonds sind nicht zu erkennen. Ähnlich ausgerichtete Topfonds von Deutscher Bank oder Templeton laufen geringfügig besser, Euro-Aktienfonds von Pioneer oder Morgan Stanley performen hingegen phasenweise schlechter. Auch bei den Kosten bewegt sich der Fonds im Mittelfeld.

Fazit: Standardwerte aus der Eurozone gehören zum Kerninvestment in einem gut diversifiziertem Fondsdepot. Der Allianz Euroland Equity Growth bringt mit seiner Fokussierung auf Wachstumstitel zusätzliche Renditechancen. Tipp: Der Fonds ist auch als Sparplan zum schrittweisen Kapitalaufbau zu haben. Die Targobank bietet 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Bewertung
Allianz Euroland Equity Growth
Performance (70 Prozent) Performance (100%) 5 5.0
Kosten (15 Prozent) Gesamtkostenquote (60%) 2 Ausgabeaufschlag (20%) 1 Sparplanfähigkeit (20%) 5 2.4
Risiko (15 Prozent) Risiko (100%) 2 2.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.2
Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: