Aktien Das Depot wechseln und Prämie kassieren

Aktien Das Depot wechseln und Prämie kassieren

Max Geißler
von Max Geißler
23.08.2016
Auf einen Blick

Für neue Wertpapier-Kunden zeigen sich Banken spendabel. Die Prämien für einen Depotwechsel gehen in den vierstelligen Bereich. Lohnt sich das?

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Maxblue, der Onlinebroker der Deutschen Bank, spendiert für den Übertrag von Wertpapieren von einer Fremdbank eine Geldprämie von 0,5 Prozent des übertragenen Volumens. Der Höchstbetrag ist auf 2.500 Euro je Kunde begrenzt. Nachteil: Die Maximalprämie erreichen Sie aber erst, wenn Sie Aktien und Fondsanteile im Wert von 500.000 Euro zu Maxblue übertragen.

Zudem bestehen relativ lange Haltefristen. Die übertragenen Papiere müssen mindestens ein Jahr im Depot des Anlegers bleiben. Zudem sind Wertpapierzugänge aus Depots von Konzerntöchtern der Deutschen Bank, etwa Postbank, Saal Oppenheim, Berliner Bank, nicht prämienbegünstigt.


Fazit: Das kostenlose Wertpapierdepot von Maxblue besticht durch geringe Ordergebühren und einer großen Zahl rabattierter Fonds. Vieltrader erhalten Zusatzrabatte auf die Ordergebühren. Die Prämie für den Übertrag von Wertpapieren lohnt sich erst bei hohen Depotwerten.

Depotwechsel zu Consorsbank: 2,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld

Übertragen Sie Wertpapiere von Mindestens 6.000 Euro zur Consorsbank, dann winkt zwar keine Prämie, dafür aber üppige 2,50 Prozent Zinsen für angelegtes Tagegeld. Der Topzins gilt für Tagesgeldsummen bis 20.000 Euro und ist für zwölf Monate nach der Kontoeröffnung garantiert. Voraussetzung ist, dass die übertragenen Wertpapiere ein Jahr lang im Depot des Sparers verweilen und dass das bisherige Depot bei der anderen Bank geschlossen wird. Bleibt das Depot bei der Fremdbank erhalten, beträgt die Verzinsung des Tagesgelds nur 1,5 Prozent. Die Depotschließung müssen Sie der Consorsbank schriftlich belegen.


Fazit: Ein schnörkelloses Depot mit attraktiven Ordergebühren für jeden Trader. Viele Indexfonds zum Nulltarif.

Aktien einfach erklärt

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Quelle: Explainity

Depotwechsel zur 1822 direkt: 100 Euro Prämie und 50 Prozent Oderrabatt

Eine Prämie von 100 Euro für den Depotwechsel bietet 1822 direkt, wenn Neukunden in den ersten drei Monaten nach Depoteröffnung wenigstens zwei Börsenorders im Volumen von 500 Euro durchführen – ein Übertrag von Wertpapieren ist nicht erforderlich. Fondssparpläne sind von der Prämie ausgenommen. Zudem gibt 1822 direkt innerhalb der ersten sechs Monate ab Depoteröffnung 50 Prozent Rabatt auf die reguläre Ordergebühr.

Das lohnt vor allem bei großen Transaktionen. So verbilligt sich zum Beispiel eine Order über 10.000 Euro von 29,90 auf 14,95 Euro. Die Depotgebühr von 30 Euro pro Jahr ist im Vergleich mit anderen Direktbanken nicht unbedingt günstig. Allerdings entfällt die Gebühr, wenn man nur ein Wertpapier im Depot hat. Positiv: 1822 direkt verzichtet auf Limitgebühren, dadurch schmälern sich ungeliebte Transaktionsnebenkosten.


Fazit: Breites Wertpapierangebot und günstige Orderkosten sprechen für einen Depotwechsel zur 1822. Entfällt die Depotgebühr, ist das Depot uneingeschränkt empfehlenswert.

Comdirect: 50 Euro Prämie für neue Fondsanteile

Die Quickborner Direktbank Comdirect spendiert 50 Euro Prämie, wenn Sie bis spätestens drei Monate nach Depoteröffnung Fondsanteile im Wert von mindestens 5.000 Euro kaufen oder durch einen Depotwechsel übertragen. Aktien, Zertifikate oder Anleihen bleiben unberücksichtigt. Im Gebührenvergleich bewegt sich Comdirect im Mittelfeld vergleichbarer Direktbanken.

Eine 3.000-Euro-Order kostet zum Beispiel 13,90 Euro – bei Consorsbank und S-Broker ist sie für 13,40 Euro zu haben, bei der DAB Bank und Postbank für 13,95 Euro bzw. 14,95 Euro. Positiv: Die Depotgebühr von 23,40 Euro pro Jahr fällt in den ersten drei Jahren überhaupt nicht an und entfällt auch danach, wenn man das Girokonto nutzt, einen Fondssparplan betreibt oder zwei Trades im Quartal ausführt.


Fazit: Als Pionier im Online-Wertpapierhandel bietet Comdirect ein sehr umfangreiches Wertpapier- und Informationsangebot sowie viele Rabattaktionen – ein Vorteil für Anleger, die gern und häufig mit Aktien oder Fonds handeln. Entfällt die Depotgebühr, ist der Depotwechsel uneingeschränkt empfehlenswert.

Fallstricke beim Depotwechsel

Sie wollen wechseln? Dann Augen auf. Denn der Wertpapierübertrag kann bis zu vier Wochen dauern. Anleger sollten bedenken, dass während dieser Zeit kein Aktien- oder Fondshandel möglich ist. Bei Buchung ins neue Depot sollte man die Stückzahl, den Anschaffungspreis und das Kaufdatum prüfen, damit ältere Papiere ihre Abgeltungssteuerfreiheit nicht verlieren und künftige Gewinne und Verluste korrekt ermittelt werden können.

Wichtig: Hatte man im bisherigen Bankdepot Limits und Stopps gesetzt, so sind diese nach dem Depotwechsel wieder einzurichten. Außerdem sind die Freistellungsaufträge zu prüfen und bei Bedarf zu ändern.

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Max Geißler
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Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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