Produktcheck Ökovision Classic Ökoworld

Max Geißler
von Max Geißler
17.08.2016
Auf einen Blick

Ob Energiewende oder E-Mobilität: Nachhaltiges Wirtschaften bestimmt mehr und mehr unseren Alltag. Der Umweltfonds Ökoworld Ökovision Classic profitiert von diesen Veränderungen.

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Merkmale: Der Ökoworld Ökovision Classic (ISIN: LU0061928585) verfolgt ein streng ökologisches Anlagekonzept: Investiert wird global in ausgewählte Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Branche und Region unter ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten führend sind. Ausgeschlossen sind Investments in Aktiengesellschaften, die Menschen auf Grund von Geschlecht, ethischer Herkunft, Behinderung, politischer Meinung, Religion oder sexueller Orientierung benachteiligen. Zudem schließt das Management um Fondschef Alexander Mozer Branchen wie Rüstung, Atomenergie und Tabakindustrie aus. Das Ökoworld-Prinzip verfolgt eine strikte Trennung von Portfoliomanagement und Fundametalanalyse einerseits und Nachhaltigkeits-Research andererseits. Die Portfoliomanager investieren ausschließlich in Titel, die die strengen ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien erfüllen; das Nachhaltigkeits-Research analysiert im Vorfeld die in Frage kommenden Unternehmen. Die Einhaltung der öko-sozialen Kriterien überwacht ein unabhängiger Ausschuss.

Stärken: Die Muttergesellschaft des Fonds, die Ökoworld AG, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung und Auflage ethisch/ökologischer Kapitalprodukte. Die Fondsmanager suchen sowohl nach unterbewerteten Marktführern wie auch nach chancenreichen Nebenwerten. Das Portfolio ist breit über den gesamten Globus und eine Vielzahl von Branchen gestreut – das senkt das Anlagerisiko. Die Wertentwicklung überzeugt: Auf Dreijahressicht und Fünfjahressicht rentiert der Fonds mit jeweils knapp zwölf Prozent p.a., binnen Jahresfrist steht ein Gewinn von mehr als 15 Prozent zu Buche. Die Zeitschrift Öko-Test vergibt die Bestnote "Fünf Sterne", die rennomierte Ratingagentur Morningstar zeichnet den Fonds mit vier von fünf möglichen Sternen aus.

Schwächen:
Der Fonds ist zwar ein solider Dauerläufer, schwankt aber stark mit dem Markt. In der Biallo-Topfondsliste „Aktien Umwelt/Nachhaltigkeit“ ist er deshalb zur Zeit aus der Top-20-Platzierung gerutscht, bei Eingabe der ISIN oder des Fondsnamens in der Suche zeigt das Portal aber alle Fondsdaten komplett an. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 2,48 ist der Ökovision Classic vergleichsweise teuer.

Wettbewerber: Nur wenige Konkurrenzfonds besitzen  eine derart lange und erfolgreiche Historie wie der Ökoworld Ökovision Classic. Und kaum ein Umweltfonds erreicht ein beruhigendes Fondsvolumen von rund 400 Millionen Euro. Vergleichbar in der Fondshistorie ist der Öko-Aktienfonds von IP-Concept, der noch fünf Jahre älter ist. Obwohl dieser eine geringere Kostenquote aufweist, erreicht er allerdings aufgrund höherer Volatilität nicht die Langfristrendite des Ökoworld Ökovision Classic.

Fazit: Trotz des relativ schlechten Abschneidens in unserem Produktcheck kann der Fonds als Langfristinvestment und Depotbeimischung für ökologisch orientierte Anleger eine Überlegung wert sein. Zwar darf man keine Spitzenrenditen erwarten, dafür erhält man aber ein stabil laufendes Investment, das sich nicht kurzfristigen Modetrends unterwirft. Bei Anlage eines Einmalbetrags sollte ein günstiger Einstiegszeitpunkt genutzt werden, bei Sparplankauf spielt das Timing keine Rolle. 

Bewertung
Ökoworld Ökovision Classic C
Performance (70 Prozent) Performance (100%) 1 1.0
Kosten (15 Prozent) Gesamtkostenquote (60%) 1 Ausgabeaufschlag (20%) 1 Sparplanfähigkeit (20%) 5 1.8
Risiko (15 Prozent) Risiko (100%) 2 2.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 1.3
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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