Geldanlegen in Fonds und ETFs Goldene Regeln für Börsen-Einsteiger

Geldanlegen in Fonds und ETFs Goldene Regeln für Börsen-Einsteiger

von Peter Weißenberg
13.05.2015
Auf einen Blick

Mit Tagesgeld und Festgeld können Anleger nach Steuern und Inflation real gerade ihr Kapital erhalten – und auch das nur bei guten Banken.

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Wer sein Kapital über die Jahre vermehren will, muss deshalb zumindest einen Teil seines Geldes über die Börse anlegen. Halten Sie sich an zehn Regeln, um mit möglichst wenig Risiko, möglichst viel Gewinn zu erzielen:

1. Die Mischung macht‘s

Ein Teil des Vermögens geht in festverzinsliche Papiere, einer in Kapital-Lebensversicherungen, die Rentenkasse, das selbstgenutzte Heim, und dazu renditestarke Börsenpapiere – der Mix ergibt langfristig gute Renditen mit überschaubarem Risiko.

2. Flüssig bleiben – und solide

Manchmal gehen Kurse von Aktien oder Fonds innerhalb kurzer Zeit recht kräftig in die Knie. Dann sollten Sie nicht darauf angewiesen sein, Geld zu entnehmen. Darum: Niemals mit geliehenem Geld spekulieren. Niemals mit Geld spekulieren, das zu einem festen Termin für etwas anderes verplant ist. Immer durch schnell verfügbare Reserven so flüssig bleiben, dass Sie nicht zu schlechten Kursen verkaufen müssen.

3. Verstehe, was Du kaufst

Ein Verkaufsoptionsschein auf das Papier eines Goldminenbetreibers ist kein „todsicherer Tipp“ – auch, wenn Ihr Nachbar das beschwört. Wenn Sie nicht verstehen, in was Sie eigentlich investieren – und wie das Wertpapier funktioniert –, dann können Sie auch das Risiko nicht einschätzen. Finger weg!

4. Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen

Anleger können sich mit einer Faustregel dagegen wappnen, große Verluste mit Aktien, Fonds oder ETFs zu erleiden: Wenn Sie etwas Börsennotiertes erwerben, ziehen Sie gedanklich vom Kaufkurs zehn Prozent ab – und notieren diesen Wert. Erreicht der Kurs die Zehn-Prozent-Verlust-Marke, wird das Papier ohne Wenn und Aber verkauft. So erleiden Sie niemals mehr als eben jene zehn Prozent Minus. Erzielt das Papier dagegen zehn Prozent Kursgewinn, geht das Rechnen und Notieren von vorne los - ausgehend von dieser neuen Marke: Nun ist der Verkaufskurs wieder zehn Prozent darunter. Zehn Prozent Plus ist der Kurs, an dem wieder neu gerechnet wird. So laufen die Gewinne. Gute Banken bieten solche Strategien als Trailing-Stop-Loss auch automatisch.

5. Breit streuen

Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Für Normalanleger sind Fonds oder ETFs sinnvoll, die in viele Branchen, Weltregionen und langfristig starke Papiere investieren. Ein Indexfonds auf den Dax oder MSCI-Weltindex kann so etwas sein. Über Jahrzehnte sind etwa beim Dax jährliche Renditen von mehr als sechs Prozent angefallen.

6. Weitblick zurück

Der Blick auf die Langfristentwicklung Ihres Fonds oder Ihrer Aktie (zum Beispiel die Rendite pro Jahr in der Zehnjahresbetrachtung) gibt ein gutes Gefühl für die Solidität – und verhindert Käufe oder Verkäufe wegen einer kurzfristigen Kursbewegung.

7. Regelmäßig reich werden

Wenn Sie etwa einen Fonds Ihres Vertrauens gefunden haben, dann kaufen Sie in regelmäßigen Abständen dessen Anteile – immer für die gleiche Summe. So gleichen Sie Schwankungen im Kurs über die Jahre aus. Ist der Kurs niedrig, so kaufen Sie automatisch mehr Anteile. Das geht ganz leicht über Sparpläne.

8. Clever kaufen

Der Einstieg in Börsengeschäfte muss nicht teuer sein. Bei der ING-Diba etwa sind mehr als 5.000 Fonds und ETFs bei Einmalerwerb ohne Ausgabeaufschlag zu haben, auch die Depotführung ist gratis. Anbieter wie Consorsbank, Comdirect, DAB oder DKB bieten auch viele Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

9. Keine Schwankung? Keine Börse

Wer schwankende Werte seiner Geldanlage absolut nicht ertragen kann, für den heißt es: Finger weg von Fonds, Aktien oder Optionsscheinen.

10. Lesen bildet

Das sechsseitige Dossier zu diesem Beitrag enthält viele Erläuterungen, Beispiele, Adressen und Tipps für mehr Gewinn bei wenig Risiko.

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Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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