Fondssparplan Der optimale Anlagezeitpunkt

Fondssparplan Der optimale Anlagezeitpunkt

Max Geißler
von Max Geißler
18.06.2016
Auf einen Blick

Aktien und Fonds bringen den Vermögensaufbau in Schwung. Aber wann ist der richtige Einstiegszeitpunkt? Immer, sobald man einen Fondssparplan betreibt.

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Wer langfristig mit Aktien spart, der erzielt höchste Gewinne. Wie eine Untersuchung des unabhängigen Deutschen Aktieninstituts (DAI) zeigt, ist das Verlustrisiko bei langem Anlagehorizont gleich null. Ab einer Laufzeit von zehn Jahren werfen Geldanlagen mit Aktien und Aktienfonds ziemlich sicher Gewinn ab, so die Studie. Statistiken des Fondsverbandes BVI bestätigen die Aussage. Keine der ausgewerteten Fondskategorien liegt auf Zehnjahressicht im Minus. Im Gegenteil: Deutsche Fondssparpläne weisen für die vergangene Dekade eine Durchschnittsrendite von 5,8 Prozent auf, bei zwanzigjähriger Geldanlage sind es 5,3 Prozent. Ähnlich positive Renditen finden sich bei global ausgerichteten Fondssparplänen oder bei Sparplänen mit europäischen Fonds.

Aktien und Aktienfonds sind angesichts niedriger Sparzinsen für den Vermögensaufbau erste Wahl. Bei der Einmalanlage stellt sich allerdings die Frage, ob jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt ist. Ist die zum Beispiel VW-Aktie noch günstig bewertet oder schon wieder teuer? Wie steht es mit dem deutschen Aktienmarkt? Ist ein Dax-Stand von rund 10.000 Punkten preiswert sodass sich ein Einstieg in einen Dax-ETF lohnt?

  • Beispiel: Sie kaufen jeden Monat für 100 Euro Fondsanteile. Die Anteilspreise schwanken monatlich zwischen zehn und 20 Euro. Im ersten Monat erwerben Sie zehn Anteile zu je zehn Euro, im zweiten Monat fünf Anteile zu je 20 Euro. Das Wechselspiel läuft ein Jahr lang hin und her. Nach zwölf Monaten haben Sie je sechs Mal teuer und je sechs Mal billig Fondsanteile gekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis eines Anteils beträgt exakt 15 Euro; insgesamt wurden 90 Anteile erworben. Ergebnis: Trotz ausgebliebener Wertsteigerung wuchs die Investitionssumme von 1.200 Euro zu einem Kapitalbetrag von 1.350 Euro an. Das bedeutet: Allein der Cost-Average-Effekt hat Ihnen eine Rendite von 12,5 Prozent beschert.

Fondssparplan: Geldanlage mit vielen Vorteilen

Wie Sie sehen: Mit einem Fondssparplan wird das Timing zur Nebensache. Fonds bieten aber noch mehr.

  • Niedrige Sparrate: Berufseinsteiger mit geringem Budget können bereits mit monatlich 50 Euro ihren Vermögensaufbau starten. Manche Bank erlaubt sogar Sparraten ab 25 Euro, zum Beispiel die Augsburger Aktienbank, Consorsbank und Targobank. Tipp: Betreiben Sie einen Sparplan mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, das senkt die Kosten und verbessert die Renditechance.
  • Breite Risikostreuung: Fonds investieren meist in eine Vielzahl von Aktien und anderen Wertpapieren. Das mindert die Verlustgefahr von Einzelwerten und sorgt für breite Risikostreuung. Wenn Sie für alle Marktgegebenheiten gewappnet sein wollen, dann lohnt ein Investment in einen ausgewogenen Mischfonds.
  • Staatliche Zulagen: Mit einem Riester-Fondssparplan können Sie den Staat an Ihrer Geldanlage beteiligen. Grund- und Kinderzulagen summieren sich im Lauf der Jahre auf viele Tausend Euro. Tipp: Riester-Fondssparpläne schließen Kapitalverluste trotz möglicher Börsencrashs aus, denn sie garantieren alle Einzahlungen plus Zinsen zu Rentenbeginn.
  • Zinseszinseffekt: Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Vermögensaufbau, erzielen bereits kleine Summen ansehnliche Renditen. Dafür sorgt der Zinseszinseffekt: Die Erträge werden wieder angelegt und genau wie das ursprünglich eingesetzte Kapital verzinst. Das puscht über lange Laufzeit den Gewinn. Wie der Zinseszinseffekt den Vermögensaufbau beeinflusst, zeigt die Infografik oben. Individuelle Berechnungsmöglichkeit bietet unser Fondsrendite Rechner.
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Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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