ING-Diba setzt neuen Meilenstein Eine Million Kundendepots

Max Geißler
von Max Geißler
13.10.2015
Auf einen Blick

Die preisbewusste Produktpolitik von Deutschlands größter Direktbank zahlt sich aus. Die Konkurrenz schläft aber nicht, eine Bank wagt sogar ein Überholmanöver.

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ING-Diba: Eine Million Depots

Die ING-Diba verzeichnete vor wenigen Tagen die Eröffnung des einmillionsten Wertpapierdepots. Damit ist die Bank der erste Onlinebroker in Deutschland, der diesen Wert erreicht. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat das Institut damit die Anzahl seiner Depots mehr als verdoppelt. Ende 2005 zählte die Bank noch knapp 485.000 Depots. Allein im Jahr 2015 kamen bisher fast 40.000 Wertpapierdepots netto hinzu. Im Zuge dessen stieg das verwaltete Depotvolumen auf mehr als 25 Milliarden Euro. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem 1 Millionsten Depot der Erfolgsgeschichte der ING-Diba einen weiteren Meilenstein hinzufügen konnten“, sagt Vorstandmitglied Martin Krebs.

Ihre Vorteile: Entscheiden Sie sich für ein Depot bei der ING-Diba, dann profitieren Sie von kostenloser Depotführung, von über 5.000 Fonds und ETFs zum Nulltarif, Zugleich verzinst die ING-Diba als eine der wenigen Banken das Verrechnungskonto aktuell mit 0,6 Prozent. Neue Depotkunden erhalten außerdem 20 Euro Startprämie, wenn sie das Depot bis 30.11.2015 eröffnen. Das ist aber nicht alles: Das kostenlose Girokonto der ING-Diba bietet eine gebührenfreie Kreditkarte, mit der Sie überall in der Eurozone gratis Bargeld abheben können.

Sicherheitsversprechen: Angst vor Verlusten durch Onlinebanking brauchen Sie bei der ING-Diba nicht zu haben: Die Bank verspricht, falls Dritte die Zugangsdaten zum Internetbanking und zum Brokerage missbrauchen, den finanziellen Schaden komplett zu ersetzen. Außerdem lassen sich alle Produkte auch per Telefonbanking managen.

Comdirect: Der ING-Diba dicht auf den Fersen

Die bei Hamburg ansässige Comdirect Bank hat mit gut 926.000 Depots nur einen geringen Rückstand zur ING-Diba. Erfolgt im kommenden Jahr ein ähnlich hoher Depotzuwachs wie in den vergangenen zwölf Monaten, als gut 64.000 Stück hinzukamen, dürfte die Millionengrenze bald geknackt werden. Erstaunlich: Mit nur knapp zwei Millionen Kunden erzielte Comdirect im letzten Jahr einen um rund ein Drittel höheren Depotzuwachs als die ING-Diba mit acht Millionen Kunden. Auf Zehnjahressicht hat sich die Zahl der Depots fast verdoppelt. Das betreute Depotvermögen kletterte auf gut 21 Milliarden Euro. Ursache für den hohen Depotbestand dürfte die von Anfang an bestehende, stärkere Ausrichtung von Comdirect auf das Brokerage-Geschäft sein. Gestartet als Onlinebroker, kam die Ausrichtung zur Vollbank und damit Produkte wie Girokonto, Ratenkredit oder Baufinanzierung erst nach und nach hinzu.

Ihre Vorteile: Entscheiden Sie sich für ein Wertpapierdepot bei Comdirect, profitieren Sie von einer riesigen Auswahl an Aktien, Fonds und Zertifikaten. Neben mehr als 10.000 Fonds mit mindestens 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag stehen gut 9.000 Zertifikate bereit. Nutzen Sie das kostenlose Girokonto oder betreiben einen Fondssparplan bzw. tätigen zwei Trades im Quartal, bleibt das Depot gebührenfrei, andernfalls fallen monatlich 1,95 Euro an.

DAB Bank: Weniger Depots, aber viel Vermögen

Ähnlich wie Comdirect lag der Focus der DAB Bank bei Gründung im Jahr 1994 auf dem Wertpapiergeschäft. Typische Bankprodukte wie das kostenlose Girokonto oder Ratenkredite kamen erst viel später hinzu. Bis heute ist die DAB Bank auf das Online-Brokerage fokussiert. Neben Privatkunden lagern vor allem Vermögensverwalter, Fondsvermittler und Anlageberater ihre Wertpapiere bei der DAB Bank. Aktuell betreut das Geldhaus knapp 567.000 Kundendepots. Große Zuwächse wie die vorgenannte Konkurrenz kann die DAB Bank allerdings nicht aufweisen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Depots lediglich um gut 14.000, binnen zehn Jahren kamen etwa 120.000 Depots hinzu.

Überdurchschnittlich hoch ist hingegen das betreute Depotvermögen. Obwohl nur etwa halb so viele Depots wie ING-Diba und Comdirect, liegt das Depotvermögen der DAB mit 30,5 Milliarden Euro deutlich über der Konkurrenz. Ursache hierfür dürfte die Vielzahl professioneller Kunden wie der Vermögensverwalter sein, die hohe Depotwerte einbringen. Binnen zehn Jahren konnten die Vermögenswerte um fast das Dreifache gesteigert werden.

Ihre Vorteile: Als Anleger profitieren Sie von einer der bedeutendsten Fonds-Plattformen Deutschlands mit über 9.000 Fonds. Sie genießen gebührenfreie Depotverwaltung, Minimum 50 Prozent Rabatt beim Fondskauf sowie preiswerte Börsenorders bereits ab 4,95 Euro. Das kostenlose Girokonto ermöglicht weltweit gebührenfreies Bargeldabheben mit Kreditkarte und Ratenkredite ab 3,50 Prozent Effektivzins.

S-Broker: Der schlafende Riese

Liegt es am späten Markteintritt im Jahr 2001 oder am risikoscheuen Otto-Normalsparer der Sparkassen? S-Broker verzeichnet aktuell lediglich 130.000 Kundendepots – eine im Vergleich zum Kundenpotential der Sparkassen verschwindend geringe Zahl. Im Jahresvergleich ist der Bestand sogar rückläufig. Vor einem Jahr gab es laut Pressestelle von S-Broker noch 137.000 Kundendepots. Der jüngste Börsencrash dürfte vielen Anlegern auf den Magen geschlagen sein. Auch beim verwalteten Depotvermögen hinkt der Onlinebroker der Sparkassen der Konkurrenz hinterher. Aktuell betreut S-Broker Vermögenswerte von gut 5,5 Milliarden Euro, vor zehn Jahren waren es 1,35 Milliarden.

Vor- und Nachteile: Ein Depot bei S-Broker lohnt sich, wenn Sie aktiv sparen. Das Depotführungsentgelt entfällt nämlich nur dann, wenn Sie mindestens eine Wertpapiertransaktion mit einem Volumen von 50 Euro im Quartal tätigen oder einen Vermögensbestand (Depot plus Konten) von mindestens 10.000 Euro am Quartalsende haben. Trifft keines der beiden Kriterien zu, sind monatlich 2,95 Euro fällig. Ein Girokonto bietet S-Broker nicht, dafür können Sie Ihr Anlagekapital auf dem Tagesgeldkonto Plus lagern, das 0,2 Prozent Zinsen zahlt.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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