Geldanlage Die besten Tipps für Aktien, Fonds und ETF

Geldanlage Die besten Tipps für Aktien, Fonds und ETF

von Peter Weißenberg
15.08.2016
Auf einen Blick

Wer in ETF, Fonds oder Aktien investiert, sollte goldene Regeln beachten. Mit diesen neun Regeln winkt die optimale Rendite bei geringstmöglichem Risiko:

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Die Börsen boomen, die Zinsen dümpeln vor sich hin. Die Deutschen hassen dennoch mehrheitlich das Risiko bei der Geldanlage. Nur ganz wenige Bundesbürger etwa besitzen börsennotierte Papiere wie Aktien, Fonds, Anleihen oder Zertifikate. Und damit gehen sie in diesen Niedrigzinszeiten zumindest schon einmal das Risiko ein, aus ihrem Ersparten viel zu wenig Rendite zu holen. Denn die gibt es seit Monaten - vor allem an den Kapitalmärkten.

Das zweite Risiko ist aber noch viel fataler: Wenn die Deutschen einmal ein Investment an den Märkten - etwa in Fonds oder Aktien - wagen, dann meistens

  • schlecht beraten,
  • noch schlechter informiert und
  • ohne klare Strategie.

Die Folge: Viele Anleger sitzen seit Jahren auf miserablen Aktien oder schlechten Fonds, die ihnen irgendwann mal ein Bankberater, Nachbar oder irgendwer sonst aufgeschwatzt hat - und wissen nicht, was tun.

Hier erklären wir Ihnen, wie Sie mit neun ganz einfach nachzuvollziehenden Regeln Jahr für Jahr gute Renditen aus Ihren Fonds, Anleihen, Zertifikaten oder Aktien holen können - und die größten Risiken bei der Anlage in börsennotierte Wertpapiere minimieren:


Regel eins: Flüssig bleiben, solide bleiben!

Manchmal gehen Kurse von Aktien oder Fonds innerhalb kurzer Zeit recht kräftig in die Knie. Dann sollten Sie nicht darauf angewiesen sein, das Geld zu entnehmen. Darum:

  • Niemals mit geliehenem Geld spekulieren.
     
  • Niemals mit Geld spekulieren, das eigentlich zu einem festen Termin für etwas anderes verplant ist.
     
  • Immer durch schnell verfügbare Reserven so flüssig bleiben, dass Sie nicht in schlechten Zeiten Aktien oder Fonds verkaufen müssen.

Regel zwei: Versteh', was Du kaufst!

Der Put, also der Verkaufsoptionsschein auf das Papier eines chinesischen Social-Media-Portalbetreibers, ist kein „todsicherer Tipp“ – auch, wenn ihr Nachbar das flüstert. Wenn Sie nicht verstehen, in was Sie eigentlich investieren – und wie das Wertpapier funktioniert –, dann können Sie auch das Risiko nicht einschätzen. Dann gibt's nur eins: Finger weg!

Regel drei: ETF, Fonds, Aktien - und mehr!

Ein Teil des Vermögens geht in festverzinsliche Papiere, einer in Kapital-Lebensversicherungen, die Rentenkasse, das selbstgenutzte Heim, und dazu renditestärkere Börsenpapiere – das ist eine guter Basismix für langfristig gute Renditen mit überschaubarem Risiko.

Regel vier: Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen!

Anleger können sich mit einer Methode dagegen wappnen, große Verluste zu erleiden – meine Zehn-Prozent-Regel funktioniert so:

  • Wenn Sie etwas Börsennotiertes wie einen Fonds oder eine Aktie erwerben, dann ziehen Sie gedanklich vom Kaufkurs zehn Prozent ab – und notieren diesen Wert. Auch zehn Prozent Plus sollten sie als Kurs bereits notieren.
     
  • Erreicht der Kurs die Zehn-Prozent-Verlust-Marke, wird das Papier sofort verkauft! So erleiden Sie niemals mehr als eben jene zehn Prozent Minus.
     
  • Erreicht der Kurs die Marke von zehn Prozent Kursgewinn, dann geht das Rechnen und Notieren von vorne los - ausgehend von dieser neuen Marke: Nun ist der Verkaufskurs wieder zehn Prozent darunter; zehn Prozent Plus ist der Kurs, an dem wieder neu gerechnet wird.
  • Extra-Tipp: Diese Regel können Sie bei guten Depotbanken auch automatisch einstellen. Weiter unten steht, wie's geht.

Regel fünf: Heiße Zeiten? Kühler Kopf!

Selbst nach großen Crashs wie Ende der Zwanziger oder in den Neunziger Jahren haben sich Aktien, Zertifikate und Fonds erstaunlich schnell wieder erholt – und oft sogar neue Rekordhöhen erreicht. Sie müssen nur danach handeln.


Regel sechs: Weitblick - auch zurück!

Der Blick auf die Langfristentwicklung Ihres Fonds oder Ihrer Aktie (zum Beispiel die Rendite pro Jahr in der Zehnjahresbetrachtung) gibt Ihnen ein gutes Gefühl für die Solidität – und verhindert Käufe oder Verkäufe aus einer kurzfristigen Kursbewegung heraus.
 

Regel sieben: Regel - mäßig!

Wenn Sie etwa einen Fonds Ihres Vertrauens gefunden haben, dann kaufen Sie in regelmäßigen Abständen dessen Anteile.

  • Extra-Tipp: Das geht auch automatisch mit einem Sparplan. So nutzen Sie schwache Kurse zu einem günstigen Einstieg.

Regel acht: Zehn-Prozent-Regel für Dummies!

Für Disziplin – etwa beim Einhalten der Zehn-Prozent-Regel – müssen Sie nicht allein sorgen: Schon beim Kauf eines Fonds oder einer Aktie können Sie die entsprechenden Stopp-Kurse eingeben – und bei guten Depotbanken sogar automatisch zu einem gewählten Kurs verkaufen und den sogenannten Stopp-Loss-Kurs bei steigenden Kursen immer nachziehen – so wie oben beschrieben. Nur automatisch.
 

Regel neun: Keine Schwankung? Keine Börse!

No risk, no fun. Wer Schwankungen im Wert seiner Geldanlage absolut nicht ertragen kann, für den heißt es: Finger weg von den meisten Fonds, Aktien oder gar Optionsscheinen.

Es gibt schließlich auch Festgelder, mit denen sich zumindest verlässlich der Kaufkraftverlust durch Inflationsrate und Steuer ausgleichen lässt.

Viel mehr allerdings auch nicht.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Peter Weißenberg
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Peter Weißenberg

Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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