Produktcheck Concept Biotechnology SEB

Max Geißler
von Max Geißler
09.10.2014
Auf einen Blick

Investments im Bereich Biotechnologie sind seit längerer Zeit eine Erfolgsgeschichte. Wer jetzt einsteigt, profitiert von weiterhin guten Renditeaussichten.

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Seit dem Jahr 2010 ist die Biotech-Branche wieder auf Erfolgskurs. Nachdem es zwischenzeitlich nicht so gut lief, konnten in den letzten Jahren zahlreiche Firmen neue, umsatzstarke Produkte am Markt platzieren. War zur Jahrtausendwende mehr Kursphantasie am Markt als echte Umsätze, ist die Produktpipeline vieler Unternehmen inzwischen gut gefüllt. Experten rechnen für die kommenden Jahre mit einem jährlichen Umsatzwachstum in der Branche von zehn bis fünfzehn Prozent, das Gewinnwachstum wird sogar auf 20 bis 25 Prozent geschätzt. Trotz der bereits erzielten Kurssteigerungen sind Biotech-Aktien noch nicht zu teuer. Anleger, die an den hohen Erfolgsaussichten der Wachstumsbranche teilhaben wollen, sollten sich ein bewährtes Flaggschiff dieser Fondskategorie näher anschauen, den SEB Concept Biotechnology (ISIN: LU0118405827).

Merkmale: Der SEB Concept Biotechnology investiert weltweit in internationale Spitzenwerte aus dem Biotechnologiesektor. Das Fondsmanagement setzt nach dem Prinzip des Stock-Picking vor allem auf Marktführer und Schlüsselunternehmen. Dabei wird das Fondsportfolio weltweit auf Bereiche wie Genforschung, Humanmedizin und Arzneimittelproduktion gestreut. Hauptinvestitionen erfolgen in bereits profitable und markterfahrene Biotechnologie-Unternehmen mit umfangreicher Produktpipeline. Dabei bevorzugen die Fondsmanager Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung, Fertigung und Vertrieb tätig sind sowie auf branchennahe Profiteure der Biotech-Forschung und Gerätelieferung. Ziel des SEB Concept Biotechnology ist langfristiges Kapitalwachstum bei ausgewogenem Risiko.

Stärken: Das Erfolgsrezept liegt vor allem in der Grundausrichtung auf profitable Unternehmen. Viele Biotechnologiefirmen starten zwar mit ambitionierten Zukunftsplänen, landen aber allzu oft unsanft, wenn die Forschungen nicht in marktreife Produkte münden. Die Kurserfolge bestätigen die Strategie: Auf Jahressicht liegt der Fond 50 Prozent im Plus, die Fünfjahresperformance beträgt 31 Prozent pro Jahr Seit knapp zehn Jahren performt der Fonds deutlich besser als die Benchmark FIAP Index Gesundheit/Pharma/Biotech. Auch langfristig fährt der Fonds in der Erfolgsspur: Die Zehnjahresrendite liegt bei gut 17 Prozent. Die Ratingagentur Morningstar adelt den Fonds mit der Höchstnote fünf Sterne, die Ratingagentur Feri vergibt die Bestnote A. Der Fonds besticht durch geringe Kosten: Der Ausgabeaufschlag von 1,0 Prozent liegt deutlich unter den Wettbewerbern, die jährlichen Managementgebühren von 1,7 Prozent bewegen sich leicht unter dem Durchschnitt.

Schwächen:
Die Risikobewertung von 4,25 durch das Fonds-Analyse-Programm FIAP zeigt, dass der Fonds im Vergleich zu Portfolios der gleichen Fondskategorie ziemlich riskant ist. Dies kommt unter anderem durch den Einsatz von Derivaten zustande.

Wettbewerber: Fonds wie der DWS Biotech oder der ESPA Stock Biotec A aus Österreich, die ähnlich lange am Markt sind, können langfristig in Sachen Performance nicht mit dem SEB Concept Biotechnology mithalten. Dies kann zum Teil an den höheren Fondskosten liegen, zum Teil aber auch an den weniger erfolgreichen Anlagekonzepten.

Fazit: In einem gut diversifizierten Depot kann der Fonds als Beimischung für echte Renditeimpulse sorgen. Aufgrund des höheren Risikos sollten Anleger aber stets nur einen kleinen Teil ihres Ersparten in den Fond stecken. Tipp: Ein Sparplan zum schrittweisen Investieren ist möglich.

Bewertung
SEB Concept Biotechnology
Performance (70 Prozent) Performance (100%) 5 5.0
Kosten (15 Prozent) Gesamtkostenquote (60%) 2 Ausgabeaufschlag (20%) 5 Sparplanfähigkeit (20%) 5 3.2
Risiko (15 Prozent) Risiko (100%) 1 1.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.1
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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