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20.09.2015 09:43

Versicherungen Zahltag – und dann?

von Horst Peter Wickel Autor
Rund 40 Milliarden Euro zahlen Deutschlands Versicherer pro Jahr an ihre Kunden aus, wenn Lebens- und Rentenversicherungen fällig werden. Den Versicherern gelingt es aber kaum, die Kunden neu für sich zu begeistern.
Versicherungen Zahltag – und dann?
Achtung Versicherungsleistung: Wohin mit dem Geld?

Platz eins: Die eigene Immobilie

Die eigene Immobilie steht auch für Deutschlands Versicherte bei der Vermögens- und Finanzplanung weiterhin im Mittelpunkt. Bei einer aktuellen GfK-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung zur Frage, wofür Versicherte ihre ausbezahlten Versicherungsbeträge nutzen wollen, nannten rund ein Drittel die schnellere Tilgung ihres Immobilienkredits (15,6  Prozent), die Renovierung oder Sanierung ihres Hauses bzw. ihrer Eigentumswohnung (10,7 Prozent) oder den Kauf einer Immobilie (7,7 Prozent). Und weitere 2,7 Prozent wollen mit dem ausgezahlten Versicherungsbetrag einen Zweit-Wohnsitz, zum Beispiel im Ausland, anschaffen. Verbraucherschützer wie Finanzexperten halten eine solche Investition für ausgesprochen sinnvoll, denn im Rahmen der privaten Altersvorsorge kommt der eigenen Immobilie ein großer Stellenwert zu. Während Mieter mit steigendem Alter und steigenden Mieten mit einem immer größeren Anteil der Wohnkosten (ohne Heizung und Warmwasser) rechnen müssen, sinkt der Posten „Wohnen“ im Haushaltsbudget bei Immobilienbesitzern nach Angaben des Statistischen Bundesamts deutlich.
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Lebensversicherung: Meist profitieren die Kinder

An zweiter Stelle auf der Wunschliste steht bei Versicherten, deren Lebensversicherung zur Auszahlung kommt, die Verwirklichung von alten Konsumträumen und Kaufwünschen, zum Beispiel teure Weltreisen oder Kreuzfahrten (15,4 Prozent), neue Möbel oder ein flottes Cabrio (3,0 Prozent). Immerhin 11,6 Prozent der Befragten bei der GfK-Studie wollen allerdings weiter sparen oder das ausgezahlte Geld für ihre Kinder und Enkelkinder anlegen (9,3 Prozent). Und für 13,3 Prozent steht fest, dass sie das Geld selbst brauchen, um ihren Lebensunterhalt im Alter zu sichern oder ihre Einkünfte damit aufzustocken.

Die Versicherer müssen jedenfalls in den meisten Fällen mit dem Abfluss der ausgezahlten Beträge rechnen, sie haben, so GDV-Präsident Alexander Erdland, „ein Problem bei der Wiederanlage“. Auf lediglich etwa zehn Prozent schätzt Detlef Schmidt, Inhaber der Schmidt Management Consulting GmbH (SMC), den Anteil des wieder angelegten Geldes. Deshalb arbeiten die Versicherer verstärkt daran, Kunden Anschlussangebote schmackhaft zu machen. Kunden der Allianz beispielsweise erhalten etwa zwölf Monate vor Ablauf ein erstes Schreiben mit Unterlagen, die alle Möglichkeiten der Wiederanlage bei dem Versicherer aufzeigen. Versicherer wie Barmenia, Axa oder Gothaer sprechen ihre Kunden bereits rund zwei Jahre vor Ablauf eines Vertrages zum ersten Mal an und offerieren ihnen anschließend verschiedene Anlagevorschläge. In der jüngsten SMC-Wiederanlagestudie waren 78 Prozent der befragten Versicherungen der Ansicht, dass sie beim Wiederanlagemanagement noch einiges tun müssen, um den Verkauf weiter anzukurbeln.
Da es sich bei Kapitalsummen, die aufgrund der Fälligkeit einer Lebensversicherung frei werden, häufig um relativ hohe Summen handelt, ist es sicherlich empfehlenswert, bezüglich der Wiederanlage ein Gespräch mit dem Bankberater oder auch einem Anlage- und Vermögensberater zu führen. Tanja Wilkniß vom Verbraucherservice Bayern rät: „Bevor Sie Anlageentscheidungen treffen, sollten Sie einen Kassensturz machen. Eine solche Analyse beinhaltet die Gegenüberstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, berücksichtigt aber auch Aspekte wie Sicherheit, Flexibilität und Rendite.“ Nach Angaben der Verbraucherschützerin wird das Kapital schnell knapp, wenn man davon leben möchte: „So sind 100.000 Euro zum Beispiel schon nach elf Jahren aufgebraucht, wenn man monatlich nur 750 Euro davon ausgibt. Legt man die Summe aus der Lebensversicherung hingegen in Wertpapiere oder Fonds an, steht man vor einem ähnlichen Problem: Will man das Anlagekapital auf Dauer erhalten, dann muss man sehr sparsam von den Erträgen leben.“

Wenn Ihre Lebensversicherung in Kürze fällig wird, Sie sich aber noch keine Gedanken über die Wiederanlage gemacht haben, sollten Sie die Entscheidung nicht überstürzen. Verbraucherschützerin Wilkniß rät: „Lassen Sie sich das Geld erst einmal überweisen und zahlen es auf ein Tagesgeldkonto oder ein Geldmarktkonto ein oder entscheiden sich für eine Festzinsanlage.“
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