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11.02.2014 16:14

Private Rentenversicherung Was die Absicherung wirklich kostet

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Rentenversicherungen kommen als Altersvorsorge immer mehr in die Kritik – vor allem wegen der hohen Kosten. Zu Recht? Ein Blick ins Kleingedruckte.
Private Rentenversicherung Was die Absicherung wirklich kostet
Private Rentenversicherung: Wer nicht genau nachrechnet, spart viel weniger, als er denkt
Klar ist: Die Altersvorsorge gibt es nicht zum Nulltarif. Die Versicherer wollen an einem Abschluss auch verdienen. „Es fallen zunächst Abschlusskosten bei Vertragsschluss an. In diesen Abschlusskosten sind etwa die Provisionen für den Versicherungsvermittler enthalten“, erklärt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Neben den Abschlusskosten werden von der Versicherungsgesellschaft pro Jahr auch noch Verwaltungskosten erhoben.

Rentenversicherung Rechenbeispiel: 200 Euro im Monat – 12.000 Euro Kosten

Was heißt das konkret? Wer heute als 25-Jähriger bis zum 67. Geburtstag 200 Euro monatlich in eine private Rentenversicherung einzahlt, muss bei der Barmenia, einem sehr guten Versicherer, mit seinem Beitrag 3.480 Euro Abschlusskosten mitfinanzieren und 42 Jahre lang eine jährliche Gebühr von 210 Euro entrichten – zusammen sind das rund 12.000 Euro! Zudem werden bei Überschüssen kleine Teile des erreichten Bonus abgezogen – und zwar 0,05 Euro pro 100 Euro Bonus. Dadurch sinkt die Rendite von den eigentlich garantierten 1,75 Prozent auf tatsächliche 1,25 Prozent – wohlgemerkt bei einem der besten Anbieter. Bei schlechten Anbietern kann die Rendite unter ein Prozent sinken.

Anbieter für Rentenversichrungen vergleichen

Klar ist: Diese Kosten gehen zu Lasten des Versicherten. „Die Rendite wird natürlich geschmälert, je höher die Kosten sind. Wenn die Kosten also sehr hoch sind, nützt auch eine sehr hohe Rendite nichts“, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Deshalb rät Verbraucherschützerin Annabel Oelmann: „Zunächst gilt es, die Tarife genau zu vergleichen. Wählen Sie einen Lebensversicherer, der kostengünstig arbeitet, das Geld am Kapitalmarkt sicher anlegt und Sie fair an den Überschüssen beteiligt. Sowohl bei den Abschluss- und Verwaltungskosten als auch bei der Frage, wer die höchste Rendite erzielt, sind die Unterschiede enorm.“ Auch Bianca Boss bestätigt: „Durch die Wahl des richtigen Anbieters lassen sich erhebliche Kosten sparen, was sich auf die Auszahlung der garantierten Rente auswirkt.“

Zusätzlicher Schutz für das Vermögen: sinnvoll?

Die private Rentenversicherung bietet auch die Möglichkeit einer Rentengarantiezeit. Damit ist sichergestellt, dass bei einem Tod des Rentenbeziehers das Kapital der Rentenversicherung nicht komplett verfällt, sondern die vereinbarte Rente für einen begrenzten Zeitraum weiter geleistet wird. „Die Vereinbarung von Garantielaufzeiten, etwa fünf, zehn oder 15 Jahre, kostet nur wenig extra und sichert im Falle des Todes die Hinterbliebenen für einen gewissen Zeitraum ab“, so Expertin Oelmann. Als weiteres Instrument gibt es eine Beitragsrückgewähr, wenn der Versicherte vor Rentenbeginn stirbt. Eine solche Sicherungsmaßnahme verringert die Rente oder das Kapital um zwei bis drei Prozent – zu viel für Annabel Oelmann: „Demgegenüber sollte auf die Vereinbarung einer Beitragsrückgewähr für die Auszahlungsphase verzichtet werden. Sie schmälert die Rendite zu stark.“
Tipp: Als Alternative sollten Sie vergleichen, ob es nicht kostengünstiger ist, die Absicherung der Angehörigen über eine separate Risikolebensversicherung zu gewährleisten.

Dynamische Beitragsanpassungen als „Kosten-Keule“ in der privaten Rentenversicherung

Die meisten Rentenversicherungen haben eine Dynamik: Dadurch steigen die Beiträge und in der Folge auch die Renten nach und nach an. Das klingt auf den ersten Blick zwar ganz sinnvoll, aber dieser Mechanismus hat einen hohen Preis, wie Bianca Boss erklärt: „Die Vereinbarung einer Dynamik, also die automatische Erhöhung des Beitrags und der Rente, schmälert die Rendite der Versicherung weiter. Daher ist von einer Dynamik abzuraten.“ Konkret heißt das: Im Beispiel oben dürfte eine Dynamik von fünf Prozent im Jahr dazu führen, dass die Kosten sich nahezu verdoppeln.
Tipp: Schlägt der Vermittler eine Dynamik vor, sollten Sie sich die konkreten Kosten berechnen lassen, wenn die Dynamik tatsächlich Jahr für Jahr in Anspruch genommen wird.
Vergleich Private Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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