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01.12.2015 16:41

Finanztipps zum Jahresende So holen Sie bis Silvester noch viel raus

von Max Geißler Autor
Bevor das Jahr 2015 zu Ende geht, sollten Sie wichtige Finanzdaten checken, um im alten Jahr noch Sparchancen zu nutzen. Diese Themen stehen dabei im Focus:
Finanztipps zum Jahresende So holen Sie bis Silvester noch viel raus

1. Steuerklasse ändern

Verheiratete, die beide berufstätig sind, sollten als erstes ihre Steuerklassen prüfen. Denn wer 2015 noch wechseln und Steuervorteile mitnehmen möchte, muss dies bis 30. November dem Finanzamt melden. Ehepartner sind automatisch in die Steuerklassen IV/IV eingestuft. Das lohnt, wenn beide annähernd gleich viel verdienen. Geht die Einkommensschere jedoch weit auseinander, sind die Steuerklassen III/V sinnvoll. Der Partner mit dem geringen Einkommen, sollte die Klasse V wählen, der andere die Steuerklasse III. Möglich ist auch die Kombination IV/IV mit Faktorverfahren. Dann wird das Ehegattensplitting bereits beim Lohnsteuerabzug unterm Jahr berücksichtigt. Aber Achtung: Möchten Sie Lohnersatzleistungen oder Sozialleistungen beantragen, ist es oftmals sinnvoll, genau die entgegengesetzte, unlogische Steuerklasse zu wählen. Grund: Elterngeld oder Arbeitslosengeld richten sich nach dem Nettolohn – und der ist in Steuerklasse III am höchsten.
 

2. Freistellungsauftrag prüfen

Von 2016 an müssen Freistellungsaufträge bei Banken mit der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer versehen sein. Ist dies nicht der Fall, führen die Banken automatisch Kapitalertragsteuer ans Finanzamt ab. Prüfen Sie daher Ihre Freistellungaufträge rechtzeitig, am besten noch im alten Jahr. Betroffen sind Formulare, mit denen vor 2011 ein unbefristeter Freistellungsauftrag erteilt wurde. Bis dahin war die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer nicht erforderlich. Erst alle ab 2011 gestellten Freistellungsaufträge sind mit der persönlichen Steuernummer versehen und bedürfen somit keiner Änderung. Sie finden die Steuer-ID-Nummer auf Ihrem Einkommensteuerbescheid und auf der Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers. Alternativ kann man sie beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen.
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3. Altersvorsorge checken

Viele Deutsche legen Geld fürs Alter zurück. Doch die anhaltende Niedrigzinsphase drückt die anvisierten Ablaufleistungen immer weiter nach unten. So wie es aussieht, wird sich daran so schnell nichts ändern. Stellen Sie daher Ihre Vorsorgestrategie auf den Prüfstand. Checken Sie, ob Ihr Banksparplan oder die private Rentenversicherung die gewünschte Alterssicherung noch leisten kann. Sind die Rentenprognosen in den Keller gerutscht, sollten Sie Ihre Beitragszahlungen aufstocken, zum Beispiel durch die jährliche Dynamisierung. Bei absoluten Minirenditen eröffnet der Umstieg oder der Start eines neuen Vorsorgeprodukts mehr Renditechancen. Infrage kommen Fondssparpläne oder fondsgebundene Rentenversicherung. Bevorzugen Sie dabei kostengünstige ETF-Sparpläne oder ETF-Renten. Welche fondsgebundenen Rentenversicherungen sich lohnen, zeigt unser Versicherungsvergleich.
 

4. Staatliche Vorsorge-Förderung voll ausnutzen

Riester-Rente: Als Riester-Sparer sollten Sie die Höhe Ihrer Einzahlungen prüfen. Nur wenn Sie vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in die Riester-Rente einzahlen, erhalten Sie volle Grund- und Kinderzulagen. Fehlende Beiträge können Sie noch bis Ende 2015 nachzahlen. Tipp: Mit einem Dauerzulagenantrag entfallen die jährlichen Angaben zum rentenversicherungspflichtigen Einkommen. Top Riester-Renten finden Sie in unserem Riester-Rentenvergleich.
Rürup-Rente: Anfang 2015 stieg der Steuerbonus für sogenannte Basis-Renten. Selbstständige, die in eine Rürup-Rente einzahlen können für dieses Jahr 80 Prozent ihrer Einzahlungen beim Finanzamt steuerlich geltend machen. Da seit diesem Jahr der abzugsfähige Maximalbetrag an den Höchstbetrag der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt wurde, gilt nunmehr eine Obergrenze von 22.172 Euro. Überweisen Sie diesen Betrag in Ihre Rürup-Rente, sind 80 Prozent davon, also bis zu 17.737,60 Euro steuerlich abzugsfähig. Bei Verheirateten sind es 35.475,20 Euro.
Betriebliche Altersvorsorge: Im Rahmen der Gehaltsumwandlung besteht für dieses Jahr mehr Spielraum, Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Ursache hierfür ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West auf 72.600 Euro. Da bei der Gehaltsumwandlung aus Bruttolohn Einzahlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begünstigt sind, können Arbeitnehmer noch für dieses Jahr bis zu 2.904 Euro Gehalt in Betriebsrente umwandeln. Das entspricht monatlichen Einzahlungen von 242 Euro. Selbst Neuverträge sind für dieses Jahr noch voll steuerbegünstigt. Die Einzahlungen müssen aber bis Silvester erfolgen!

5. Bausparförderung sichern

Für Bausparer ist der 31. Dezember ein wichtiger Stichtag. Um die volle Wohnungsbauprämie für 2015 zu erhalten, ist eine Sonderzahlung in einen bestehenden Bausparvertrag ratsam. Die Prämie beträgt 8,8 Prozent und wird auf Einzahlungen von bis zu 512 Euro gewährt, sofern bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Bei Verträgen seit 2009 wird die Wohnungsbauprämie aber nur noch gezahlt, wenn das Bausparguthaben zu eigenen, wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt wird. Vermietete Objekte sind außen vor.

 

6. Krankenkasse Zusatzbeitrag prüfen

In der gesetzlichen Krankenkasse werden 2016 steigende Zusatzbeiträge erwartet. Neben dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent erheben fast alle Kassen einen Zusatzbeitrag. Im Schnitt beträgt dieser 0,9 Prozent. Im kommenden Jahr werden durchschnittlich 0,2 bis 0,3 Prozent Erhöhung erwartet, es können aber auch 1,5 Prozentpunkte sein. Da Sie den Zusatzbeitrag allein aufbringen müssen, kann es sich lohnen, zu einer Kasse mit niedrigem Zusatzbeitrag zu wechseln. Bei einer Beitragserhöhung steht jedem Mitglied ein Sonderkündigungsrecht zu. Die neuen Zusatzbeiträge werden in den nächsten Wochen veröffentlicht. Vergleichen Sie aber nicht nur die Höhe der Beiträge, sondern auch die Leistungen, etwa Zuschüsse für Zahnersatz, Brillen oder Heilpraktikerleistungen.
Gesetzliche Krankenversicherung
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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