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01.11.2015 13:34

Private Rentenversicherung mit ETFs Besser als die klassische Fondsrente?

von Max Geißler Autor
Indexfonds sind chancenreich und kostengünstig. Endlich haben das auch die Versicherer erkannt und füttern ihre Rentenversicherungen mit ETFs.
Private Rentenversicherung mit ETFs Besser als die klassische Fondsrente?
ETFs sind chancenreich und kostengünstig
Das jüngste Kind der ETF-Rente kommt von der WWK. Die Münchner Versicherung hat jetzt ihre Rentenversicherungen mit Indexfonds erweitert. Betrachten Sie die Unterschiede zwischen Rentenpolicen auf ETF-Basis und Privatrenten mit klassischen Fonds, werden Sie auf den ersten Blick kaum Differenzen erkennen: Beide Rentenversicherungen investieren in Fonds, für die Fondsanteile werden weder Ausgabeaufschläge noch Börsenspesen in Rechnung gestellt. Fondsumschichtungen während der Ansparphase sind von Kaufgebühren und Abgeltungssteuer verschont. Die Auszahlung am Sparende ist im Normalfall steuerbegünstigt. Zu Rentenbeginn können Sie zwischen Kapitalausschüttung oder lebenslanger Rente wählen. Die eingezahlten Beiträge sind in beiden Fällen nicht steuerlich absetzbar. Auf den zweiten Blick sieht die Sache jedoch anders aus. Bei genauer Betrachtung offenbart die ETF-Rente ihre Stärken.

Klare Kostenvorteile für Rentenversicherung mit ETFs

Der entscheidende Unterschied liegt in den internen Fondskosten. Bei Rentenversicherungen mit klassischen Fonds fallen jährliche Fondskosten zwischen ein und zwei Prozent an, Indexfonds kosten hingegen nur 0,2 bis 0,6 Prozent. Unterm Strich kann eine Rentenversicherung auf ETF-Basis, die nur in Aktienfonds investiert, bis zu anderthalb Prozent günstiger wirtschaften als eine Privatrente mit klassischen Fonds.
Den Kostenunterschied können Sie allerdings nicht eins zu eins auf die Praxis übertragen. Für eine fondsgebundene Rentenversicherung zahlen Sie nämlich nicht nur externe Fondskosten, sondern zusätzlich interne Verwaltungsgebühren sowie einmalige Abschlusskosten. Im Ergebnis rechnet Interrisk zum Beispiel für eine Fondspolice auf ETF-Basis, die zu 70 Prozent in Aktien-ETF und zu 30 Prozent in Renten-ETF investiert, mit jährlichen Kosten von etwa 1,4 Prozent. Eine vergleichbare Rentenversicherung mit klassischen Fonds wird dagegen mit 2,2 Prozent veranschlagt.

Mit ETFs zu mehr Rendite

Aus dem Kostenvorteil von 0,8 Prozent können Sie bei ansonsten gleichen Bedingungen und gleicher Wertentwicklung einen signifikanten Renditevorteil erzielen. Angenommen beide Portfolios verzeichnen einen jährlichen Wertzuwachs von sechs Prozent, erreicht die Rentenversicherung auf ETF-Basis nach Abzug der Kosten eine Nettorendite von 4,6 Prozent, die klassische Fondspolice erzielt hingegen nur 3,8 Prozent. Dieser Renditeunterschied kann das Ablaufergebnis erheblich beeinflussen. Zahlen Sie beispielsweise über 30 Jahre monatlich 200 Euro in die ETF-Rente ein, kämen Sie auf ein Bruttoergebnis von fast 153.000 Euro. Die klassische Fondsrente würde hingegen nur knapp 133.000 Euro abwerfen – eine Differenz von rund 20.000 Euro.

Viele Faktoren beeinflussen die Rendite der Rentenversicherung

Einfluss auf die Rendite einer Privatrente haben aber nicht nur die Kosten. Der Ertrag wird in erster Linie durch die erzielten Renditen der Fonds bzw. ETFs bestimmt. Wenn Sie ein gutes Händchen haben und erfolgreiche Fonds wählen, fällt das Ergebnis entsprechend positiv aus. Unter Umständen rentieren sich klassische Aktienfonds aber besser als Indexfonds, denn diese können den Index schlagen. Das trifft allerdings nur in etwa einem Fünftel aller Fälle zu, meist haben ETFs die Nase vorn. Als zweites üben die Rückvergütungen der Fondsgesellschaften an den Versicherer Einfluss auf die Ablaufrendite einer Fondsrente aus. Die Vergütungen sind je nach gewählten Fonds unterschiedlich hoch. Die Gutschriften fließen zum Teil in die Überschussbeteiligung ein und erhöhen diese. Eine hohe Überschussbeteiligung puscht wiederum den Ertrag.
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Test
WWK – ETF Fonds-Rente

Fazit: Stehen Sie vor der Frage, ob Sie eine Rentenversicherung mit klassischen Fonds oder mit Indexfonds abschließen sollen, lautet die Empfehlung ganz klar: Indexfonds. Denn, ob die einen oder die anderen Fonds besser performen werden, das weiß im Voraus niemand. Der Kostenvorteil durch preiswerte ETFs ist Ihnen aber in jedem Fall sicher.

Vergleich Private Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
01.11.2015 - von Daniel
Den traditionellen Versicherern traue ich trotzdem nicht
Nur weil viele traditionelle Versicherer jetzt alle auf ETFs umsteigen vertraue ich diesen Lösungen trotzdem nicht. Gerade hier setze ich auf kundenfreundlichere Onlineanbieter. ETF Versicherungen und Renten gibts beispielsweise bei Fairr. Wenn man etwas mehr Flexibilität als mit einer Versicherung will, dann sind Robo-Advisor Lösungen wie z.b. Ginmon sinnvoll.
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