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24.11.2015 11:20

Rente bis 2040 Was tun gegen die wachsende Versorgungslücke?

von Max Geißler Autor
Eine Studie zeigt: Senioren müssen mit immer weniger Geld auskommen. Die Rente wächst zwar, aber die Kluft zum Erwerbseinkommen wir immer größer.
Rente bis 2040 Was tun gegen die wachsende Versorgungslücke?
Die Kluft zwischen Nettoeinkommen und künftiger Rente wächst - jetzt ist Handeln angesagt
Die Studie „Rentenperspektiven 2040“ hat die individuelle Rentenversorgung im Alter berechnet. Die zentralen Ergebnisse der von der Prognos AG im Auftrag des Versicherungsverbandes GDV durchgeführten Arbeit, sind erschreckend. Zwar sollen die Rentenanpassungen in den kommenden Jahren hoch genug sein, um den Kaufkraftverlust durch Inflation mehr als auszugleichen. Aber weil Löhne und Gehälter schneller wachsen als die Renten, wird das Bruttorentenniveau von heute 46 Prozent auf 39 Prozent im Jahr 2040 absinken. Rentner in spe müssen also mit einer wachsenden Versorgungslücke im Alter rechnen.

Die Studie macht auch klar: Die bisherige Orientierungsgröße des Eckrentners hat ausgedient. „Die Rentenperspektiven müssen individuell betrachtet werden“, erklärt Prognos-Chefvolkswirt Michael Böhmer. Entscheidend für die Finanzsituation zukünftiger Rentner sei vor allem der Wohnort und der einstmals ausgeübte Beruf. Die Ergebnisse der Studie lassen aufhorchen:
  • Regionalunterschied: Die Höhe der Renten ist regional sehr unterschiedlich. Derzeit haben es Ostrentner am besten. Sie erhalten im Schnitt 1.020 Euro Rente, im Westen gibt’s hingegen nur 833 Euro. Ursache hierfür ist vor allem die hohe Beschäftigungsquote früherer DDR-Frauen. Künftig werden die Rentnerparadiese aber eher in Bayern und Baden-Württemberg liegen.
     
  • Kaufkraft: Entscheidend für den Seniorenwohlstand ist weniger die Höhe der Rente, als vielmehr, was man sich dafür leisten kann. Im teuren München ist der Renteneuro beispielsweise 23 Prozent weniger Wert als im Bundesdurchschnitt, in Holzminden bekommt man hingegen 16 Prozent mehr für sein Geld. Laut GDV-Studie hat ein Elektroinstallateur aus dem Landkreis Hof eine um über 50 Prozent höhere Rentenkaufkraft als sein Kollege in München. Ähnlich ist die Prognose für Hamburg.
     
  • Beruf: Die Rentenhöhe richtet sich vor allem nach dem Einkommen und der Länge der Erwerbstätigkeit. Ein Beruf mit wenig Lohn führt zwar zu einer niedrigen Rente. Im Vergleich schneidet eine Verkäuferin mit zwei Kindern und 1.095 Euro Rente laut Studie in 25 Jahren aber besser ab als eine Teamleiterin mit zwei Kindern und einer Rente von 2.366 Euro. Die Verkäuferin erhält nämlich lebenslang 51 Prozent ihres letzten Lohns als Rente, während die Teamleiterin nur auf 34 Prozent kommt.
Rechner
Riesterrente fondsgebunden
Riester-Rente-Fonds Anbieter im Vergleich
Rüruprente
Rürup-Rente Anbieter im Vergleich
Foto(s): Falko Matte/Fotolia.com Falko Matte/Fotolia.com

Ohne Privatvorsorge geht es nicht

GDV-Präsident Alexander Erdland fordert die Politik auf, „den Leuten endlich reinen Wein einzuschenken, was sie aus dem staatlichen System erwarten können“. Der Staat müssen attraktive Rahmenbedingungen für die betriebliche wie private Altersvorsorge schaffen. Aktuell bietet die Riester-Rente und die Rürup-Rente die Möglichkeit, mit staatlicher Hilfe vorzusorgen. Als Sparer erhalten Sie Grund- und Kinderzulagen und profitieren von Steuervorteilen. Im Alter sind beide Rentenarten jedoch voll steuerpflichtig, was hohe Abgaben nach sich ziehen kann.

So steigern Sie Ihre Rente

Private Rentenversicherung: Möchten Sie ihre Vorsorgeaufwendungen steuergünstig erhöhen, empfiehlt sich eine private Rentenversicherung auf Fondsbasis. Aktienfonds sorgen hier für überdurchschnittliche Renditechancen. Zwar fallen nicht unerhebliche Abschlussgebühren an, dafür zahlen Sie während der Sparphase weder Steuern noch Ausgabeaufschläge. Wählen Sie Beitragsdynamik, dann steigt Jahr für Jahr Ihr Beitrag um einen bestimmten Prozentsatz und sorgt dafür, dass Ihre Zusatzrente dem Kaufkraftverlust durch Inflation standhält. Vorteil im Alter: Die Rentenleistungen sind nur sehr begrenzt steuerpflichtig. Zahlen Sie 30 Jahre lang monatlich 200 Euro in eine Rentenversicherung mit Fonds ein, können Sie mit 67 laut unseres Versicherungsvergleichs mit einer Monatsrente von rund 600 Euro rechnen, etwa bei ARAG, Europa Versicherung, AXA, HDI und Alte Leipziger.
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Besser als die klassische Fondsrente?

Fondssparplan: Besonders flexibel und kostengünstig sind Sparpläne mit Fonds. Hier können Sie Ihre Sparrate jederzeit gebührenfrei ändern, aussetzen oder den Sparplan beenden. Mit deutschen Aktienfonds erzielten Sie laut Fondsverband BVI in den letzten 30 Jahren eine Durchschnittsrendite von 6,6 Prozent, globale Aktienfonds erreichten 5,7 Prozent. Da Sparpläne keine Verrentung beinhalten, müssen Sie das Kapital zu Rentenbeginn entweder in eine Sofortrente umwandeln oder einen eigenen Auszahlplan kreieren.

Die Sofortrente hat den Vorteil einer lebenslangen Zahlgarantie, der Fondsauszahlplan bietet das nicht. Dafür ist die Zusatzrente beim Auszahlplan oft höher, weil Sie ihre eigene Lebenserwartung realistischer einschätzen können als die großzügigen Sterbetafeln der Versicherer es tun und weil die Kosten geringer sind. Mit begrenztem Zugriff des Fiskus auf Ihre Rente müssen Sie in beiden Fällen rechnen.
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Sofortrente
Sofortrente durch Einmalbeitrag im Vergleich
Fondsrendite-Rechner
Der Fonds-Renditerechner ermittelt die Verzinsung einer Einmalanlage oder eines Sparplans.
Foto(s): Falko Matte/Fotolia.com Postbank
Vergleich Private Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
25.11.2015 - von Peters, Ingeborg
gesetzliche Krankenversicherungsbeiträge für Zusatzrenten
Aus eigener leidvollen Erfahrung sollte vor Abschluss irgendeiner Zusatzrente überlegt werden, ob - vor allem bei gesetzlich Versicherten - im Rentenalter Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig werden!
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