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17.03.2016 11:01

Private Rentenversicherung Vorsicht mit Policen auf Zertifikatbasis

von Max Geißler Autor
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor Rentenversicherungen mit Zertifikaten. Weil das Sparergebnis börsenabhängig ist, kann es für Sie zum Totalverlust kommen.
Private Rentenversicherung Vorsicht mit Policen auf Zertifikatbasis
Private Rentenversicherung: Vor Vertragsabschluss besser genau prüfen
Wegen des anhaltenden Zinstiefs setzen immer mehr Versicherer auf die Börse. Das Ergebnis sind Rentenversicherungen, die ihr Glück mit Zertifikaten oder Indexpolicen versuchen. Das Problem: Bei zertifikatgebundenen Rentenversicherungen hängt der Ertrag von der Wertentwicklung eines Zertifikats einer Bank ab. „Das Geld der Versicherten wird nicht in den sogenannten Deckungsstock der Versicherung investiert, sondern einer bestimmten Bank geliehen“, erklärt Nils Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sollte die Bank in finanzielle Schwierigkeiten geraten, drohen dem Sparer herbe Verluste, im schlimmsten Fall sogar ein Totalverlust.
 

Prüfen Sie Ihre Rentenversicherung

Als Vorsorgesparer sollten Sie prüfen, ob ihre Rentenversicherung zertifikatgebunden ist. „Dies steht im Versicherungsvertrag oder in den Produktinformationen“, sagt Nauhauser. Wer keinen Anhaltspunkt dazu findet, der kann einen „Musterbrief Zertifikatepolice“ bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg herunterladen und an seine Gesellschaft schicken. Mit dem Schreiben wird der Versicherer zur Stellungnahme aufgefordert, auf welcher Basis die eigene Rentenversicherung läuft.

Da es eine große Vielfalt von Zertifikatepolicen gibt, ist es wichtig, Klarheit über den Vertragsstatus zu erhalten. Versicherte sollten sich nicht in Sicherheit wiegen, wenn das Zertifikat und damit die eigene Police im Wert steigen. Das Ausfallrisiko der Rentenversicherung ist nämlich völlig unabhängig von der Wertentwicklung des Zertifikats, das gilt auch für Indexzertifikate.

Geht die Bank in Konkurs, haben Versicherte kaum Entschädigungsanspruch. Anders sieht die Sache aus, wenn das Geld im Deckungsstock der Gesellschaft angelegt ist. Dann fällt die Pleite einer einzelnen Bank weniger ins Gewicht.
Besteht ein Totalverlustrisiko bei allen Rentenversicherungen auf Zertifikatebasis?
„Nein, es gibt unterschiedliche Produkte“, erklärt Nauhauser. Teilweise unterliege nur die jährliche Verzinsung einem erhöhten Risiko, während das Kapital im Deckungsstock des Versicherers breit diversifiziert ist. Hier komme es auf die Vertragsgestaltung an.

Riskante Rentenversicherung kündigen?

Ob eine schnelle Rückabwicklung des Vertrags sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel ob die Rentenversicherung mit Garantiezins oder Kapitalgarantie ausgestattet ist oder nicht, wie viel Geld sich aktuell im Vertrag befindet und wie lange die Police noch läuft. Wer unsicher ist, kann sich Rat bei den Verbraucherzentralen holen. Lehnt die Versicherung die Rückabwicklung des Vertrags ab, sollte man den Versicherungsombudsmann des Versicherungsverbandes einschalten.
 

Welche Rentenversicherung empfiehlt sich für Sie?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Risiken bei der Altersvorsorge auszuschließen. Das heißt aber nicht, dass man Renditechancen ungenutzt lässt. Unter diesem Aspekt empfiehlt sich zum Beispiel die fondsgebundene Riester-Rente. Das gilt insbesondere für Familien mit Kindern, weil diese von hohen Kinderzulagen profitieren.

Ein Elternteil mit zwei Kleinkindern kann hier bis zu 754 Euro pro Jahr an staatlicher Förderung einstreichen, binnen 20 Jahren summiert sich die Fördersumme auf mehr als 15.000 Euro.

Das Gute: Bei Riester-Renten sind sämtliche Einzahlungen, also Eigenbeitrag plus Zulagen, zu Rentenbeginn garantiert. Lediglich die über die Jahre erzielte Wertentwicklung der Fonds unterliegt keiner Garantie. Ein möglicher Totalverlust, wie er bei einer zertifikatgebundenen Rentenversicherung möglich ist, ist mit einer Riester-Police ausgeschlossen.
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