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25.06.2013 15:11

Erwerbsminderungsrentner Private Vorsorge ist wichtiger denn je

von Rolf Winkel Autor
Erwerbsminderungsrentner müssen deutliche Rentenabschläge hinnehmen. Umso wichtiger ist es für die Betroffenen, zusätzlich fürs Alter privat vorzusorgen.
Gut 1,6 Millionen Menschen erhalten eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Meist müssen sie Rentenabschläge von 10,8 Prozent hinnehmen – bis zum Lebensende. Im Durchschnitt aller betroffenen Erwerbsminderungsrentner sinkt dadurch ihre Rente pro Monat um mehr als 80 Euro.

Die Abschläge sind, wie das Bundesverfassungsgericht in einem aktuellen Urteil befand, juristisch gesehen in Ordnung – und das wird vorerst auch so bleiben. Eine Riester-Rente wäre in einem solchen Fall eine sinnvolle Ergänzung; seit 2008 ist das möglich.

Niedrige Renten

Wer wegen einer schweren Erkrankung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden muss, kann eine Erwerbsminderungsrente erhalten, die bis zum Beginn seiner Altersrente läuft. Die Erwerbsminderungsrenten sind allerdings recht niedrig:
  • Männer in Westdeutschland bekamen 2011 im Schnitt 736 Euro,
  • Männer in Ostdeutschland erhielten 645 Euro.
  • Frauen im Westen bezogen durchschnittlich 662 Euro,
  • Frauen im Osten 684 Euro.
Die Altersrente, die sie später erhalten, fällt kaum höher aus.
Seit der Verabschiedung des Eigenheimrentengesetzes, das im August 2008 in Kraft getreten ist, sind die meisten Erwerbsminderungsrentner wenigstens berechtigt, in staatlich geförderte Riester-Verträge einzuzahlen. Sie können einen bereits bestehenden Riester-Vertrag fortführen oder einen neuen Vertrag abschließen. Einen Überblick über verschiedene Tarife liefert der Biallo-Vergleich zur Riester-Rentenversicherung.
 

Anspruch nur bei Vollrente

Die Möglichkeit zu riestern besteht allerdings nur für diejenigen, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen. Voraussetzung für die Riester-Förderung ist weiter, dass die Betroffenen unmittelbar vor dem Bezug ihrer Erwerbsminderungsrente zum Riester-berechtigten Personenkreis gehörten – also beispielsweise durch ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, über den Bezug von Krankengeld oder Arbeitslosengeld I in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert waren.

Riesterberechtigung via Hinzuverdienst

Wer allerdings noch drei bis sechs Stunden pro Tag arbeiten kann und deshalb nur eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhält, hat nach wie vor keinen Anspruch auf die staatliche Vorsorgeförderung. Ausnahme: Diejenigen, die – was im Grundsatz möglich ist – neben der Rente eine sozialversicherte Beschäftigung ausüben, sind über ihren Job Riester-berechtigt. Dabei kann es sich auch um einen Minijob handeln - soweit dieser rentenversicherungspflichtig ist.
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Mindesteigenbeträge

Genau wie alle anderen Riester-Sparer erhalten Erwerbsminderungsrentner die volle staatliche Förderung nur dann, wenn sie selbst einen Mindesteigenbeitrag auf ihren Riester-Vertrag einzahlen. Eingezahlt werden müssen vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr – abzüglich der staatlichen Zulagen.

Beispiel: Hans Musterfall bezieht eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Im letzten Jahr erhielt er insgesamt Rentenzahlungen in Höhe von 10.000 Euro. Vier Prozent hiervon sind 400 Euro. Hiervon werden die vom Staat gewährte Grundzulage (154 Euro) und mögliche Kinderzulagen (nur für diejenigen, die für ihren Nachwuchs noch Kindergeld beziehen) abgezogen. Herr Musterfall ist kinderlos, bei ihm wird deshalb nur die staatliche Grundzulage abgezogen. Damit bleibt für ihn ein Mindesteigenbeitrag von 246 Euro. So viel muss er selbst auf seinen Riester-Vertrag einzahlen, um die volle staatliche Zulage von 154 Euro jährlich zu erhalten. Bei denjenigen, die im letzten Jahr noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, werden auch die Einkünfte hieraus in die skizzierte Rechnung einbezogen.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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