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03.02.2012 12:38

Minijobber und Riester: „Aufstockungs-Trick“ bringt Rentenansprüche

von Rolf Winkel Autor
Riester-Verträge lohnen sich fast immer. Schade jedoch: Für Minijobber kommen sie normalerweise nicht in Frage. Doch da gibt es den „Aufstockungs-Trick“.
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Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte können Riester-Verträge abschließen. Minijobber in der Regel nicht. Denn die Betroffenen führen normalerweise keine Sozialbeiträge ab. Diese zahlt allein der Arbeitgeber. Bei gewerblichen Minijobs beträgt die Pauschale 30 Prozent. 15 Prozentpunkte entfallen dabei auf die Rentenversicherung. Der Jobber selbst gilt jedoch nicht als versicherungspflichtig – und kann damit auch keinen Riester-Vertrag abschließen.
 

19,6 Prozent - voller Rentenbeitrag freiwillig möglich

Allerdings: Mini-Jobber können auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten. Eine entsprechende Erklärung können sie ihrem Arbeitgeber gegenüber abgeben. Sie stocken dann den geminderten Beitrag an die Rentenkasse auf – von 15 auf 19,6 Prozent. Für den Arbeitgeber ändert sich dadurch nichts. Dieser führt weiterhin – über die Minijobzentrale – 15 Prozent des Minijob-Entgelts an die Rentenkasse ab.
 

Änderungen gibt es nur für den Minijobber. Dieser erhält dann nicht mehr den vollen Lohn, sondern muss Abzüge von 4,6 Prozent hinnehmen. Bei einem vollen 400-Euro-Job sind das monatlich 18,40 Euro. Diese sorgen jedoch dafür, dass die Beschäftigungszeit als vollwertige Versicherungszeit in der Rentenversicherung gilt. Das hat Vorteile: So zählen dann die Minijob-Zeiten auch voll mit, wenn später geprüft wird, ob überhaupt ein Anspruch auf Altersrente besteht. Hierfür sind fünf Versicherungsjahre erforderlich. Außerdem können die Betroffenen so einen Anspruch auf berufliche Rehabilitation oder eine Erwerbsminderungsrente erwerben bzw. aufrecht erhalten.

Anspruch auf staatliche Förderung für die Riester-Rente

Vor allem aber: Als Pflichtversicherte haben sie Anspruch auf die staatliche Förderung für die Riester-Rente. Das sind beispielsweise für eine alleinerziehende Frau mit zwei Kindern jährlich 524 Euro. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, sind die Zulagen sogar noch deutlich höher. Wer als Minijobber von den Zulagen profitieren will, muss in jedem Fall selbst aktiv werden. 

Folgendes Drei-Schritt-Programm müssen die Betroffenen absolvieren:

1.      Sie müssen auf die Versicherungsfreiheit des Minijobs verzichten.
2.      Sie müssen einen Riester-Vertrag abschließen.
3.      Sie müssen die Zulagen beantragen.
 
Tipp: Mit wie viel staatlicher Förderung Sie bei Ihrer privaten Altersvorsorge rechnen können, sagt Ihnen unser Riester-Rechner.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
05.08.2012 - von Manfred
Es kommt auf die Situation an
Das Aufstocken bringt sehr wohl etwas. Meine Frau kann nur durch das Aufstocken riestern. Und bei drei Kindern bringt das bei 60 Euro Eigenleistung eine Förderung von über 700 Euro im Jahr. Wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht. Man muss halt alles durchrechnen. Nur für die Rente selbst lohnt ein aufstocken wohl kaum.
25.02.2012 - von Yüksel
Und sie bringen doch nichts...
Dass Riester-Verträge sich nur für Gutverdienende und Menschen mit langer Lebenserwartung lohnen hat sich doch mittlerweile rumgesprochen und findet sogar Platz in den Massenmedien. In Sachen Minijob hat ein Anruf bei der Deutschen Rentenversicherung genügt und man hat mir sogar selbst dort geraten nicht aufzustocken, da renditemäßig dies NICHTS bringt. Meine Frage nach welchen Kriterien und Interessen versuchen Sie Meinung zu bilden? Richtige Aufklärung und Information findet man hier selten, ich habe den Eindruck irgendwessen Interessen werden hier gezielt platziert und nicht unbedingt des Verbrauchers, finden Sie nicht?
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