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06.05.2016 16:08

Riester-Rente So spart der Staat für Ihre Altersvorsorge

von Fritz Himmel Autor
Familien ohne Riester-Vertrag verschenken viel Geld – gerade in Zeiten von niedrigen Zinsen. Das Geheimnis: Die stabil hohen Zulagen vom Staat.
Riester-Rente So spart der Staat für Ihre Altersvorsorge
Gerade, wenn Sie Kinder haben, lohnt sich Riester.
Sorgen Sie sich auch um die Niedrig-Zinsen? Dann sollten Sie wissen: Während sich auf dem Finanzmarkt  die Zinsen im Sinkflug befinden, liegen bei einem Riester-Vertrag unabhängig davon die staatlichen Zulagen stabil hoch und bringen eine starke Rendite. Um die kompletten Riester-Zulagen zu erhalten, müssen Sie vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen, maximal 2.100 Euro. Das gute dabei: „Diesen Betrag braucht man jedoch nicht alleine aufbringen, denn beim Riester-Sparen fließen die staatlichen Zulagen in die Berechnung des sogenannten Eigenanteils mit ein“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Die Grundzulage für Sie als Riester-Sparer beträgt jährlich 154 Euro. Für jedes Kind spendiert Ihnen der Staat im Jahr 185 Euro dazu, für ab 2008 Geborene sind es sogar 300 Euro. „Die Kinderzulagen gibt es so lange wie auch Kindergeld fließt“, sagt Boss.

So profitieren Sie von den Riester-Zulagen

Zwei einfache Rechenbeispiele zeigen Ihnen schnell, wie die staatlichen Zulagen bei Ihrem Riester-Vertrag wirken.

Fall 1: Frau, ledig, ein Kind.

Die Mutter eines dreijährigen Kindes verdient im Jahr 18.000 Euro brutto. Bei vier Prozent ihres Gehaltes müsste sie 720 Euro im Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Der Staat schenkt ihr 154 Grundzulage und 300 Euro Kinderzulage, also insgesamt 454 Euro dazu. Somit braucht die Frau nur noch 266 Euro im Jahr selbst für ihren Riester-Vertrag aufbringen. Im Monat sind das lediglich 22,17 Euro. In ihrem Fall zahlt der Staat fast doppelt so viel in ihren Riester-Vertrag ein wie sie selbst.

Fall 2: Verheiratet, zwei Kinder.

Der Mann verdient im Jahr 40.000 Euro, seine Frau ist nicht berufstätig. Die Kinder sind drei und fünf Jahre alt. Vier Prozent des Gehalts des Mannes betragen 1.600 Euro (= 133 Euro/Monat). Er erhält nun vom Staat 154 Euro und zweimal 300 Euro Kinderzulage, somit bleibt nur noch ein Eigenanteil von 70,50 Euro im Monat für ihn übrig. Knapp die Hälfte schenkt wieder der Staat dazu. Es gibt für die Familie sogar noch mehr: Die Ehefrau hat ebenfalls Anspruch auf einen eigenen Vertrag und die Grundzulage von 154 Euro. Dafür muss sie selbst lediglich 60 Euro im Jahr in ihren Vertrag einzahlen.

Mein Fazit: Die Familie bekommt so jährlich insgesamt 908 Euro vom Staat geschenkt! Wollen Sie auf so viel Geld wirklich Jahrzehnte lang verzichten?

Wann haben Sie Anspruch auf eine Riester-Förderung?

Grundsätzlich darf jeder einen Riester-Vertrag abschließen, aber: Anspruch auf die staatliche Zulagenförderung haben nur alle gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer sowie Beamte, Soldaten, Eltern im Erziehungsurlaub, Arbeitslosengeldempfänger und Mitglieder der Künstlersozialversicherung. Zudem alle Personen, die eine Rente wegen Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit oder Versorgung wegen Dienstunfähigkeit erhalten. Auch die jeweiligen Ehepartner einer zulagenberechtigten Person können einen Riester-Vertrag abschließen und von den Zulagen profitieren.

Mein Tipp: Riester-Verträge gibt es auch ohne staatliche Zuschüsse. Wenn Sie die richtigen Produkte wählen, können dabei maximal von lukrativen Steuervorteilen profitieren, auch bei der späteren Rentenauszahlung.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
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