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10.03.2016 11:47

Vorsorge-Check Finanzsoftware für Ihre Altersvorsorge

von Max Geißler Autor
Einen objektiven Finanzcheck zur privaten Altersvorsorge – das verspricht Ihnen eine Beratungssoftware des Deutschen Instituts für Normung. Eine gute Idee?
Vorsorge-Check Finanzsoftware für Ihre Altersvorsorge
Mit einer Software zum richtigen Vorsorge-Check?
Laut Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kann ein deutscher Rentner künftig nur mit einem Netto-Rentenniveau von 50 Prozent gegenüber seinem letzten Erwerbseinkommen rechnen. Diejenigen, die nicht die 45 Beitragsjahre des zugrunde liegenden Standardrentners erreichen, müssen sogar mit weniger auskommen. Damit bewegt sich Deutschland im Vergleich der Industrieländer am unteren Rand der Skala. Sehr gut haben es hingegen die Österreicher, die mit über 90 Prozent Rentenniveau rechnen können, so die OECD.

Schritt eins: Sichern Sie Ihre Lebensrisiken ab

"Ein sinkendes Rentenniveau führt automatisch zu einer größeren Versorgungslücke im Alter", warnt Stephan Moltzen, Vorsorge-Experte der Deutschen Bank. Private Finanzplanung sei deshalb wichtiger denn je. Eine Voraussetzung dafür ist ein umfassender Finanzcheck. Er schaffe die Basis für strategische Entscheidungen zu Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Wer einen persönlichen Finanzfahrplan aufstellen will, der benötigt Klarheit über seine aktuelle Vermögenssituation und über Wünsche und Ziele in der Zukunft. Laut Moltzen sollten Sie sich vorab drei Fragen stellen:

1. Besitze ich grundlegenden Basisschutz, damit die Familie im Ernstfall abgesichert ist? Eltern sollten zum Beispiel über eine Risikolebensversicherung nachdenken und über eine
private Haftpflichtversicherung.

2. Ist meine Altersversorgung ausreichend? Wie steht es um die Absicherung meiner Arbeitskraft? Hier ist an die private Altersvorsorge sowie an eine Berufsunfähigkeitsversicherung und Absicherung im Pflegefall zu denken.

3. Wie sieht meine Vermögensplanung aus? Hier geht es um das gewünschte Kapital in der Zukunft und die dafür notwendige Sparleistung.

Mein Tipp: Bei der Altersvorsorge sollten Sie nicht nur auf Wohneigentum setzen.
 

Schritt zwei: Machen Sie den Finanzcheck nach DIN-Norm

Nachdem Klarheit über die individuelle Absicherung und die persönlichen Vermögenswünsche herrscht, gilt es die aktuelle Finanzlage zu checken. Damit dies möglichst objektiv und effizient geschieht, haben Finanzexperten für das Deutsche Institut für Normung (DIN) einen standardisierten Fragenkatalog entwickelt. Die DIN-Norm nennt sich Spec 77222 und steht sowohl Bankberatern als auch Privatanlegern offen. Die Finanzanalyse enthält wichtige Eckdaten, zum Beispiel zu Inflationserwartung und möglichen Rentensteigerung in der Zukunft. Ziel des Programms ist es, den persönlichen Finanzbedarf so objektiv wie möglich zu erfassen und mit klaren Zielgrößen zu verknüpfen, etwa die Höhe der erforderlichen privaten Alterssicherung.

Abgefragt werden zunächst Basisdaten wie Familienstand und Einkommen. Zusätzlich werden persönliche Ziele berücksichtigt, etwa der geplante Bau oder Kauf eines Eigenheims. "Anschließend erfolgt eine Finanzanalyse in den Bereichen Basisschutz, Absicherung und Vermögensplanung", erläutert Moltzen. Am Ende erhalten Sie einen individuellen Finanzfahrplan mit Handlungsempfehlungen. Dadurch können Sie gut erkennen, wo Sie finanziell bereits gut aufgestellt ist und wo noch Handlungsbedarf besteht.
 

Schwachstellen des Programms

Vorsorgesparer können den Finanzcheck nach DIN-Standard entweder mit ihrem Bank- oder Vermögensberater durchführen, oder privat zu Hause. Gebührenfrei ist die Analyse aber nur bei Mithilfe der Bank oder eines Finanzfachmanns. Wer eine Eigenanalyse durchführen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Die Software kostet einmalig 149 Euro oder im Abonnement monatlich 49 Euro. Ob die Ergebnisse des Tests wirklich brauchbar sind, darüber streiten sich die Experten. Kritiker bemängeln, dass zum Beispiel das Thema „Steuern“ beim Vermögensaufbau überhaupt nicht berücksichtigt wird. Zudem seien viele Renditehochrechnungen zu hoch angesetzt, da sie mit Vergleichswerten aus der Vergangenheit arbeiten. Das führe zu falschen Ergebnissen für die Zukunft und zu hohen Verlusten bei konservativen Anlegern.
 

Mein Fazit

Auch ein Programm, das die deutschen Qualitätsnormen des DIN-Standards erfüllt, ist nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen. Unabhängige und wirklich aussagekräftige Finanzberatung zu finden, ist Glückssache. Dennoch sollten sich gerade finanzielle Laien nicht scheuen, verschiedene Beratungstermine wahrzunehmen, um mit der Zeit ein umfassendes Bild von der eigenen Risikovorsorge und notwendigen Altersvorsorgemaßnahmen zu erhalten.

Mein Tipp: Ein Blick in unsere Vergleichsrechner aus den Themengebieten Private Rentenversicherung, Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung gibt einen Anhaltspunkt, was preiswerter Schutz höchstens kosten darf.

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