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14.01.2015 11:30

Betriebliche Altersvorsorge Betriebsrente – am besten automatisch

von Horst Peter Wickel Autor
Die betriebliche Altersversorgung sollte neben der gesetzlichen Rentenversicherung eigentlich die zweite Säule der Altersvorsorge sein, aber noch immer verschenken rund zwei Drittel der Bundesbürger die staatliche Förderung.
Betriebliche Altersvorsorge Betriebsrente – am besten automatisch
Die meisten Arbeitnehmer fänden es gut, wenn aus ihrem Gehalt automatisch eine Betriebsrente wachsen würde
Seit 2002 können Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung Teile ihres Lohns oder Gehalts steuer- und sozialabgabenfrei für die Altersvorsorge nutzen. Seit 2015 wird der Spielraum sogar größer - Ursache hierfür ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West auf 72.600 Euro. Da bei der Gehaltsumwandlung aus Bruttolohn Einzahlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begünstigt sind, können Arbeitnehmer statt 2.856 Euro ab diesem Jahr 2.904 Euro Gehalt umwandeln. Das entspricht monatlichen Einzahlungen von 242 Euro. Dieser Wert gilt einheitlich für das gesamte Bundesgebiet.

Falsche Ansichten bei der betrieblichen Altersvorsorge

Aber viele Arbeitnehmer zeigen wenig Interesse. Bei einer aktuellen repräsentativen Infratest-Umfrage lehnten mehr als die Hälfte der Befragten die betriebliche Altersversorgung ab, sie können mit der aktuellen Ausgestaltung der betrieblichen Altersvorsorge wenig anfangen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich falsche Ansichten festgesetzt haben, etwa zur Übertragbarkeit bei einem Wechsel des Arbeitgebers.
Von den Befragten, die keine betriebliche Altersvorsorge besitzen, lehnt die Hälfte davon diese kategorisch ab mit der Begründung „lohnt nicht“ oder „Vertrag nicht übertragbar“ bei Arbeitgeberwechsel. Beides ist aber nicht richtig. Allerdings müssten sich Arbeitnehmer selbst um die betriebliche Altersvorsorge kümmern und diese Vorsorgemöglichkeit aktiv bei ihrem Arbeitgeber einfordern. Gerade bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) stagniert die Verbreitung auf niedrigem Niveau. „Die besondere Herausforderung besteht darin, die bAV über 3,6 Millionen KMU mit ihren 14,3 Millionen Beschäftigten näher zu bringen“, heißt es in einem Vorschlagspapier der Öffentlichen Versicherer aus dem August 2014.
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Die meisten Arbeitnehmer, nach Infratest-Angaben rund 70 Prozent, fänden es gut oder sehr gut, wenn ihnen der Arbeitgeber automatisch einen bestimmten Betrag vom Gehalt steuer- und sozialabgabenfrei für die Altersvorsorge abziehen würde. Vor allem die jüngere Generation ist davon begeistert – über 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind dieser Ansicht. Bei einer solchen Ausstiegsoption (auch Opting-out genannt) würde jeder neu eingestellte Arbeitnehmer quasi unaufgefordert eine betriebliche Altersvorsorge erhalten – es sei denn, er spricht sich ausdrücklich dagegen aus.

Arbeitsministerium will betriebliche Altersvorsorge stärken

Nach Plänen des Arbeitsministeriums zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge sollen gemeinsame Pensionseinrichtungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften gestärkt werden. Dazu soll es Tarifparteien künftig erleichtert werden, gemeinsame Versorgungseinrichtungen aufzubauen. Zunächst von Arbeitgebern und Gewerkschaften errichtet, plane das Arbeits- und Sozialministerium nach Angaben der FAZ im Folgeschritt flächendeckend Allgemeinverbindlichkeitserklärungen für diese Versorgungswerke. Der Ausbau von vertriebsarmen Versorgungswerken könnte dann zu recht kosteneffizienten Produkten führen.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
26.03.2015 - von Peter H.
Zu viele Kürzungsfaktoren
Künftige Betriebsrenten werden bei Arbeitnehmern, deren Entgelt unter der Beitragsbemessungsgrenze von aktuell 6.050 € pro Monat in der gesetzlichen Rentenversicherung West liegt, gleich dreifach gekürzt. Die gesetzliche Rente fällt infolge der ersparten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geringer aus und gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner müssen den vollen Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von aktuell bis zu 18,8 % der Betriebsrente zahlen. Schließlich wird die Betriebsrente nachgelagert und daher mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. So kommt es, dass die Netto-Betriebsrente im Alter in vielen Fällen auf die Hälfte absinken kann. Von dem was in die Taschen von Versicherung und Vermittler landen mal hier ganz abgesehen, was im Grunde einen 4. Kürzungsfaktor darstellt. Wenn man aber in der Beitragsphase die Hälfte des Bruttobeitrags bei den Sozialabgaben und Steuern einspart und andererseits in der Rentenphase die Hälfte der Brutto-Betriebsrente für die dreifache Kürzung abgeben muss, lohnt sich die betriebliche Altersversorgung kaum noch. Das gilt vor allem dann, wenn es keinen Arbeitgeberzuschuss zum Beitrag gibt und die betriebliche Altersversorgung somit rein arbeitnehmerfinanziert wird.
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