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07.03.2013 10:42

Gesetzliche Rente Rentenplus durch freiwillige Beiträge

von Rolf Winkel Autor
Freiwillige Rentenbeiträge für 2012 müssen bis 2. April 2013 bei der Rentenversicherung eingehen. Das kann sich richtig lohnen.
Gesetzliche Rente Rentenplus durch freiwillige Beiträge
Mit freiwilligen Einzahlungen lässt sich passgenau die spätere Rente aufarbeiten
Freiwillig einzahlen können nahezu alle, die noch keine Rente erhalten und in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) nicht pflichtversichert sind. Also beispielsweise Selbstständige, Hausfrauen oder -männer, aber auch Anwälte, Steuerberater oder Ärzte, die über eine Kammer rentenversichert sind. Auch wer bereits eine Rente wegen Erwerbsminderung oder eine Altersteilrente erhält, kann sich freiwillig versichern. Die freiwilligen Beiträge zählen dann mit, wenn die Betroffenen später die volle Altersrente erhalten. Lohnenswert ist die Einzahlung auch für baldige Rentner, die zum Beispiel schuldenfrei sind und kurz vor Rentenbeginn eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen. Sie können einen Teil des Geldes nutzen, um dauerhaft und risikolos ihr Altersruhegeld aufzubessern.


Wie hoch dürfen freiwillige Beiträge zur Rente sein?

Für 2012 müssen pro Versicherungsmonat mindestens 88,20 Euro gezahlt werden, höchstens können es 1.097,60 Euro sein. Dazwischen können sich freiwillig Versicherte die Beitragshöhe aussuchen – ganz wie sie wollen. 2013 liegen die Monatsbeiträge zwischen 85,05 und 1.096,20 Euro.
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Rentenansprüche durch freiwillige Beiträge

Freiwillige Beiträge sichern manchmal erst den Anspruch auf Altersrente. Um zum regulären Rentenalter (derzeit 65 Jahre und zwei Monate) eine Altersrente zu bekommen, müssen mindestens fünf Versicherungsjahre nachgewiesen werden. Wer auf weniger als fünf Jahre kommt, kann die fehlende Zeit durch freiwillige Beiträge „auffüllen“. Das gilt genauso für die „Wartezeit“ von 35 Jahren. Nur wer diese erfüllt, kann bereits mit 63 die vorzeitige Altersrente für langjährig Versicherte erhalten.


Rentenhöhe

Freiwillige Beiträge steigern zudem die Rente. Als Faustregel gilt: 1.000 Euro an Beitrag pro Jahr bringen später rund 53 Euro jährlich (4,40 Euro monatlich) mehr an Rente. Angesichts der gesunkenen Renditen der privaten Rentenversicherungen sind freiwillige Beitragszahlungen an die GRV gerade für rentennahe Jahrgänge lukrativ. Ein Beispiel: Ein freiwillig Versicherter will im Juli 2013 in Altersrente gehen. Von Januar 2012 bis Juni 2013 zahlt er jeweils die höchstmöglichen freiwilligen Monatsbeiträge ein. Das sind insgesamt 19.748 Euro für die 18 Monate. Er erhält dann ab Juli 2013 eine um 86,81 Euro höhere Monatsrente. Hinzu kommt noch die jährliche Rentensteigerung.

Vergleich mit Sofortrente

Eine Einzahlung des gleichen Betrags in eine private Sofortrente bringt einem 65-Jährigen beim Spitzenreiter des Biallo-Vergleichrechners zur Sofortrente (Europa Versicherung, Tarif: E-R1) eine Monatsrente von 75,91 Euro. Bei der Privatrente ist für ihn innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Rentensteigerung von 17,7 Prozent prognostiziert. Zum Vergleich: Die Bundesregierung sagt bei den gesetzlichen Renten in diesem Zeitraum bei der „mittleren Lohnvariante“ eine Steigerung von 25,9 Prozent voraus.

Sozialversicherungsbeiträge

Von der gesetzlichen Rente gehen allerdings bei Pflichtversicherten rund zehn Prozent als Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung. Diese Beiträge fallen bei der Sofortrente nicht an – außer bei freiwillig gesetzlich Krankenversicherten.
 

Freiwillige Beiträge sind von der Steuer absetzbar

Dafür gibt es bei der Steuer ein deutliches Plus für die freiwilligen Beiträge zur GRV. Diese können 2013 zu 76 Prozent von der Steuer abgesetzt werden. Ein Selbstständiger, der in diesem Jahr 19.748 Euro in die GRV einzahlt, kann damit gut 15.000 Euro von der Steuer absetzen. Bei einem Steuersatz von 30 Prozent bringt dies eine Steuerersparnis von 4.500 Euro. Einzahlungen in die Sofortrente können dagegen in der Regel nicht steuerlich geltend gemacht werden. Die Sofortrente punktet dafür in der Zeit des Rentenbezugs durch eine niedrigere Steuerbelastung. Das bringt allerdings aufgrund der insgesamt niedrigeren Einkünfte im Alter meist nur relativ wenig.

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