Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Mittwoch, 28.09.2016 07:07 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Altersvorsorge > Hinterbliebenenrenten
Artikel bewerten:
AAA
22.06.2012 15:16

Hinterbliebenenrenten Was sich zum 1. Juli für Witwen und Witwer ändert

von Rolf Winkel Autor
Rund 5,5 Millionen Witwen und Witwer erhalten Hinterbliebenenrenten der gesetzlichen Rentenversicherung. Zum 1. Juli werden ihre Renten in der Regel erhöht - manche erhalten aber auch weniger. Was ändert sich und worauf ist zu achten?
Hinterbliebenenrenten Was sich zum 1. Juli für Witwen und Witwer ändert
Zum 1. Juli eines jeden Jahres werden Rentenzahlungen angepasst und das Einkommen von Witwen und Witwer überprüft
Rentenerhöhung: Genau wie die Altersrenten steigen im Prinzip auch die Hinterbliebenenrenten zum 1. Juli 2012 um gut zwei Prozent an: Aus einer Witwen- oder Witwerrente von 500 Euro werden dann rund 511 Euro – aber nur, wenn sich das Einkommen, das auf die Rente angerechnet wird, nicht ändert. Wichtig ist also, wie das Einkommen angerechnet wird.

Nettoeinkommen und Freibeträge: Hierbei hat die Rentenversicherung ihre eigenen Regeln. Das (rechnerische) Nettoeinkommen von Arbeitnehmern wird beispielsweise ermittelt, indem vom Bruttoeinkommen pauschal 40 Prozent abgezogen werden. Aus 1.500 Euro brutto werden so 900 Euro netto. Das so errechnete Nettoeinkommen wird einem jährlich angepassten Freibetrag gegenübergestellt. Dieser wird zum 1. Juli 2012 auf 741,05 Euro (West) bzw. 657,89 Euro (Ost) erhöht. Beispiel: Eine in Teilzeit arbeitende Witwe aus München hat Nettoeinkünfte von 900 Euro. Der Freibetrag wird in diesem Fall um 158,95 Euro überschritten. Dieser Betrag wird nur zu 40 Prozent auf ihre Witwenrente angerechnet. Das sind im Beispielfall 63,58 Euro. Eine (volle) Witwenrente von 560 Euro wird damit auf 496,42 Euro gekürzt. Diesen Betrag erhält die Witwe zusätzlich zu ihrem Arbeitseinkommen.
Mehr Einkommen ab 1. Juli: Das anzurechnende Einkommen wird in der Regel einmal im Jahr überprüft – und zwar zum 1. Juli. Steigt das Einkommen nach diesem Termin, so spielt dies zunächst keine Rolle, wie Stefan Braatz von der Deutschen Rentenversicherung Bund erklärt: „Ein höherer Verdienst, der sich etwa aufgrund eines Wechsels von Teilzeit- in Vollzeitarbeit ergibt, wird erst ab dem 1. Juli des nächsten Jahres berücksichtigt“. Eine Witwe, die ab dem 2. Juli 2012 mehr verdient, erhält also erst ab dem 1. Juli 2013 weniger Witwenrente. Achtung: Diese günstige Regel gilt nur dann, wenn sich bereits bestehendes Einkommen erhöht – nicht jedoch, wenn neues Einkommen hinzukommt. Für Witwen, die vorher nicht berufstätig waren und einen Job neu aufnehmen, gilt dies also nicht.
Weniger Einkommen ab 1. Juli: Sinkt aber das Einkommen, das auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird, erheblich, so wird der Anrechnungsbetrag auf Antrag sofort neu berechnet. Als erheblich gilt eine Einkommensminderung um wenigstens zehn Prozent (Paragraf 18 b des vierten Sozialgesetzbuchs). Verpasst ein Hinterbliebener die rechtzeitige Antragstellung, so muss die Einkommensminderung bei der nächsten turnusmäßigen Rentenüberprüfung auch rückwirkend berücksichtigt werden.

„Nullrentner“: Es gibt rund eine halbe Million „Nullrentner“. So werden in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung Witwen und Witwer genannt, die wegen ihres zu hohen Einkommens gar keine Hinterbliebenenrente erhalten. Sobald ihr Einkommen – etwa weil sie selbst in den Ruhestand gehen – deutlich sinkt, lebt ihr Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente sofort wieder auf. Dafür muss niemand bis zum 1. Juli warten. „Der Antrag kann jederzeit gestellt werden“, sagt Rentenexperte Braatz. Wird rückwirkend ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente festgestellt, steht den Betroffenen für bis zu vier Jahre rückwirkend eine Rentennachzahlung zu.

Wollen Sie mehr wissen? Unser kostenloses sechsseitiges Dossier informiert Sie ausführlich zum Thema.

326
Vergleich Sofort-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Download starten

Jetzt kostenlos herunterladen

Unsere Downloads sind den Lesern unseres kostenlosen Newsletters vorbehalten. Geben Sie deshalb bitte hier Ihre E-Mail-Adresse an, bestellen Sie den Newsletter und Sie bekommen den Download an die angegebene Adresse gesandt.

Wichtiger Hinweis: Sollten Sie die Mail nicht innerhalb der nächsten Minuten erhalten, schauen Sie bitte in Ihren Spam-Ordner! Sind Sie bereits Newsletter-Abonnent, geben Sie einfach die E-Mail-Adresse an, mit der Sie bei uns den Newsletter bestellt haben und Sie bekommen den Link zum Download per E-Mail zugesandt.

Ihre Email-Adresse:

Mit dem Anfordern des Downloads bestelle ich den kostenlosen Newsletter von biallo.de. Ich kann mich jederzeit wieder abmelden. E-Mail an info@biallo.de genügt. Für die Nutzung der Downloads gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Syda Productions / Shutterstock.com ID:7009
Nach oben
Anzeige
Newsletter
i1
i2
i3
i4
Jetzt abonieren
© 2016 Biallo & Team GmbH Partnerseiten: