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24.06.2013 11:21

Weiterarbeit mit 65 wird zur Massenerscheinung Bis zu zehn Prozent mehr Rente pro Beschäftigungsjahr

von Rolf Winkel Autor
Weiterarbeiten statt den Ruhestand genießen - geht das überhaupt? Und welche Folgen hat das für die Rente?
Bei Weiterarbeit mit 65 Jahren Bis zu zehn Prozent mehr Rente pro Beschäftigungsjahr Finanzportal Biallo.de
Den Ruhestand genießen oder doch noch ein zwei Jahre im Job dranhängen?
Immer mehr Menschen arbeiten auch im Rentenalter weiter. Das ergibt sich aus Zahlen, die Bundesregierung und Arbeitsagenturen vorgelegt haben. Danach hatten im September 2012 mehr als 170.000 Menschen jenseits der 65 eine sozialversicherungspflichtige Stelle, die meisten von ihnen sogar einen Vollzeitjob.

„Ich erwarte nur knapp 1.000 Euro Rente und meine Frau ist vor zwei Jahren gestorben. Warum soll ich dann jetzt schon in den Ruhestand gehen?“, fragte sich Heinz S. Im September 2012 wurde er 65, deshalb hätte der gelernte Anlagenbauer ab November 2012 die reguläre Altersrente erhalten können. Doch erst einmal hat er noch ein Jahr drangehangen - "mindestens", sagt er. Prinzipiell geht das, sagt Michael Felser, Rechtsanwalt aus dem rheinischen Brühl. Er rät interessierten Älteren zu einem „frühzeitigen Check ihres Arbeitsvertrags“.
Befristung oder Kündigung: Wenn es im Arbeitsvertrag keine altersmäßige Begrenzung und auch keinen Verweis auf einen Tarifvertrag mit einer entsprechenden Altersregelung gibt, läuft das Arbeitsverhältnis mit 65 ganz normal weiter. „Denn eine Kündigung aus Altersgründen ist verboten“, so Felser. Wem also mit 65 unter Verweis auf sein Alter gekündigt wird, kann dagegen klagen und wird in aller Regel vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen. Eine Befristung des Arbeitsvertrags bis zum regulären Rentenalter ist dagegen erlaubt. Diese Regelung dürfte sich in den meisten neueren Arbeitsverträgen finden. Für den Jahrgang 1948 liegt die Grenze für das Ende der Beschäftigung damit bei 65 Jahren und zwei Monaten. Für jeden jüngeren Jahrgang steigt diese Grenze zunächst um einen weiteren Monat an. Im Vertrag von Heinz S. stand – wie in vielen älteren Arbeitsverträgen – noch die alte Altersgrenze von 65 Jahren. Das interpretieren die meisten Juristen dann aber „nicht wörtlich, sondern sinngemäß“, so Felser. „Damit ist nicht das exakte Alter gemeint, sondern die Regelaltersgrenze für die Rente – und die lag bis 2011 bei 65 Jahren“. Das Arbeitsverhältnis von Heinz S. endete somit automatisch Ende Oktober 2012. Doch er vereinbarte mit seinem Arbeitgeber einen neuen Arbeitsvertrag. Möglich ist dabei auch eine Verkürzung der Arbeitszeit – und eine Befristung des Vertrags.

Arbeitsrecht und Sozialversicherung: Arbeitsrechtlich ändert sich für Beschäftigte jenseits der 65 wenig. Sie haben – genau wie Jüngere – Anspruch auf Urlaub, für sie gilt das Kündigungsschutzgesetz und im Krankheitsfall steht ihnen eine sechswöchige Entgeltfortzahlung zu. Danach bekommen sie allerdings nur für eine (kurze) Übergangsfrist Krankengeld. Die Krankenkasse kann sie nämlich zum Rentenantrag auffordern. Mit der (Voll-)Rente entfällt dann das Krankengeld – ebenso wenn das Altersruhegeld trotz Aufforderung nicht innerhalb von zehn Wochen beantragt wird. Zudem erhalten die Betroffenen bei Verlust ihres Jobs kein Arbeitslosengeld. Dafür müssen die Senioren-Arbeitnehmer selbst auch keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abführen. In die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung dagegen zahlen sie die gleichen Beiträge ein wie Jüngere.
Rentenplus: Wer mit Erreichen des regulären Rentenalters weiterarbeitet, wird später mit einer deutlich höheren Rente belohnt. Die Altersrente fällt pro Monat des späteren Einstiegsalters um 0,5 Prozent höher aus. Wenn Heinz S. noch ein Jahr dranhängt und erst mit 66 Jahren und einem Monat Rente beantragt, steigt sein Altersruhegeld also allein deshalb schon um sechs Prozent. Durch die weiter gezahlten Rentenbeiträge summiert sich das Rentenplus – je nach Höhe seiner beitragspflichtigen Einkünfte – sogar auf acht bis zehn Prozent.

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