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16.01.2013 10:47

Sofortrente Steuervorteil nutzen

von Fritz Himmel Autor
Eine spezielle Form der privaten Rentenversicherung ist die Sofortrente. Dem Ruheständler winkt dabei ein lebenslanger Steuerbonus auf seine Bezüge.
Sofortrente
Bei der Sofortrente greift der Fiskus nur auf den Ertragsanteil zu
Statt jahrelangen Beitragszahlungen, der Einhaltung von Mindestwartezeiten und dem Erreichen einer festgeschriebenen Altersgrenze, folgt die Sofortrente einem anderen Prinzip. Hier zahlt der Versicherungsnehmer einen bestimmten Beitrag, beispielsweise 50.000 oder 100.000 Euro auf einmal ein und erhält dafür umgehend den Anspruch auf eine lebenslange Rente.

Deutliche Steuervorteile bei der Sofortrente

Zudem winkt - ebenfalls lebenslang - ein Steuerbonus: Das Finanzamt greift hier bei der Auszahlung nur auf den sogenannten Ertragsanteil zu. Dieser Ertragsanteil ist ein fester Prozentsatz der bezogenen Rente, der sich nach dem Alter bei Rentenbeginn richtet und während der gesamten Rentenbezugszeit gleich bleibt.
In der Praxis sieht das so aus: Herr A. ist 65 Jahre alt. Laut Ertragsanteils-Tabelle (Paragraf 22 EstG) beträgt der Ertragsanteil für die sofort beginnende Rente für ihn 18 Prozent. Das heißt, nur diese 18 Prozent der Rente gelten als Einkunft und sind in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Erhält Herr A. pro Monat zum Beispiel 500 Euro Sofortrente braucht er davon also nur 90 Euro (18 Prozent) mit seiem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Unterstellt man als Ruheständler einen Steuersatz von 25 Prozent, so fallen tatsächlich für ihn nur 22,50 Euro monatlich an Steuern an. Da es aber für Rentner noch Freibeträge gibt, geht der Fiskus in der Regel komplett leer aus.

Ertragsanteils-Tabelle (seit dem 1.1.2005, § 22 EstG)

Rentenalter des
Rentenberechtigten

bei Beginn der
Rentenzahlung

(vollendete Lebensjahre)

Ertragsanteil
in Prozent
%

Rentenalter des  Rentenberechtigten

bei Beginn der
 Rentenzahlung

(vollendete Lebensjahre)

Ertragsanteil
in Prozent
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Nur dieser Ertragsanteil einer Rente unterliegt der Besteuerung.
Quelle: Einkommensteuergesetzes (EStG).

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Lohnendes Geschäft für "Steinalte"

Weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt: Anders als bei vielen anderen Formen der Kapitalanlage erfolgt die Rentenzahlung hier auch dann noch, wenn das eigentliche Kapital längst aufgezehrt ist. Bei den Experten der Stiftung Warentest heißt es deshalb: „Rentenversicherte, die steinalt werden, haben ein gutes Geschäft gemacht.“ Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss: Stirbt der Versicherte früh, so besteht die Gefahr, dass nur ein geringer Teil der eingezahlten Summe in Form der Rente an ihn zurückfließt. Das Restkapital verbleibt dann beim Versicherer, es sei denn man schließt eine Police mit eingebautem Hinterbliebenenschutz ab. Dann erhalten die Erben entweder das Restkapital ausbezahlt oder noch für einige Jahre die Rente weiter.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
23.01.2016 - von Nur Hmanda
Steuer auf bereits versteuertes Geld
Was Andreas Kunze schon 2013 beschreibt, gilt auch 2016. Trotzdem wird die Sofortrente als Rente mit Steuervorteil beworben. Für mich eine Sache für den Staatsanwalt. Denn diese Aussage ist nachweislich und wider besseres Wissen falsch. Kein Berater weist darauf hin, dass das Geld, das ich anlege, noch einmal versteuert wird und nicht etwa nur der Ertrag aus dem Kapital. Weiß nicht, welcher blöde (oder schlaue?)Politiker sich das ausgedacht hat. Das ist bis auf wenige Ausnahmen für den Versicherten Geldvernichtung staatlich legitimiert (aber: der Staat kassiert ja mit). Warum sollte er es also ändern?
18.01.2013 - von Rainer N.
Rente, Rente, Rente etc.
Genau immer mehr Rente, damit später die lebenserhaltenden Maschinen angelassen werden können und der Mensch zur Geldmaschine wird. Aber im ernst:1) zahlen viele Rentner gar nicht so viele Steuern und 2) wenn ja, dann ist die Abgeltungssteuer sowieso der Vorteil schlechthin. Keiner zahlt gerne Steuer und mit dem "Steuerargument" (...welches gar keins ist...) kann man Menschen locken. Es gibt immer dumme die nix tun wollen und dem Verkäufer glauben wollen. Wenn man sein Geld fast komplett aus der Hand geben muss um evt. erst 20 Jahre später rechnerische Vorteile daraus zu ziehen, dann ist das dumm. P.S. im übrigen kann ich auch noch mit 85 Jahren noch eine Rente einkaufen. Aber mit 65 bzw. 67 Jahren schon den Schritt gehen ist nicht gerade clever.
17.01.2013 - von Antwort der Redaktion
@Andreas Kunze
Da geben wir Ihnen schon Recht - aber nur, wenn die betreffende Person rechtzeitig stirbt und der Kapitalertrag wirklich mickrig ist. Ist aber das eingezahlte Geld beispielsweise aufgebraucht und die Ruheständler leben immer noch, was bei wachsender Lebenserwartung auf immer mehr Menschen zutrifft, dann fließt trotzdem die Rente weiter und weiter und zwar als dauerhafte Rendite und als dauerhafter Steuerbonus. Dann sieht es bei Riester, Rürup und Co. steuerlich schon viel düsterer aus.
16.01.2013 - von Andreas Kunze
Es gibt keinen Steuervorteil
Sorry, aber es ist ein ewiges Märchen, das da verbreitet wird. Es gibt nämlich keinen Steuervorteil bei der Sofortrente. Wer z.B. 100.000 Euro einzahlt und nun eine Sofortrente erhält, bekommt im Wesentlichen sein eigenes Geld zurück. Es ist doch logisch, dass er darauf keine Steuern zahlen muss. Wer sein Geld nach und nach vom Kopfkissen wegnimmt, muss auch keine Steuern zahlen. In der Sofortrente steckt nur ein kleiner Anteil Kapitalertrag, der pauschal versteuert wird. Eben mit dem Ertragsanteil. Wenn der Kapitalertrag eines Lebensversicherers schlecht ausfällt, kann diese Pauschale sogar zum Steuernachteil werden. Ausführlich habe ich das Thema mal im Finblog beschrieben, und zwar unter http://www.finblog.de/2008/03/17/der-18-prozent-bluff Viele Grüße, Andreas Kunze
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