Tesla

Kaufprämie E-Auto Lohnt sich umweltfreundlich jetzt?

von Anja Lang
12.05.2016
Auf einen Blick

Mit einer Kaufprämie von 4.000 soll der Ladenhüter Elektroauto mehr Freunde finden. Lohnt sich der Kauf von E-Autos jetzt auch finanziell?

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Eine Million Elektrofahrzeuge sollen – nach dem Willen von Angela Merkel  -  2020 auf Deutschlands Straßen fahren. Von diesem Ziel ist die Realität aber noch meilenweit entfernt. Laut Kraftfahrtbundesamt, sind bislang gerade mal knapp 19.000 reine Elektrofahrzeuge sowie rund 108.000 Plug-In-Hybrid-Modelle hierzulande unterwegs.

Der Grund: Elektrofahrzeuge sind in der Anschaffung bislang noch deutlich teuer, als vergleichbare Benziner- bzw. Dieselmodelle. Außerdem lässt auch die Reichweite noch immer zu wünschen übrig. Die bisherigen Anreize in Form von Steuerbefreiung, vergünstigten Parkgebühren, etc., haben die Kauflust der Deutschen aber nicht wirklich beflügelt. Deshalb hat die Bundesregierung jetzt noch eine Schippe draufgelegt.

Ab Mai 2016 dürfen Sie sich über eine neue Kaufprämie für Elektrofahrzeuge  freuen. Beim Kauf eines reinen Elektrofahrzeugs bis 60.000 Euro, erhalten Sie 4.000 Euro Kaufprämie. 3.000 Euro gibt´s, wenn Sie sich für einen neuen Plug-In-Hybrid entscheiden. Die Kosten der Kaufprämie teilen sich der Bund und die Autohersteller.

Kaufprämie: Elektroauto jetzt billiger als Benziner oder Diesel?


Klingt gut, aber macht die neue Kaufprämie das Elektro-Auto jetzt auch finanziell  zu einer Alternative gegenüber Benzin- oder Dieselmodellen? Diese Berechnung hat der ADAC aktuell für zwölf E-Modelle durchgeführt und die Gegenrechnung jeweils auch für die vergleichbaren Benzin- sowie teilweise auch Dieselvarianten gemacht. Grundlage der Berechnung waren, neben dem Anschaffungspreis, der Wertverlust, Kraftstoff- bzw. Stromkosten, die Werkstatt- und Reifenkosten sowie Steuern und Versicherung – bei einer Haltedauer von vier Jahren und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern.

Elektroauto: Auch mit Kaufprämie im Unterhalt meist teurer

Das Ergebnis enttäuscht: Auch mit Kaufprämie bleibt die überwiegende Zahl der Elektrofahrzeuge noch deutlich teuer, als konventionell angetriebene Modelle. Bei zehn der insgesamt zwölf untersuchten Elektrofahrzeuge zahlen Sie immer noch zwischen vier bis zehn Cent mehr für den gefahrenen Kilometer. Ein Kilometer mit dem VW e-up! zum Beispiel kostet Sie satte10,6 Cent mehr, als mit dem das vergleichbaren Benzin-Modell. Bei 15.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr kostet Sie die E-Variante von VW damit 1.590 Euro mehr als der Benziner  - und das trotz Kaufprämie. 

Für einen Kilometer mit dem BMW i3 zahlen Sie, bei gleicher Jahresfahrleistung, 51,8 Cent. Den modellähnlichen Mini Cooper Diesel fahren Sie aber schon für 42,9 Kilometer-Cent. Macht  also – trotz Kaufprämie - immer noch 1.335 Euro mehr pro Jahr für den Elektro-BMW. Vergleichsweise wenig zahlen Sie drauf, wenn Sie sich für einen Ford Focus Electric entscheiden. Gegenüber dem Focus mit Benzinmotor fahren Sie hier nur 5,6 Cent pro Kilometer teurer. Macht bei 15.0000 Kilometern Jahresfahrleistung aber immer noch Mehrkosten von 840 Euro.

Wie rentabel sind Elektroautos?

Marke/Modell
Kraftstoff
Grundpreis in Euro
Sparpotential / Mehrkosten pro Jahr in Euro 
 
Cent pro Kilometer
Mercedes B 250 e
Strom
39.151
- 540
62,1
Mercedes B 220
Superbenzin
33.881
+ 540
65,7
KIA Soul EV
Strom
30.790
- 90
46,9
 
KIA Soul 1.6 GDISpirit
Superbenzin
22.790
+ 90
47,5
VW e-up!
Strom
26.900
+ 1.590
41,3
 
VW up!
Superbenzin
15.805
- 1.590
32,8
 
BMW i3
Strom
34.950
+ 1.335
51,8
 
Mini Cooper 5DSteptronic
Diesel
28.300
 
- 1.335
42,9
Ford Focus Electric
Strom
34.900
+ 840
 
56,6
Ford Focus 1.5 Eco Boost Start/Stopp
Superbenzin
25.310
- 840
51,0

Quelle: ADAC e.V.

Alle Kosten und Preise in Euro bzw. Eurocent je km inkl. Steuern je Monat über eine Haltedauer von 4 Jahren mit jeweils 15.000 lm Fahrleistung pro Jahr.

Über 500 Euro sparen Sie mit Stromern von Mercedes und Kia-Elektroauto

Nur mit zwei E-Modellen fahren Sie, laut ADAC, billiger, als mit herkömmlichen Antriebsvarianten:

  • Mit dem Elektro-Mercedes B 250e sowie dem Kia Soul EV. Mit dem Stromer von Mercedes sparen Sie gegenüber der Benzin-Variante immerhin 3,6 Cent pro gefahrenem Kilometer. Bei 15.000 Jahreskilometern sind das 540 Euro mehr pro Jahr im Geldbeutel.
  • Auch, wenn Sie sich für einen Kia Soul EV entscheiden, fahren Sie billiger als mit dem benzinsaugenden Zwilling: 0,6 Cent sparen Sie mit dem Stromer von Kia. Damit sparen Sie pro Jahr immerhin 90 Euro und leisten dabei noch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Denn E-Autos machen keinen Lärm und blasen keine giftigen Abgase in die Luft.  Verbilligte Parkgebühren, Nutzung der Busspur und Sonderparkplätze gibt´s noch obendrauf.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
572,01
1,92%
bis 4,99%
572,01
2.
576,89
2,49%
bis 5,99%
576,89
576,89
2,49%
bis 5,89%
576,89
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