Teure Autos zahlen mehr

Neue Typ- und Regionalklassen 2017 Teure Autos zahlen mehr

Max Geißler
von Max Geißler
02.10.2016
Auf einen Blick
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typ- und Regionalklassen für 2017 neu berechnet. Teurer wird es vor allem für Premium-Marken.
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Die Höhe der Kfz-Versicherung wird entscheidend davon beeinflusst, in welche Typ- bzw. Regionalklassen Ihr Fahrzeug eingestuft ist. Die Typklasse errechnet sich aus der Schadens- und Unfallbilanz, welche die einzelnen Modelle in den vergangenen drei Jahren verursacht haben. Dabei gilt: Automodelle mit wenig Schäden und geringen Reparaturkosten werden in niedrige Typklassen eingeordnet und umgekehrt. Die Regionalklassen spiegeln hingegen die Schadensbilanz der jeweiligen Region wider. Insgesamt gibt es 415 deutsche Zulassungsbezirke. Entscheidend für die Regionalklasse ist allerdings nicht, wo ein Unfall passiert oder ein Kasko-Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

Wichtig für Sie: Führt eine Neueinstufung zu einer Erhöhung des Kfz-Beitrags, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung müssen Sie binnen eines Monats nach Erhalt des Bescheids Ihrem Versicherer mitteilen.

So ändern sich die Typklassen 2017

Erfreuliche Kunde für viele Autofahrer: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es nur geringe Veränderungen in den Typklassen. Um mehr als eine Typklasse herauf oder herunter geht es nach Auskunft des GDV nur für rund ein bis drei Prozent der Fahrzeuge. Mit höheren Einstufungen müssen vor allem hochmotorisierte Premiummodelle und teure Geländelimusinen rechnen. Betroffen sind vor allem die Modelle Tesla Model S, Mercedes S 63 AMG, Rang Rover 4.4 TD und Audi Q7 6.0 TDI. Vergleichsweise niedrig eingestuft wurden hingegen Seat Mü 1.0, Opel Corsa-E 1.4, Peugot 108 1.0 und Toyota Aygo 1.0.

Die Typklasse beeinflusst sämtliche Versicherungstarife. Konkrete Veränderungen in der Haftpflichtversicherung ergeben sich laut ADAC beispielsweise für den Subaru Forester, der von der Typklasse 18 auf 16 herabgestuft wird. Dagegen steigt die Einordnung des Kia Carens 1.7 CDRI gleich um vier Stufen, nämlich von 14 auf 18. Gleiches Bild beim Audi A5 2.0 TFSI im Bereich der Teilkasko: Hier geht es vier Stufen hoch – von 22 auf 26. Auch in der Vollkasko-Versicherung gibt es Verlierer. So steigt die Typklasse für den BMW 218i Active Tourer um drei Stufen auf 21. Aber nicht alle Premiumklasse-Fahrer müssen tiefer in die Tasche greifen. Umsichtig gefahren in den vergangenen drei Jahren sind zum Beispiel die Besitzer des Porsche Boxter 3.4, denn hier fällt die Typklasse von 25 auf 23.

Tipp: Auf der Internetseite des GDV können Sie die Typklasse für Ihr Fahrzeug ermitteln:

Regionalklassen 2017: Günstiger Norden, unfallträchtige Großstädte

Knapp 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland profitieren künftig von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Dagegen werden nach Angaben des GDV rund 4,8 Millionen Autofahrer heraufgestuft. Besonders niedrige Einstufungen ergeben sich wie schon in den Vorjahren für Autofahrer im Norden Deutschlands, etwa in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Dagegen gelten hohe, teure Regionalklassen vor allem in Großstädten und Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadensbilanz weist die Gemeinde Offenbach am Main aus.

Für die Kasko-Versicherung ändert sich durch die aktuelle Regionalstatistik nur wenig: Von den über 33 Millionen Voll- und Teilkaskoversicherten rutschen fast zwei Millionen in niedrigere, knapp 2,4 Millionen in höhere Regionalklassen. Die beste Schadensbilanz in der Vollkasko-Versicherung erreicht die Wesermarsch in Niedersachsen, in der Teilkasko-Versicherung der bayerische Zulassungsbezirk Bamberg. Die schlechteste Schadensbilanz in der Voll- und Teilkasko weist wie im Vorjahr der Landkreis Ostallgäu in Bayern auf. Allerdings stützen sich die Versicherer bei ihren Tarifberechnungen nicht nur auf die jeweilige Regionalklasse, sondern auch auf einzelne Postleitzahlen. Berechnungen zeigen, dass allein innerhalb derselben Straße der Versicherungsbeitrag um über 300 Euro variieren kann.

Tipp: Hier können Sie die Regionalklasse für Ihr Fahrzeug ermitteln.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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