Baufinanzierung richtig planen Achten Sie auf die Nebenkosten

Baufinanzierung richtig planen Achten Sie auf die Nebenkosten

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
07.07.2016
Auf einen Blick

Sie träumen davon, bald im eigenen Haus mit Garten zu wohnen? Dann wäre jetzt bei den historisch niedrigen Bauzinsen - der EZB sei Dank - der richtige Zeitpunkt.

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Viele potentielle Häuslebauer und Käufer legen das Hauptaugenmerk auf den Zins ihrer Baufinanzierung. Doch das ist nur eine Seite der Finanzierungsmedaille. "Günstige Bauzinsen allein reichen nicht aus, um die Baufinanzierung auf ein solides Fundament zu stellen – wichtig sind auch eine realistische Kostenplanung und Vermeidung unnötiger Posten", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp.

Baunebenkosten nicht vergessen

Oftmals werden lediglich die Material- und Arbeitskosten beim Hausbau in die Finanzierung einkalkuliert. Doch Nebenkosten, wie beispielsweise die Erschließung eines Grundstückes oder das Engagement eines Architekten, können sich rasant zu einer beträchtlichen Summe auftürmen. Die ersten Baunebenkosten fallen bereits beim Kauf eines Grundstückes an. Denn wenn Sie einen Makler beauftragen fällt eine Provision an, sofern es zum Abschluss kommt. Diese beträgt in der Regel gut drei Prozent des Kaufpreises - plus Mehrwertsteuer.

Als nächstes steht der Gang zum Notar auf dem Plan, denn erst wenn der Kaufvertrag notariell beglaubigt ist, wird er rechtskräftig. Die Notarkosten sind in einer Gebührenverordnung festgelegt und betragen im Durchschnitt ein Prozent vom Kaufpreis. Auch für die Grundbucheintragung wird eine Gebühr fällig, die je nach Region unterschiedlich ausfällt. Diese können Sie aber ganz leicht vorab beim Grundbuchamt erfragen. Und zu guter Letzt: Die Grunderwerbssteuer: Sie wird mit dem Erwerb des Grundstückes fällig und beträgt - je nach Bundesland - zwischen 3,5 und 5,0 Prozent.

Um bei dieser Fülle an Nebenkosten nicht den Überblick zu verlieren, lohnt es sich, frühzeitig in eine effektive Kostenplanung zu investieren. Hilfreich ist es, den Rat von Baufinanzierungs-Experten in Anspruch zu nehmen.

Die Faustregel lautet: 15 Prozent der Bausumme sollten Sie für die Baunebenkosten berücksichtigen und weitere fünf Prozent für die Außenanlagen.

Mein Tipp: Um einer etwaigen teuren Nachfinanzierung aus dem Weg zu gehen, sollten Sie bei der Kreditsumme stets ein Reservepolster für die Baunebenkosten einplanen.

Vermeiden Sie Zinszuschläge

Bei einer Bestandsimmobilie zahlen Eigentümer den Gesamtpreis bei Abschluss des notariellen Kaufvertrages. Beim Neubau wird stückweise nach Baufortschritt ausgezahlt. Für diesen Fall hält das Kreditinstitut das Baudarlehen auf Abruf bereit. Ab einem vereinbarten Zeitpunkt werden dann auf den noch nicht abgerufenen Teil des Darlehens die sogenannten Bereitstellungszinsen fällig.

Da es immer wieder beim Hausbau zu Verzögerungen kommen kann, sollten Sie darauf achten, dass eine ausreichend lange Frist für Bereitstellungszinen eingeräumt wird. So verzichtet zum Beispiel die ING-Dibabis zu sieben Monate auf einen Zinszuschlag, 1822 direkt sogar bis zu zwölf Monate. Wie Sie effektiv Bereitstellungszinsen vermeiden, können Sie in unserem Artikel "Bereitstellungszinsen umgehen" nachlesen.

Tipp: Klicken Sie einfach oben in unseren Baufinanzierungs Vergleich auf den jeweiligen Anbieter und sehen Sie in den Detailinformationen, ab wann Bereitstellungszinsen anfallen.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
 
1.
563,33
0,88%
2.
575,00
0,98%
3.
600,00
1,13%
Betrag 200.000 €, Laufzeit 10 Jahre, Beleihung60 %
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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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