Produktcheck Baufinanzierung Debeka

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
06.05.2016
Auf einen Blick

Die Debeka ist besser bekannt als Versicherung, aber sie bietet auch Baufinanzierungen an. Der Debeka-Baukredit im Test:

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Merkmale

Die Bauzinsen der Debeka Bausparkasse orientieren sich stark am Gesamtmarkt und weichen damit kaum vom Durchschnitt ab. Da die Baufinanzierung für die meisten Haushalte der größte finanzielle Baustein ist, sollten zukünftige Bauherren in erster Linie auf den Zins achten. Damit allein ist es aber nicht getan, wesentlich sind auch die Nebenbedingungen - gerade in Sachen Tilgung. Bauherren können bei Debeka ein Annuitätendarlehen mit Bindungsfristen von fünf bis 30 Jahren aufnehmen. Die maximale Beleihung liegt bei 100 Prozent. Das ist mehr als viele Konkurrenten anbieten. Wer auf einen Beleihungsauslauf von 80 bis 100 Prozent kommt, kann maximal für 15 Jahre finanzieren. Eine Tilgungsrate zwischen zwei und drei Prozent ist bei Hypothekendarlehen über 15 Jahren vorgesehen. Die Tilgungsrate kann jedoch bei einer maximalen Zinsfestschreibung von 15 Jahren auf bis zu zehn Prozent erhöht werden. Kunden können jedoch auch das "Hypothekendarlehen mit geringer Tilgung" wählen. Diese Option geht mit der Verpfändung der Ansprüche aus einer Lebens- oder Rentenversicherung einher. Hier wird die garantierte Ablaufleistung herangezogen. Ist dieser Betrag genauso hoch wie die Restschuld, kann die Tilgung im Extremfall auf null sinken. Von einer zu geringen Tilgung ist aber grundsätzlich abzuraten, da hiermit der Schuldenberg nur sehr langsam abgetragen wird. Außerdem sind Kunden dann einem größeren Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Grundsätzlich können Kunden der Debeka Bausparkasse jährlich zehn Prozent der Höhe des Anfangsdarlehens in Form einer Sondertilgung zurückführen. Wer mit dem Abruf des Kredits zögert, muss ab dem 13. Monat mit monatlichen Bereitstellungskosten in Höhe von 0,25 Prozent rechnen.

Stärken

Der Zinssatz bewegt sich im soliden Mittelfeld. Das zeigt auch der Biallo-Baugeld-Index, der sehr ähnlich zu den Zinssätzen der Debeka verläuft. Auch positiv ist die Möglichkeit der gebührenfreien Sondertilgung, die mit zehn Prozent sogar überdurchschnittlich hoch ausfällt. Kulant ist auch, dass die Bereitstellungskosten erst nach 13 Monaten fällig werden. Selbst Beleihungen deutlich über der 80-Prozent-Marke sind möglich. Die Koblenzer räumen ihren Kunden zweimal eine kostenlose Änderung der Tilgungsrate ein. Beim dritten Mal kann eine kleine Gebühr fällig werden. Positiv ist zudem, dass bei Krediten, die weniger als 15 Jahre laufen, die Tilgungsrate bis zu zehn Prozent betragen darf.

Schwächen

Im Vergleich zu Top-Anbietern fällt das Zinsangebot der Debeka etwas ab. Der Zins ist durchschnittlich. Gerade für Immobilienkäufer, die auf niedrige Beleihungswerte kommen, wären höhere Tilgungsraten vorteilhaft. Maximal sind aber nur drei Prozent Anfangstilgung möglich.

Wettbewerber

Die Allianz, die ebenfalls aus der Versicherungsbranche kommt, bietet einen etwas attraktiveren Zins. Dafür sind jedoch die Sondertilgungsmöglichkeiten bei Debeka interessanter.

Fazit: Ein solides Baukredit-Angebot, das mit einer kostenlosen und hohen Sondertilgungsmöglichkeit punkten kann. In Sachen Zins reicht es nicht ganz für einen absoluten Spitzenplatz.

Bewertung
Baufinanzierung - Debeka
Zinsen (70 Prozent) Zinshöhe (100%) 4 4.0
Sondertilgung (20 Prozent) Sondertilgung (100%) 5 5.0
Nebenbedingungen (10 Prozent) Bereitstellungszinsen (80%) 4 Schätzkosten (20%) 5 4.2
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.2
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Thomas Brummer
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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