Baufinanzierung Eigenkapital schützt vor Zinsaufschlag

Max Geißler
von Max Geißler
02.10.2014
Auf einen Blick

Horrende Immobilienpreise erfordern eine möglichst kostengünstige Baufinanzierung. Ein Mindestmaß an Eigenkapital sichert Bauherren günstige Kreditzinsen.

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Die gestiegenen Immobilienpreise vor allem in Großstädten verschlingen einen immer größeren Teil des vorhandenen Anfangskapitals. Folge: Die Eigenkapitalquote sinkt, immer weniger Käufer können die allgemein empfohlene Mindestgrenze von 20 Prozent für eine Baufinanzierung aufbringen. Viele Käufer decken den wachsenden Kapitalbedarf mit höheren Krediten ab. Mit finanziellen Folgen: Ein hoher Kreditanteil bedingt häufig teure Zinsaufschläge. Übersteigt der Kreditanteil mehr als 80 Prozent des Kaufpreises, erheben Banken nicht selten einen Zinsaufschlag von 0,5 bis 1,0 Prozent. Ein Darlehen über 200.000 Euro mit 3,0 Prozent Sollzins verteuert sich bei einer Anfangstilgung von 2,0 Prozent binnen zwanzigjähriger Laufzeit dadurch um bis zu 27.000 Euro.

Nebenkosten einer Baufinanzierung berücksichtigen

Damit die Kosten der Baufinanzierung im Rahmen bleiben, sollte eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote vorhanden sein. Den günstigsten Zinssatz erhalten Käufer, die mindestens 40 Prozent der Anschaffungskosten aus eigener Tasche bezahlen können und höchstens 60 Prozent Kredit benötigen. „Dabei ist zu berücksichtigen, dass zusätzlich zum Kaufpreis Nebenkosten anfallen“, erklärt Eva Grunwald, Leiterin Baufinanzierung bei der Deutschen Bank. Notar- und Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer und eine eventuelle Maklerprovision können bis zu zwölf Prozent des Kaufpreises ausmachen. Um eine Finanzierungslücke auszuschließen, dürfen die Nebenkosten bei der Finanzkalkulation nicht vernachlässigt werden.

Finanzielle Risiken bei der Baufinanzierung einplanen

Viele Menschen nutzen das extrem niedrige Zinsniveau, um sich den Traum vom eigenen Zuhause zu erfüllen. Eine zehnjährige Baufinanzierung kostet bei Topanbietern wie der Volksbank Rhein-Lippe, der Sparda Bank West oder der Mittelbrandenburgischen Sparkasse derzeit nur zwischen 1,7 und 1,8 Prozent Effektivzins. Dennoch sollen Bauherren die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen, damit die Baufinanzierung auf solidem Fundament steht. „Ein zusätzliches Kapitalpolster sollte vorhanden sein, um unvorhergesehene Extrakosten bei der Baufinanzierung abdecken zu können“, empfiehlt Grunwald. So kann zusätzlicher Reparatur- oder Sanierungsbedarf die Kaufkosten nach oben treiben oder die geplante Wärmedämmung teurer ausfallen als gedacht. Bleiben die Kosten im kalkulierten Rahmen, könne das zurückgelegte Kapital später für Sondertilgungen genutzt werden. Damit die Baufinanzierung nicht auf tönernen Füßen steht, ist umfassende Beratung und eine realistische Ermittlung der eigenen finanziellen Möglichkeiten unerlässlich.

Tipp: Hilfe dazu erhalten Immobilienkäufer nicht nur bei Geschäftsbanken mit Filialbetrieb, etwa den PSD Banken oder Großbanken wie Deutsche Bank und Commerzbank, auch Internetbanken wie Comdirect oder ING-Diba bieten umfassende Baufinanzierungsberatung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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