Immobilienkauf Fünf Tipps gegen Fehlerwerb

Max Geißler
von Max Geißler
06.03.2014
Auf einen Blick

Zwielichtige Makler, geldgierige Verkäufer, skrupellose Kredithaie – am Immobilienmarkt tummeln sich schwarze Schafe. So trennen Sie die Spreu vom Weizen.

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Der Run auf Immobilien ruft auch windige Geschäftemacher auf den Plan. „Selbst unter Bauträgern gibt es inzwischen unseriöse Anbieter“, sagt Michael Balek, Chefprojektierer der Münchner Immobilienfirma Euro Grundinvest. Damit Sie nicht auf fragwürdige Offerten hereinfallen und viel Geld verlieren, sollten Sie die folgenden Expertentipps für einen erfolgreichen Immobilienkauf beherzigen:
 

1. Verlässlichen Anbieter suchen

Ob Selbstnutzer oder Kapitalanleger: Vor dem Immobilienkauf steht die Suche nach einem zuverlässigen Anbieter mit tadellosem Renommee. Eine gute Adresse sind in aller Regel lokale Bauträger, denn ortsansässige Firmen können sich keinen schlechten Ruf leisten. Als Käufer finden Sie genügend Referenzobjekte vor Ort und können sich so einen Eindruck von der Qualität der Arbeit des Unternehmens machen. Eventuell ergibt sich auch ein persönliches Gespräch mit einem Eigentümer, der über seine Erfahrungen mit dem Bauträger berichten kann.
 

2. Immobilienkauf ist kein Schnäppchenparadies

Bei Schnäppchenangeboten sollten sie skeptisch sein. Annoncen mit Schlagworten wie Toppreis oder Superschnäppchen sollen hohe Nachfrage erzeugen und zugleich suggerieren, dass schnelles Handeln den Immobilienkauf begünstigt. Oft hilft ein Blick in einschlägige Internetportale oder in den Anzeigenteil der Lokalpresse, um zu ersehen, wie das Objekt im Vergleich zu anderen Immobilien dasteht. In welcher Lage ist es angesiedelt? Wie ist die Wohnqualität im betreffenden Viertel und wie ist das Objekt ausgestattet?

3. Nichts überstürzen

Der Immobilienkauf ist für viele Familien die wichtigste finanzielle Investition im Leben – da sollte die Entscheidung reiflich überlegt sein. Unseriöse Anbieter setzen gern potentielle Käufer unter Druck, um den Immobilienkauf zu beschleunigen. Häufig gaukeln sie vor, dass es noch andere Interessenten gäbe, die bereits kurz vor der Entscheidung stehen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie genötigt werden, gesetzliche Fristen bei der Vertragsunterzeichnung zu umgehen. „Der Vertragsentwurf muss dem Käufer mindestens 14 Tage vor dem Notartermin vorgelegen haben“, unterstreicht Immobilienprofi Balek. Bauträger, die diese Fristen nicht einhalten, seien unseriös.

4. Keine All-Inclusive-Angebote

Den Immobilienkauf direkt über den Bauträger zu finanzieren, ist selten eine gute Idee. Gewinnbringender ist der Gang zur Bank. Zum einen prüft die Hausbank das Finanzierungsvorhaben noch einmal kritisch. „Dadurch wird vermieden, dass Bauträger mit falschen Angaben zum Einkommen des Käufers eine Finanzierung erschleichen, die sich später als unbezahlbar für den Kreditnehmer erweist“, erläutert Balek. Zum anderen sorgt der harte Wettbewerb auf dem Finanzmarkt für sehr günstige Kreditkonditionen. Ein umfassender Darlehensvergleich spart häufig tausende von Euro.

Topzinsen bei zehnjähriger Zinsbindung bieten laut Biallo.de-Baufinanzierungs-Vergleich derzeit Huk Coburg mit 2,18 Prozent, Santander Bank mit 2,25 Prozent, ING-Diba mit 2,30 Prozent sowie Volksbank Rhein-Lippe mit 2,38 Prozent.


5. Immobilienkauf mit klaren Kosten

Sämtliche Verträge sollten Leistungen und Kosten detailliert und transparent aufschlüsseln. Für Sie als Bauherr muss klar ersichtlich sein, was Sie kaufen und wofür Sie wie viel zahlen. Um Folgekosten auszuschließen, ist es ratsam, die Verträge mit Expertenhilfe zu prüfen. Unseriöse Anbieter verstecken überhöhte Provisionen und Kaufnebenkosten gern im Kaufpreis. Notarkosten und Grunderwerbsteuer müssen aber ebenso wie Maklercourtage eindeutig aufgeschlüsselt sein. Der Kauf vom Bauträger ist in der Regel provisionsfrei.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
 
1.
563,33
0,88%
2.
575,00
0,98%
3.
600,00
1,13%
Betrag 200.000 €, Laufzeit 10 Jahre, Beleihung60 %
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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