Eigenheim vergrößern Mehr Wohnraum durch Wintergarten

Eigenheim vergrößern Mehr Wohnraum durch Wintergarten

Max Geißler
von Max Geißler
10.08.2016
Auf einen Blick

Ein Wintergarten vergrößert die Wohnfläche. Bevor Sie den Anbau starten, sollten Sie die Kosten realistisch kalkulieren und die Finanzierung festzurren.

Artikelbewertung
Schrift

Möchten Sie ihr Haus erweitern und ein sonniges Plätzchen für die graue Jahreszeit einrichten, dann sollten Sie über einen Wintergarten nachdenken. Der Glasanbau erhöht die Wohnqualität des Eigenheims, bringt Licht und Platz ins Haus und nutzt die wärmenden Sonnenstrahlen als Zusatzheizung im Winter. Die Wohlfühloase hat allerdings ihren Preis. Je nach Ausführung und Design müssen Sie mit Kosten zwischen 500 und 2.500 Euro je Quadratmeter rechnen.
 

Welcher Wintergarten soll es sein?

Als erstes müssen Sie die Größe des Wintergartens festlegen. Dabei sind Breite, Länge und Höhe entscheidend. Zweite Grundfrage betrifft die Konstruktionsart: kalter Wintergarten oder beheizbarer? Ein kalter Wintergarten benötigt nur eine Einfachverglasung und besitzt keine Heizung. Solche Anbauten sind im Winter nur eingeschränkt nutzbar, kosten dafür aber deutlich weniger. Ganzjährig bewohnbare Wintergärten verfügen hingegen über eine wärmedämmende Verglasung, ein isoliertes Fundament und eine Heizung. Auch die Materialart beeinflusst die Kosten. Rahmenprofile aus Kunststoff sind zum Beispiel preiswerter als Profile aus Holz oder Aluminium.

Auch der Sonnenschutz spielt eine Rolle. Sorgen im Sommer größere Laubbäume vor dem Wintergarten für Schatten, ist bereits ein natürlicher Sonnenschutz gegeben. Das Gute: Laubbäume haben im Winter keine Blätter, so dass die wärmende Sonne ungehindert in den Anbau eindringen und ihn aufheizen kann. Sind keine Bäume vorhanden, benötigt man für die Sommermonate auf jeden Fall eine Beschattung. Die Jalousien sollten außen über dem Wintergarten angebracht sein, damit die Wärme erst gar nicht in den Glasbau eindringen kann. Das Öffnen und Schließen der Jalousien erfolgt automatisch über Lichtsensoren.
 

  • Das kostet ein einfacher Wintergarten: Am preiswertesten ist ein Kaltwintergarten mit Einfachverglasung und Kunststoffprofilen. Hier müssen Sie mit Ausgaben von 500 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ein Wintergarten von drei mal vier Metern Grundfläche verursacht also im günstigsten Fall Ausgaben von 6.000 Euro.
     
  • Das kostet ein ganzjährig bewohnbarer Wintergarten: Möchten Sie den Anbau ganzjährig bewohnen, empfiehlt sich eine wärmedämmende Dreifachverglasung, samt Heizung und solidem Fundament. Hier geht es im günstigsten Fall bei 1.000 Euro je Quadratmeter los, Luxusausführungen können bis 2.500 Euro kosten. Ein gleich großer Wintergarten wie oben verursacht also Kosten von Minimum 12.000 Euro. Gehobene Ausführungen bzw. große Wintergärten können leicht bis zu 30.000 Euro kosten.

Bausparen optimal für Wintergartenanbau

Das nötige Kapital für die Verwirklichung des Wintergarten-Traums kann man mit einem Bausparvertrag gezielt ansparen. Für eine Bausparsumme von etwa 10.000 Euro genügt es, wenn Sie sieben Jahre lang monatlich 40 oder 50 Euro in den Bausparer einzuzahlen. Dieses Geld kann auch von Ihrem Arbeitgeber stammen, zum Beispiel im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen.

Als Bausparer profitieren Sie zudem von Guthabenzinsen und bei entsprechendem Einkommen von staatlicher Förderung. Möchten Sie den Wintergarten schneller als ursprünglich gedacht verwirklichen, können Sie durch Aufstockung der Einzahlungen die Wartezeit verkürzen. Positiv: Da beim Bausparen zunächst Geld angespart wird, ist für den eigentlichen Bausparkredit kein Eigenkapital nötig.

Biallo-Tipp:

Energiesparen im Eigenheim 2016 - eine Solaranlage mindert Ihre Heizkosten.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: