Wohn-Riester mit Bausparvertrag Junge Familien profitieren am stärksten

Wohn-Riester mit Bausparvertrag Junge Familien profitieren am stärksten

Max Geißler
von Max Geißler
17.06.2016
Auf einen Blick

Mit öffentlicher Unterstützung zum Eigenheim – das verspricht Wohn-Riester. Bestimmte Haushalte profitieren dabei mehr als andere.

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Der sogenannte Wohn-Riester wird immer beliebter. Seit dem Start 2008 ist die Zahl der Wohn-Riester-Verträge bis heute auf über 1,5 Millionen angestiegen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich zapfen Wohn-Riester-Sparer gleich mehrere öffentliche Förderquellen an. Am meisten profitieren Bausparer. Bei entsprechender Einkommenshöhe lassen sich hier gleich drei Fördermöglichkeiten kombinieren: Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und Riester-Förderung. Außerdem winken Steuererleichterungen während der Sparphase.

Wohn-Riester: Dreifach-Förderung für Bausparer

Ein Wohn-Riester-Bausparvertrag lohnt sich vor allem für Sparer, die in der Zukunft ein Eigenheim erwerben oder bauen wollen. Solche Verträge gibt es bei Bausparkassen sowie deren Partnern, zum Beispiel der Deutschen Bank, den Sparkassen oder dem Versicherer Huk-Coburg. Diese Zielgruppe profitiert in der Ansparphase sehr stark von öffentlich gefördertem Kapitalaufbau. Fließen vermögenwirksame Leistungen in den Bausparvertrag, winken jährlich bis zu 43 Euro Arbeitnehmersparzulage plus 45 Euro Wohnungsbauprämie. Verheiratete genießen die doppelte Förderung.

Einkommensunabhängig fließen zudem Wohn-Riester-Zulagen. Bausparer erhalten jährlich 154 Euro Grundzulage plus 300 Euro für jedes seit 2008 geborene Kind. Alles zusammengenommen kann eine Familie mit zwei Kindern dadurch Jahr für Jahr bis zu 842 Euro an Fördergeld einstreichen.

Junge Familien mit hoher Förderquote

Besonders hohe Förderquoten erreichen junge Familien. Erstens ist deren Einkommen noch nicht so hoch wie in späteren Berufsjahren, dadurch sind sie in der Regel berechtigt, Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie zu kassieren. Zweitens mindern die Riester-Zulagen dank der Kinderförderung den notwendigen Eigenbeitrag.

Wohn-Riester-Bausparer müssen vier Prozent ihrer rentenversicherungspflichtigen Einkünfte jährlich in den Vertrag einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. Bei einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro entspricht dies immerhin 1.600 Euro. Mit zwei Kindern sinkt der Eigenbeitrag dank Grund- und Kinderzulagen jedoch auf 846 Euro, pro Monat sind dann lediglich 70 Euro fällig. Die Förderquote erreicht fast 50 Prozent.

50.000 Euro Finanzvorteil dank Wohn-Riester

Den hohen Nutzen von Wohnriester-Förderung bekräftigen auch Berechnungen von Verbraucherschützern. So hat die Zeitschrift „Finanztest“ mehrfach die erheblichen Entlastungseffekte für Wohneigentümer vorgerechnet. Danach können Familien mit mittlerem Einkommen unter bestimmten Bedingungen mehr als 100 Prozent ihrer eigenen Sparleistung erhalten – und das zum Teil über Jahrzehnte.

Familien mit einem Kind könnten trotz nachgelagerter Wohnriester-Besteuerung auf finanzielle Vorteile in der Größenordnung von 50.000 Euro kommen, so die Stiftung Warentest. Solche Eigentümer sind dann viel schneller schuldenfrei als mit einer konventionellen Baufinanzierung.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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