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10.07.2015 16:46

Baugeld wird teurer Kein Grund zu übereiltem Kauf

von Max Geißler Autor
Steigende Hypothekenzinsen sind kein Grund für einen übereilten Immobilienkauf. Viel wichtiger ist, dass die Kreditraten ins Budget passen.
Baugeld wird teurer Kein Grund zu übereiltem Kauf
Keine Panik: Baudarlehen bleiben trotz steigender Zinsen lukrativ
Seit ihrem Tiefstand im April sind die Zinsen für Baudarlehen deutlich gestiegen. Kosteten zehnjährige Baufinanzierungen vor drei Monaten laut Biallo-Index im Schnitt nur 1,3 Prozent Zinsen, so sind es heute 1,8 Prozent – Tendenz steigend. Wichtige Baufinanzierer wie Hypovereinsbank und Huk Coburg hoben zuletzt fast täglich ihre Zinsen schrittweise an. Zehnjährige Standarddarlehen kosten dort jetzt 1,5 Prozent Zinsen. Ähnliche Konditionen berechnen ING-Diba und Santander Bank.

Baugeld mit langer Zinsbindung sehr preiswert

Im langfristigen Vergleich ist Baugeld jedoch weiterhin günstig zu haben. Noch vor 20 Jahren zahlten Kreditnehmer für zehnjährige Baudarlehen rund acht Prozent Zinsen, vor zehn Jahren fielen rund sechs Prozent an. Für potentielle Eigenheimkäufer sind die aktuellen Finanzierungsbedingungen also weiterhin Top. „Von besonderem Vorteil sind Baudarlehen mit langfristiger Zinsbindung“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Kreditvermittlers Baufi24.
Wer kann, sollte die Konditionen möglichst für 20 Jahre festschreiben. „Zwar fallen für solche Verträge höhere Zinsen von rund einem halben Prozent an, doch bei entsprechender Anfangstilgung erkauft man sich Planungssicherheit bis zum Ende der Finanzierung." Außerdem minimieren Eigentümer das Risiko einer Zinserhöhung bei der Anschlussfinanzierung. Wie unser Baugeld-Vergleich zeigt, sind zwanzigjährige Finanzierungen bereits für etwas mehr als zwei Prozent Zinsen zu haben, etwa bei Debeka und Allianz mit 2,2 Prozent oder bei 1822 direkt mit 2,3 Prozent.  Die Sparda Bank München berechnet 2,45 Prozent Sollzins.

Tipp: Wer sich langfristig bindet, der kann nach zehn Jahren den Vertrag kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln– sollte sich Baugeld weiter verbilligen.

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Aufgrund steigender Zinsen sollte niemand den Immobilienkauf überstürzen. Dies gilt insbesondere für Haushalte mit schmalem Budget. „Finanzieren Familien das Eigenheim an ihrem persönlichen Limit, stellt dies ein hohes Risiko dar“, warnt Scharfenorth. Passiert ein Unfall oder verliert der Hauptverdiener seinen Job, kann es mit dem Traumhaus schnell vorbei sein. Auch wer wegen der geringeren monatlichen Belastung zunächst ein fünf- oder zehnjähriges Baudarlehen bevorzugt, läuft Gefahr, seine Raten beim Folgekredit nicht mehr bedienen zu können, falls die Zinsen steigen.
Beispiel: Ein fünfjähriges Baudarlehen über 150.000 Euro kostet 1,75 Prozent Sollzins. Mit einem Prozent Anfangstilgung beträgt die Kreditrate nur 344 Euro im Monat. Nach fünf Jahren verbleibt jedoch eine Restschuld von 142.168 Euro. Entscheidet sich der Käufer beim Anschlusskredit für eine zehnjährige Zinsbindung und hat sich Baugeld in der Zwischenzeit um 1,5 Prozentpunkte verteuert, so dürfte das neue Baudarlehen im günstigen Fall 3,9 Prozent kosten. Daraus ergibt sich eine monatliche Kreditrate von 581 Euro – trotz gesunkenem Darlehensbetrag ein Mehraufwand von 237 Euro gegenüber dem Erstdarlehen.

Unser Fazit

Kreditnehmer sollten mindestens 20, besser 30 Prozent Eigenkapital in die Finanzierung einbringen und die niedrigen Zinsen möglichst lange festschreiben. Die Darlehensrate sollte 30 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen, bei Spitzenverdienern höchstens 40 Prozent. „Eigenkapitalanteil plus Darlehensbetrag zeigen, wie viel das Haus oder die Wohnung höchstens kosten darf“, betont Scharfenorth. Wird diese Summe nicht überschritten, stehe die Kalkulation auf solidem Fundament. Außerdem sollten Häuslebauer über finanziellen Spielraum verfügen, um anfallende Reparaturen oder Sanierungskosten schultern zu können.
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
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Sollzins
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1,23%
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1,24%
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