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20.08.2014 12:42

Bauträger-Pleite So schützen sich Bauherren

von Max Geißler Autor
Wird der Bauträger insolvent, geraten Häuslebauer schnell an den Rand des Ruins. So beugen Sie einem Totalschaden vor.
Bauträger-Pleite So schützen sich Bauherren
Eine Bauträger-Pleite kann auch Bauherren finanziell ins Taumeln bringen
Nicht wenige Hauskäufer können ein Lied davon singen: Die Baufirma hat sich verspekuliert und geht mitten im Hausbau pleite. Der Auftraggeber bleibt nicht nur auf der unfertigen Immobilie sitzen, er hat auch jede Menge Ärger am Hals. Wer den Bau der eigenen vier Wände plant, der sollte daher Maßnahmen ergreifen, dass sich der finanzielle Schaden im Falle einer Bauträger-Insolvenz in Grenzen hält. Drei Sicherungs-Möglichkeiten bieten sich an:

Sicherung 1: Zahlung nur nach Baufortschritt

Gehen Bauherren mit größeren Zahlungen in Vorlage, bevor die entsprechenden Leistungen erbracht sind, fahren Sie ein hohes Risiko. Geht der Bauträger pleite, sind die Vorauszahlungen meist verloren. Folge: Die nicht erbrachten Leistungen müssen bei einem anderen Unternehmen erneut in Auftrag gegeben und nochmals bezahlt werden. Stark eingrenzen lässt sich das Risiko, wenn sich Bauherr und Bauträger an die Regeln der Makler- und Bauträgerverordnung halten. Diese fordert eine klare Zahlungsabfolge nach bestimmten Bauabschnitten. Nur wenn jeweils eine dieser Baustufen fertig gestellt ist, etwa der Rohbau, der Innenputz oder die Sanitärinstallation, muss der Bauherr die nächste, prozentual festgelegte Abschlagszahlung leisten. Will die Baufirma von diesem Zahlungsplan abweichen und höhere Abschlagszahlungen kassieren, sollte man skeptisch werden.

Sicherung 2: Sicherheit durch Bankbürgschaft

Auf Nummer sicher gehen Bauherren, wenn sie sich vom Bauträger eine Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft aushändigen lassen. Dann steht für das Ausfallrisiko durch Pleite eine Bank gerade. Geht dem Bauträger die Luft aus, muss die Bank für die Fertigstellung gemäß Bauvertrag sorgen. Auch wenn die Bauträger-Pleite erst nach dem Einzug eintritt und später noch Mängel auftauchen, kann sich der Hauseigentümer an der Bank schadlos halten. Der Haken: Solche Bürgschaften sind teuer, Banken verlangen häufig drei Prozent der Darlehenssumme. Die Bauträger verlangen deshalb häufig die Kostenübernahme durch die Bauherren.

1. Tipp: Lassen Sie sich nicht so schnell unterkriegen. Versuchen Sie diese Kosten im Rahmen der allgemeinen Preisverhandlungen, die ja auch Zusatzausstattungen und Sonderleistungen des Bauträgers betreffen, zu teilen.

Sicherung 3: Baugarantieversicherung

Ähnlichen Schutz wie eine Bankbürgschaft bietet die Baugarantie- bzw. Baufertigstellungversicherung. Sie wird vom Bauunternehmer abgeschlossen. Die Baugarantieversicherung gewährleistet, dass die Immobilie auf jeden Fall zum vereinbarten Preis fertig gestellt wird, wenn der beauftragte Bauträger pleite ist. In Frankreich und den Niederlanden ist die Police weit verbreitet, bei uns fristet sie leider ein Nischendasein. Dabei zahlt der Bauunternehmer nur circa 1,5 Prozent der Bausumme für die Police. Anbieter in Deutschland sind unter anderem die Basler Versicherung, Zurich und die VHV.

Vorsicht: Verweigert der Bauträger den Abschluss der Police oder wird er von der Versicherung abgelehnt, kann dies auf eine finanzielle Schieflage des Unternehmens hinweisen.


2. Tipp: Häuslebauer müssen sich auch darum kümmern, dass von ihrer Baustelle keine Gefahren für Dritte ausgehen. Um im Ernstfall Schadenansprüche abzuwehren bzw. zu regulieren, benötigen Bauherren eine spezielle Haftpflichtversicherung. Die Bauherrenhaftpflicht regelt sämtliche Unfälle, die auf bzw. an der Baustelle passieren. Preiswerte Policen finden Sie in unserem Versicherungsvergleich „Bauherrenhaftpflicht“.

 

3. Tipp: Ihre Baufinanzierung steht noch nicht? Dann nutzen Sie doch den Biallo-Baugeld-Vergleich. So können Sie ein günstiges Darlehen ganz nach Ihren persönlichen Anforderungen ermitteln.

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Leserkommentare
21.08.2014 - von erasmus
Bauträger Pleite
Ich denke, dass den meisten Bauherren nicht bekannt ist, wie sie sich absichern können. Die von Ihnen genannten Möglichkeiten wären sinnvoll und empfehlenswert. Nur, die Umsetzung wird nicht immer akzeptiert.Vielleicht liegt es an den zusätzliche Kosten, oder eben der Unkenntnis. Viele Bauherren stehen bei einer Pleite vor dem fianziellen Nichts.Haben nicht mal mehr das Geld um die restlichen Leistungen bezahlen zu können. Das ist bitter. Hier sollte der Gesetzgeber tätig werden und den Bauträgern zur Auflage machen, dass diese Absicherungen Bestandteil des Kaufvertrages werden. Dann könnten Häuslebauer beruhigter bauen. Ich bin im Baugewerbe beschäftigt und kenne die Probleme.Hatte 1 Mal Probleme mit einem Bauträger der während meiner Dienstleistung insolvent wurde. Hat mich dennoch weiter arbeiten lassen. Als ich meine Rechnung schrieb, kam diese mit dem Vermerk zurück, " sind leider isolvent und senden ihnen die Rechnung wieder zurück".Mein nächster Gang war zur Kripo und dort erstattete ich Anzeige, weil man mich meine Arbeit weiter machen liess und die Zahlungsunfähigkeit verschwieg. Meine Anzeige hatte Erfolg. Innerhalb von 14 Tagen hatte ich mein Geld vom Bauträger.
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