Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Donnerstag, 29.09.2016 15:32 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Baukredit > Immobilienkauf
Artikel bewerten:
AAA
15.09.2014 10:41

Immobilienkauf Vorsicht: Finanzierungsfalle bei Zwangsversteigerungen

von Max Geißler Autor
Ein Immobilienkauf mittels Zwangsversteigerung kann sich finanziell lohnen. Man sollte aber wissen, dass sich die Kreditvergabe nicht am Verkehrswert orientiert.
Immobilienkauf Vorsicht: Finanzierungsfalle bei Zwangsversteigerungen
Wer eine Immobilie per Zwangsversteigerung kaufen möchte, sollte sich im Vorfeld gründlich Gedanken über die Baufinanzierung machen
Rund 31.000 Immobilien sind 2014 in Deutschland unter den Hammer gekommen. Bei Immobilien-Auktionen sind Schnäppchen von 20 bis 50 Prozent unter Verkehrswert möglich, mit etwas Glück auch mehr. Interessenten brauchen für die Ersteigerung einer günstigen Immobilie aber Zeit und gute Marktkenntnisse. Weiteres Bonbon für Käufer: Bei einer Zwangsversteigerung entfallen die Notariatskosten (zwei bis drei Prozent) und die Maklercourtage (drei bis sieben Prozent). Gebührenpflichtig sind lediglich die Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 Prozent), der Grundbucheintrag und die Zuschlaggebühr von 0,5 Prozent des Höchstgebots.

Vor der Zwangsversteigerung gründlich informieren

Vor dem Versteigerungstermin sollten Sie sämtliche Informationen rund um das Objekt einholen. Dazu zählen die Versteigerungsakte mit Grundbuchauszug und Gutachten, der aktuelle Verkehrswert sowie die Beschreibung des Objektzustands inklusive Schäden oder Baumängel. Allerdings sind die Gutachten oft sehr flüchtig verfasst. Nicht selten hat der Gutachter das Gebäude gar nicht von innen gesehen. Der Alteigentümer muss den Experten nämlich nicht in die Wohnung lassen. Damit kann der Besitzer versuchen, Schäden zu vertuschen. Der Kaufinteressent sollte sich daher vor der Zwangsversteigerung selbst ein möglichst genaues Bild vom Objekt machen, bevor er sein Geld aufs Spiel setzt. „Von Rechts wegen besteht zwar kein Anspruch auf Objektbesichtigung vor dem Versteigerungstermin. Eventuell ergibt sich jedoch vor Ort die Möglichkeit, mit dem Eigentümer zu sprechen, das Haus zu besichtigen oder den Nachbarn zu befragen“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baugeldvermittlers Baufi24.de.

Die Zwangsversteigerung ist bindend

Der Termin der Zwangsversteigerung wird sechs Wochen vorher in der örtlichen Presse bekannt gegeben. Zu Beginn der Auktion müssen sich die Interessenten durch Personaldokumente ausweisen und zehn Prozent des Verkehrswertes als Sicherheit hinterlegen. Danach beginnt die Zwangsversteigerung. Beim ersten Versteigerungstermin müssen die Mindestgebote 50 Prozent des Verkehrswertes erreichen, in seltenen Fällen (wenn die Gläubigerbank es so wünscht) auch mehr. Liegen die Bieter darunter, versagt das Gericht den Zuschlag. Endet die Zwangsversteigerung erfolglos, gibt es einen zweiten Termin. Der ist für Schnäppchenjäger besonders interessant, da jetzt das Mindestgebot entfällt. Eine Immobilie kann für weniger als die Hälfte des Verkehrswertes unter den Hammer kommen. Allerdings gibt es hier noch die Gläubigerbank. Diese will natürlich nicht, dass das Objekt verschleudert wird. Um den Preis nach oben zu drücken, bietet sie daher selbst mit. Erhält der Meistbietende den Zuschlag, ist er Eigentümer. Der Zuschlag ist bindend, selbst wenn später Mängel sichtbar werden.

Baufinanzierung nie ohne Eigenkapital

Die Baufinanzierung wird zwar in der Regel erst nach dem Zuschlag vergeben, dennoch sollten Sie ihren Kreditrahmen bereits vor der Zwangsversteigerung kennen. Wie viel Haus man sich leisten kann, lässt sich einfach und schnell mit dem Biallo.de-Baufinanzierungsrechner ermitteln. Bei der Finanzierungssumme sollten Sie auf jedem Fall einen Puffer berücksichtigen, falls nach der Ersteigerung des Objekts Kosten für dringende Reparaturen anfallen.
Lesen Sie auch:

Baufinanzierung
Die beste Lage für Ihre Immobilie

Augen auf bei der Baufinanzierung

Die finanzierende Bank ermittelt den Beleihungswert des Objekts. Dabei geht sie vom tatsächlichen Zuschlagsbetrag und nicht vom Verkehrswert aus. Dies hat Konsequenzen für den Käufer. „Wer eine Immobilie weit unter dem Verkehrswert ersteigert, den Kaufpreis aber zu 100 Prozent finanzieren möchte, der muss mit Konditionen für eine 100-Prozent-Finanzierung rechnen“, erläutert Scharfenorth. Dies bedeutet Zinszuschläge auf die Baufinanzierung von einem ganzen Prozentpunkt und mehr. Um derart hohe Zuschläge zu vermeiden, sollten Sie stets einen bestimmten Eigenkapitalanteil in die Baufinanzierung einbringen. Im Idealfall beträgt dieser 40 Prozent, denn ab da vergeben Banken in der Regel die günstigsten Zinskonditionen. Wichtig: Einige Banken vergeben Baufinanzierungen erst nach erfolgreicher Zwangsversteigerung, manche schon vorher. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass bei einem möglichen Widerruf des Darlehensvertrages keine Kosten entstehen.


Tipp: Finden Sie einen günstigen Baufinanzierer mit dem
Biallo-Baufinanzierungsvergleich.

Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
  Anbieter Details gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
1,11%
1,12%
2.
1,18%
1,21%
3.
1,23%
1,24%
Datenstand: 29.09.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
VV vermittelt auch
OO Online-Konditionen
Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Billion Photos / Shutterstock.com ID:10277
Nach oben
Top 5 Baufinanzierung
Anbieter eff. Zins  
Hypovereinsbank
1,12 %i
Hypovereinsbank
1822direkt
1,21 %i
1822direkt
Allianz LV
1,24 %i
Allianz LV
Degussa Bank
1,31 %i
Degussa Bank
ING-DiBa
1,43 %i
ING-DiBa
Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre, Beleihung60 %
Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
Anzeige
Anzeige
ZINS-CHECK
Ihr-persönlicher Zins-Check
.
© 2016 Biallo & Team GmbH