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28.07.2015 09:33

Zinskommentar Verschwörer und Retter

von Peter Lindemann Autor
Die ganz große Katastrophe sei vorerst abgewendet, kommentieren die einen. Griechenland bekommt ein drittes Hilfspaket von seinen europäischen Partnern und dem Internationalen Währungsfonds.
Zinskommentar Verschwörer und Retter
Peter Lindemann, biallo.de
Nun wurde bekannt, dass es nicht nur unter den Geldgebern Befürworter einer Rückkehr Griechenlands zur Drachme gibt. Nach einem Bericht der griechischen Wirtschaftszeitung „Kathimerini“ planten offenbar führende Syriza-Politiker eine Art Staatsstreich, um den Grexit durchzusetzen.

Weg mit dem Euro?

Der Plan der Drachmen-Verschwörer wurde angeblich am 14. Juli kurz nach der grundsätzlichen Einigung über ein drittes Hilfspaket für Hellas ausgeheckt. Der griechische Notenbank-Gouverneur Giannis Stournaras sollte unter Hausarrest gesetzt werden, um so Zugriff auf die Reserven der staatlichen Münzanstalt zu bekommen. Dort werden im Auftrag der EZB Geldscheine gedruckt. Die vorhandenen Reserven in Höhe von bis zu 22 Milliarden Euro sollten zur Finanzierung der Drachmen-Einführung genutzt werden. Kopf der Verschwörer soll der inzwischen entlassene Energieminister Panagiotis Lafazanis gewesen sein. Regierungschef Alexis Tsipras war den Berichten zufolge nicht eingeweiht – und kommentierte die Vorgänge entsetzt: „Wir haben uns mit Wahnsinnigen eingelassen.“

EZB setzt auf billiges Geld

Auch wenn es eine Reihe von Kritikern gibt: Draghi muss keinen Putsch fürchten. Der EZB-Chef hat nicht nur gegen einen Grexit gearbeitet. Konsequent verfolgt Europas oberster Währungshüter auch seine Strategie des billigen Geldes. Gegen alle Widerstände setzte Draghi nicht nur die Leitzinsen auf Null, sondern startete ein milliardenschweres Staatsanleihekaufprogramm. Bis September 2016 pumpt die EZB monatlich rund 60 Milliarden Euro in die Märkte, um das Bankensystem stabil zu halten und die lahmende Euro-Konjunktur anzuschieben.

Mehr Kreditvergaben in Euro-Zone

Nun mehren sich die Hinweise, dass diese sogenannte quantitative Lockerung der Geldpolitik erfolgreich sein könnte. Wichtiges Signal einer wirtschaftlichen Erholung ist die zunehmende Kreditvergabe. Nach Schätzungen der KfW-Bankengruppe ist das Neugeschäft der Kreditinstitute mit Unternehmen und Selbstständigen im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,8 Prozent gewachsen. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hatten erneut die langfristigen Kredite mit Laufzeiten von über fünf Jahren. Der Markt für Unternehmenskredite wächst nach einer langen Durststrecke nun schon seit Herbst 2014 mit ansehnlichen Raten.

Gutes Finanzierungsklima im Euro-Raum

Die Chancen stehen gut, dass sich der Trend auch im zweiten Halbjahr fortsetzt. Die europäischen Geldinstitute erwarten, dass insbesondere die Kreditnachfrage großer Unternehmen noch an Fahrt gewinnen wird. Dafür sprechen auch die äußerst günstigen Angebotsbedingungen. So ergab die KfW-Unternehmensbefragung 2015, dass große wie kleine Firmen das Finanzierungsklima niemals zuvor positiver beurteilt haben als aktuell. Der Anteil der Unternehmen mit erhöhten Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme sei in den vergangenen zwölf Monaten um zwei Prozentpunkte auf 17 Prozent gesunken. Allerdings beklagen kleine und junge Unternehmen nach wie vor über hohe Hürden bei der Kreditaufnahme. Das Münchener Ifo-Institut meldet aber, dass die Kredithürde erneut ein Rekordtief markiert hat. Nur noch jedes siebte befragte Unternehmen berichtet demnach von einer restriktiven Kreditvergabe, bei den Großunternehmen ist es nicht einmal jedes zehnte.

Was bedeutet das für Eigenheimer?

Trotz berechtigter Hoffnungen auf eine spürbare Konjunkturerholung in der Eurozone und der erwarteten Leitzinswende in den USA noch in diesem Jahr wird der Anstieg der Kapitalmarktrenditen auch in Deutschland begrenzt bleiben. Dafür sorgen schon allein die monatlichen Anleihekäufe der EZB. So müssen sich auch Eigenheimer, die in den kommenden Wochen und Monaten einen Immobilienkredit benötigen, keine allzu großen Sorgen über steigende Zinsen machen. Baugeld bleibt billig in Deutschland – auch wenn die Zinssätze um ein paar Nachkommastellen zulegen sollten.

 

Zinstrend:

sehr kurzfristig (1-4 Wochen): seitwärts
kurzfristig (1-3 Monate): leicht steigend
mittelfristig (4-12 Monate): moderat steigend
langfristig: moderat steigend

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