Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Dienstag, 27.09.2016 02:11 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Baukredit > Zinskommentar
Artikel bewerten:
AAA
17.06.2015 12:08

Zinskommentar Griechen-Gläubiger haben sich verzockt

von Peter Lindemann Autor
Zinskommentar Griechen-Gläubiger haben sich verzockt
Peter Lindemann, biallo.de
Bundeskanzlerin Angela Merkel, mächtigste Regierungschefin Europas, hat sich längst festgelegt. Mario Draghi, Präsident der ebenfalls mächtigen Europäischen Zentralbank (EZB), auch. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sowieso. Und auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will endlich „die Kuh vom Eis“ haben: Die Pleite Griechenlands und der Austritt aus der Europäischen Währungsunion müssen verhindert werden. Vielleicht nicht um jeden Preis – aber zu einem sehr hohen!
Dabei geht es weniger um die Griechen selbst. Das Geld, das dem überschuldeten Land über die Hilfspakete bewilligt wurde, dürften die Gläubiger ohnehin weitgehend abgeschrieben haben. Und vermutlich wird es am Ende fast egal sein, ob weitere Milliardenhilfen dem Euro-Mitglied oder dem Ex-Euro-Mitglied Griechenland überwiesen werden. Klar ist: Das abgewirtschaftete Land an der Ägäis wird mit oder ohne „Grexit“ nicht aus eigener Kraft wieder auf die Beine kommen.

Pleite Griechenlands als Bankrotterklärung für den Euro?

Größer ist da schon die Sorge, dass an den Kapitalmärkten eine Pleite Griechenlands als Bankrotterklärung für den Euro missverstanden werden könnte. Zwar werden hinter verschlossenen Türen der Ernstfall durchgespielt, Notfallpläne erarbeitet und Krisengipfel der Regierungschefs vorbereitet. Doch es ist nicht die ökonomische Dimension, die den Europäern den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Nicht wenige glauben, dass am Ende der Euro scheitern könnte. Das Friedensprojekt eines gemeinsamen Europas wäre um Jahrzehnte zurückgeworfen.

Die griechische Regierung um Alexis Tsipras weiß, dass kein europäischer Regierungschef in den Geschichtsbüchern für einen „Grexit“ verantwortlich gemacht werden will. Deshalb hat die Athener Regierung ein vergleichsweise leichtes Spiel und kann seine Gläubiger vor sich hertreiben. Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis sind weit davon entfernt, die Spar- und Reformauflagen der Geldgeber EZB, Internationaler Währungsfonds und EU zu erfüllen.

Verhandlungspoker: Gläubiger haben ihre Karten so früh offengelegt

Ungeachtet der Frage, ob die Bedingungen für weitere Zahlungen an Athen „hart und unmenschlich“ (Varoufakis) oder „beinahe kriminell“ (Tsipras) sind: Im Verhandlungspoker um Griechenlands Zukunft als Euro-Mitglied haben die Gläubiger ihre Karten so früh offengelegt, dass die griechische Regierung sich kaum noch verzocken kann. Der ökonomische Preis für ein politisches Ziel steigt mit jedem Tag – aber er wird bezahlt werden. Für die Gläubiger geht es nur noch darum, einen einigermaßen gesichtswahrenden Kompromiss mit Athen zu finden.

Für die künftige Entwicklung an den Kapitalmärkten wäre eine große Lösung wünschenswert. Denn klar ist: Griechenland braucht viel mehr Geld als die 7,2 Milliarden Euro, die als letzte Tranche aus dem zweiten Hilfspaket bislang noch nicht ausgezahlt wurden. Ohne ein drittes Rettungsprogramm droht bereits im Juli die nächste Liquiditätskrise. Immerhin: Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs lässt der EZB ihren Spielraum. Die Zentralbank hat auch juristisch mehr oder weniger grünes Licht für den massiven Ankauf von Staatsanleihen aus Krisenländern der Eurozone erhalten.

Langfristiger Finanzierungsplan würde Kapitalmärkte beruhigen

Sollten sich Athen und seine Gläubiger auf einen langfristigen Finanzierungsplan einigen, wäre zumindest Zeit gewonnen, die zu einer kleinen Beruhigung an den Renten- und Aktienmärkten beitragen könnte. Angesichts der bevorstehenden Zinswende in den USA und einer schwächeren Weltwirtschaft müssen Anleger so oder so mit größeren Schwankungen rechnen.

In Deutschland lässt sich das gut an der Renditeentwicklung von Staatsanleihen nachvollziehen. Seit dem 20. April beträgt die Renditespanne bei Papieren mit zehn Jahren Laufzeit fast einen ganzen Prozentpunkt. Der Anstieg von 0,07 bis auf 0,99 Prozent passt eher zu Zockerpapieren. Inzwischen rentieren die sicheren Staatsanleihen bei 0,8 Prozent.

Baufinanzierer müss sich keine Sorgen machen

Kreditkunden wie etwa künftige Immobilienbesitzer oder solche, die demnächst eine Anschlussfinanzierung benötigen, müssen sich aber vorerst keine Sorgen machen: Der Preisanstieg bei Immobilienkrediten bleibt begrenzt. Auch in den kommenden Wochen und wohl auch Monaten sollten die Zinsen am Hypothekenmarkt weitgehend stabil niedrig bleiben. Laut Biallo-Index Immobilienfinanzierung kostet ein klassisches Darlehen mit zehn Jahren fester Zinsbindung derzeit im Marktdurchschnitt 1,75 Prozent – und damit immer noch etwas weniger als zu Beginn des Jahres.

Zinstrend:
sehr kurzfristig: (1-4 Wochen): schwankend
kurzfristig (1-3 Monate): schwankend
mittelfristig (4-12 Monate): leicht steigend
langfristig: moderat steigend

Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
  Anbieter Details gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
1,11%
1,12%
2.
1,20%
1,23%
3.
1,23%
1,24%
Datenstand: 26.09.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
VV vermittelt auch
OO Online-Konditionen
Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: biallo.de ID:11293
Nach oben
Top 5 Baufinanzierung
Anbieter eff. Zins  
Hypovereinsbank
1,12 %i
Hypovereinsbank
1822direkt
1,23 %i
1822direkt
Allianz LV
1,24 %i
Allianz LV
Degussa Bank
1,31 %i
Degussa Bank
ING-DiBa
1,43 %i
ING-DiBa
Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre, Beleihung60 %
Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
Anzeige
Anzeige
ZINS-CHECK
Ihr-persönlicher Zins-Check
.
© 2016 Biallo & Team GmbH