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01.07.2015 10:49

Zinskommentar Das Spiel der Griechen

von Peter Lindemann Autor
Die weit verbreitete Empörung und Fassungslosigkeit über die griechische Regierung wird in Europa noch lange nachhallen. Mit dem Angebot, das die Gläubiger den unmittelbar von der Staatspleite bedrohten Südeuropäern zur Sicherung ihrer Liquidität unterbreitet hatten, sind sie bereits deutlich über ihre Schmerzgrenze gegangen.
Zinskommentar Das Spiel der Griechen
Peter Lindemann, biallo.de
Die europäischen Partner haben den taumelnden Griechen bis zuletzt die Hand gereicht – und nicht bemerkt, wie deren linkspopulistischer Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein aufreizend provokanter Finanzminister Yanis Varoufakis nach ganz eigenen Regeln spielen.

Griechenlands amtierende Regierung hat kein Interesse an weiteren Milliardenhilfen aus Europa, die mit konkreten Spar- und Reformauflagen verbunden sind. Sie wollen auch keine Streckung ihrer immensen Schuldenlast. Sie wollen einen Schuldenschnitt und einen Systemwechsel. Sie missbrauchen die Währungsgemeinschaft als Transferunion und nehmen zur Durchsetzung ihrer Ziele die eigene Bevölkerung in Geiselhaft. Ein perfides Spiel – denn klar ist: Es wäre nicht mit den europäischen Grundwerten vereinbar, die griechische Bevölkerung in Chaos und Armut alleine und für die Politik ihrer Regierung bluten zu lassen.

Too big to fail – zu groß, um unterzugehen!

Das Dogma, dass seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und dem Ausbruch der Großen Finanzkrise an den Finanzmärkten gilt, hat sich offenbar auch Spieltheoretiker Varoufakis zu eigen gemacht. Er setzt auf hohe Marktaustrittsbarrieren, die es den anderen Euro-Mitgliedsstaaten verbietet, ein Ausscheiden Griechenlands zu befürworten. Dabei sind es weniger die rund 300 Milliarden Euro, die inzwischen nach Athen geflossen sind. Ein Großteil des Geldes ist weg und wird auch nicht zurückgezahlt – das wissen die Gläubiger längst, auch wenn sie es offen so nicht sagen würden.

Varoufakis: Unerhörtes Maß an Selbstüberschätzung?

Die Marktaustrittsbarriere, auf die Varoufakis setzt, ist die Unsicherheit über die Folgen eines „Grexits“ – der juristisch ohnehin nur schwer von den Gläubigern selbst zu organisieren wäre. Too big to fail? Hier liegt möglicherweise der auf ein unerhörtes Maß an Selbstüberschätzung basierende grundlegende Denkfehler des tollkühnen Wirtschaftsprofessors im Athener Kabinett. Die Reaktion der Investoren an den Kapitalmärkten auf den Verhandlungsabbruch der griechischen Delegation in Brüssel und die Ankündigung eines irrwitzigen Referendums in Griechenland waren vergleichsweise harmlos.

Ja, der Deutsche Aktienindex Dax hat am Handelstag eins nach dem gescheiterten Gipfel von Brüssel Federn gelassen – aber gut vier Prozent sind kein Crash, der außer Kontrolle geraten könnte. Auch die Renditen der Staatsanleihen ehemaliger Krisenstaaten wie Spanien oder Portugal haben zugelegt – aber eben auch nur moderat um 0,3 Prozentpunkte. Die Risikoaufschläge bleiben vergleichsweise niedrig, die Refinanzierung dieser Staaten ist nicht in Gefahr. Nichts deutet bislang darauf hin, dass die Märkte die Stabilität der Eurozone und des Euro ernsthaft testen wollen.

Der Euro bleibt unbeeindruckt

Die Gemeinschaftswährung selbst pendelt zwischen 1,10 und 1,12 US-Dollar – und liegt damit noch ein gutes Stück über ihrem Jahrestief von 1,04 US-Dollar. Und auch die große Flucht in sichere Staatsanleihen bleibt vorerst aus. Die Kurse der Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit, die eine Benchmark-Funktion haben, sind ebenfalls nur moderat gestiegen. Ihre Rendite lag zuletzt bei rund 0,75 Prozent.

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass die Risikoneigung an den Kapitalmärkten in den kommenden Tagen und insbesondere nach dem griechischen Referendum am 5. Juli noch einmal deutlich sinkt. Sagen die Griechen „Nein“ zu Reformen und Sparprogrammen, setzen Tsipras und Varoufakis unbeirrt ihren ideologisch geprägten Kurs fort – und stürzen ihr Land in den Abgrund. Sagen die Griechen „Ja“ zu einem Kompromiss mit ihren Gläubigern, müssen Tsipras und Varoufakis die politische Bühne räumen.

Schreckensszenario „Grexit“ verliert Wirkung

Anlegern stehen weiterhin unruhige Zeiten mit deutlichen Kurs- und Renditeschwankungen bevor. Bis zu einer Normalisierung der Lage könnte es Monate dauern. Doch Griechenlands Zahlungsunfähigkeit ist nicht der Anfang vom Ende der Eurozone oder gar der EU. Das Schreckensszenario eines „Grexits“ verliert bei den Geldgebern seine Wirkung. Auch deshalb wird sich in Deutschland das Zinsniveau nicht erhöhen, sondern tendenziell seitwärts bewegen. Das gilt auch für Immobilienkredite. Die besten Konditionen finden Sie unter biallo.de/Baufinanzierung.
 

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