Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Freitag, 30.09.2016 10:19 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Baukredit > Immobilienboom treibt Nebenkosten
Artikel bewerten:
AAA
23.09.2016 14:43

Immobilienboom treibt Nebenkosten Käufer brauchen mehr Eigenkapital

von Max Geißler Autor
Die Preise für Immobilien steigen und steigen. Der unschöne Nebeneffekt: Auch die Nebenkosten verteuern sich. Wie halten Immobilienkäufer dagegen?
Immobilienboom treibt Nebenkosten Käufer brauchen mehr Eigenkapital
Steigende Nebenkosten gefährden Immobilienkauf.
Erwerben Sie eine Immobilie, zahlen Sie nicht nur den Objektpreis. Zusätzlich fallen Steuern, Notarkosten, Gerichtskosten und Maklergebühren an. Experten des Baukreditvermittlers Interhyp haben errechnet, dass die Nebenkosten fast 16 Prozent des eigentlichen Immobilienpreises ausmachen können.

So verursacht die Grunderwerbsteuer je nach Bundesland bis zu 6,5 Prozent Zusatzkosten, die Notar- und Gerichtskosten betragen etwa zwei Prozent und die Maklergebühr bis zu sieben Prozent.

Das Problem: Die Nebenkosten sind keine Fixkosten, sondern errechnen sich prozentual zum Kaufpreis. Für Sie als Immobilienkäufer bedeutet das: Steigt der Kaufpreis, steigen auch die Nebenkosten. Damit wird das Eigenheim immer teurer.

Beispiel: Kostet eine Immobilie 300.000 Euro, fallen bei 15 Prozent Nebenkosten zusätzlich 45.000 Euro Gebühr an. Verteuert sich das Objekt um fünf Prozent, steigen die Nebenkosten ebenfalls um fünf Prozent, und zwar auf 47.250 Euro.

Bundesländer als Kostentreiber

Doch damit nicht genug. Als Immobilienkäufer müssen Sie zudem mit gierigen Bundesländern rechnen. Die Länder dürfen nämlich die Grunderwerbsteuer seit einigen Jahren selbst festlegen und machen in Form von ständigen Erhöhungen reichlich Gebrauch davon.

Lag die Grunderwerbsteuer früher bei bundeseinheitlich 3,5 Prozent, so haben die Länder in den vergangenen Jahren einen wahren Erhöhungswettlauf angezettelt. Inzwischen berechnen das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer. Thüringen hat den Anstieg von fünf auf 6,5 Prozent ab 1. Januar 2017 bereits beschlossen, Baden-Württemberg hat die Erhöhung gerade verschoben. „Damit hat sich die Steuerbelastung beim Immobilienkauf für viele Erwerber fast verdoppelt“, kritisiert Interhypchef Michiel Goris. Nur Bayern und Sachsen haben auf Erhöhungen verzichtet. Dort liegt die Grunderwerbsteuer nach wie vor bei 3,5 Prozent.

Eigenkapital verliert an Gewicht

Ein Anstieg der Kaufnebenkosten wirkt sich doppelt negativ auf die Baufinanzierung aus: Erstens verbrauchen höhere Nebenkosten einen größeren Teil des angesparten Eigenkapitals, dadurch steigt der Kreditanteil an der Gesamtfinanzierung. Als Folge davon verschlechtert sich zweitens das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital. Unter Umständen erreicht das Eigenkapital dann nicht mehr die 60-Prozent-Grenze, bis zu der Banken gewöhnlich zinsgünstige Baudarlehen vergeben. „Im schlimmsten Fall kann sich der Zinssatz für die Baufinanzierung verteuern“, warnt Goris.

Vier Maßnahmen gegen Eigenkapital-Schwund

Mit welchen Mitteln können Sie der Entwertung Ihres Eigenkapitals und damit höheren Kreditzinsen entgegentreten?
1. Schnell handeln: Wohnen Sie in einem Bundesland, das zum Jahreswechsel erneut die Grunderwerbsteuer anheben will, dann sollten Sie noch 2016 den Eigenheimkauf unter Dach und Fach bringen.
2. Immobilienpreis drücken: Verhandeln Sie mit dem Verkäufer, ob er nicht noch ein paar Tausend Euro vom Kaufpreis nachlassen kann. Rechnen Sie außerdem teure Einbauten wie Küchen, Bäder oder die Sauna im Keller aus dem Immobilienpreis heraus. Diese Einbauten kann man separat begleichen – das senkt den Immobilienpreis und damit die Nebenkosten.
3. Immobilie ohne Makler: Kaufen Sie eine Immobilie ohne Makler, zum Beispiel von Privat oder aus öffentlicher Hand. Lässt sich der Makler nicht vermeiden, sollten Sie über die Höhe der Provision verhandeln. Häufig lassen Makler mit sich reden. Oder Sie vereinbaren eine Aufteilung der Maklergebühr zwischen Verkäufer und Käufer.
4. Erhöhen Sie Ihr Eigenkapital: Fragen Sie ihre Eltern oder Angehörige, ob sie Ihnen Geld leihen. Können Sie das geborgte Kapital zinslos zurückzahlen, sparen Sie jede Menge Zinsen, die andernfalls im Rahmen Ihrer Baufinanzierung fällig sind.
 
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
  Anbieter Details gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
1,11%
1,12%
2.
1,18%
1,21%
3.
1,23%
1,24%
Datenstand: 30.09.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
VV vermittelt auch
OO Online-Konditionen

Noch mehr Verbrauchertipps?

Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Biallo-Newsletter!

Leserkommentare
23.09.2016 - von betroffen
Dieser Absatz ist leider falsch, Herr Goris
"Unter Umständen erreicht das Eigenkapital dann nicht mehr die 60-Prozent-Grenze, bis zu der Banken gewöhnlich zinsgünstige Baudarlehen vergeben. „Im schlimmsten Fall kann sich der Zinssatz für die Baufinanzierung verteuern“, warnt Goris." Von einer Eigenkapitalgrenze von 60% kann nicht die Rede sein. Es gibt eine Beleihungsgrenze, die das Verhältnis vom Wert des Anwesens zur Höhe des Baudarlehens angibt. Oft liegt diese bei 60%, manchmal wird auch bis 80% finanziert - dann verteuert sich der Zinssatz. Der schlimmste Fall aber ist, wenn man wegen der Höhe der Beleihung KEINE Baufinanzierung bekommt.
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Brian A Jackson / shutterstock.com ID:12634
Nach oben
Top 5 Baufinanzierung
Anbieter eff. Zins  
Hypovereinsbank
1,12 %i
Hypovereinsbank
1822direkt
1,21 %i
1822direkt
Allianz LV
1,24 %i
Allianz LV
Degussa Bank
1,31 %i
Degussa Bank
ING-DiBa
1,43 %i
ING-DiBa
Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre, Beleihung60 %
Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
Anzeige
Anzeige
ZINS-CHECK
Ihr-persönlicher Zins-Check
.
© 2016 Biallo & Team GmbH