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07.07.2015 09:33

Zinskommentar Der Kompromiss kommt

von Peter Lindemann Autor
Auch nach dem klaren Erfolg der griechischen Regierung beim Referendum zu den bisherigen Spar- und Reformauflagen ihrer Gläubiger ist es an den Börsen nicht zu Panik und Kurseinbrüchen gekommen.
Zinskommentar Der Kompromiss kommt
Peter Lindemann, biallo.de
Das mögliche Aus Griechenlands in der Eurozone wurde zwar noch nicht von den Akteuren an den Kapitalmärkten eingepreist – doch noch überwiegt die Hoffnung, dass der Schuldenstreit mit einem Kompromiss beendet werden kann.

Yanis Varoufakis ist Geschichte

Ein wichtiges Hindernis hat sich am Morgen nach dem Triumph von Ministerpräsident Alexis Tsipras selbst aus dem Weg geräumt: Finanzminister Yanis Varoufakis, der spätestens nach seinem Terrorismus-Vorwurf gegen Griechenlands Gläubiger im Kreis der Euro-Partner als unerwünschte Person gilt, sieht seine Mission offenbar als beendet an und ist zurückgetreten.
Ohne den selbstbewussten, in höchstem Maß extrovertierten und für seine Verhandlungspartner unkalkulierbaren Finanzminister könnte möglicherweise doch noch ein neues Rettungspaket für das faktisch zahlungsunfähige Land an der Ägäis geschnürt werden.

Damit ginge für die Regierung in Athen die Rechnung auf. Sie wollte von Anfang an einen Schuldenschnitt, frisches Geld und eine deutliche Lockerung der geforderten Sparmaßnahmen. Auch die Reformauflagen werden bei einer Einigung anders aussehen, als es im bisherigen Konzept der Geldgeber von Internationalem Währungsfonds (IWF), EZB und EU vorgesehen war.

Kompromissbereitschaft und Konzepte sind jetzt gefordert

Ohne Kompromissbereitschaft und substanzielles Angebot wird Tsipras allerdings nicht zu einem Konsenz mit den übrigen 18 Regierungen der Euro-Mitgliedsstaaten kommen. Erstens müssen teilweise die Parlamente einer möglichen Lösung zustimmen – im deutschen Bundestag etwa dürfte es sehr eng für die Ratifizierung weiterer Griechenland-Hilfen werden.

Und zweitens ist schon jetzt die Verärgerung der Verhandlungsführer aus Krisenländern sehr groß. Dort haben die Regierungen einer harten Austeritätspolitik zugestimmt. Sonderrechte für Griechenland würden sie nun innenpolitisch in Erklärungsnot bringen und die politischen Gegner im eigenen Land stärken. Erste Reformerfolge sind in Spanien, Portugal oder Irland zwar sichtbar, doch die finanzielle Stabilisierung und vorsichtige wirtschaftliche Erholung sind noch nicht bei der breiten Bevölkerung angekommen. Es kann noch Monate und Jahre dauern, bis sich dort die Lage auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert.

Griechenland-Desaster könnte Europa oplitisch spalten

Ökonomisch mag das Griechenland-Desaster aus Sicht der Euroländer beherrschbar sein und – anders als noch vor fünf Jahren – keine Ansteckungsgefahr bergen. Politisch aber sieht die Sache ganz anders aus. Gerade in Südeuropa bleibt insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit ein gewaltiges Problem, das großen sozialen Sprengstoff in sich trägt. Ein gefährlicher Hebel für Massenproteste mit dem Potenzial der politischen Spaltung Europas.

Keiner der handelnden Polit-Akteure will für eine solche Entwicklung stehen. Deshalb werden die Verhandlungen mit Griechenland fortgesetzt – und zu einem Ergebnis geführt. Der ökonomische Preis für diesen politischen Willen ist hoch, aber nicht unbedingt höher als bei einem Grexit. Europa wird Griechenland nicht fallen lassen.

Kapital- und Finanzmärkte bleiben volatil

Bis der Kompromiss gefunden ist, werden sich an den Kapital- und Finanzmärkten die Kurs- und Renditeausschläge tendenziell noch verstärken. Und selbst nach einer Einigung bleibt das Misstrauen der Anleger groß. Es dürften Monate vergehen bis sich die Lage normalisiert. „Gewöhnt euch an die Schwankungen“, hatte EZB-Chef Mario Draghi den Anlegern schon vor der Eskalation in Griechenland geraten – das gilt jetzt erst recht.

Gleichzeitig werden die Kurse sicherer Staatsanleihen vorerst gestützt – und damit automatisch das Zinsniveau in den entsprechenden Ländern gedrückt. Für alle, die es sich leisten können, einen Kredit bei ihrer Bank zu beantragen, bleiben die Konditionen also weiterhin extrem günstig. Vielleicht verbessern sie sich kurzfristig sogar noch. Wie billig Immobilienfinanzierungen in Deutschland sein können, erfahren Sie hier.
 

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