Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Dienstag, 27.09.2016 05:35 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Baukredit > Zinskommentar
Artikel bewerten:
AAA
12.05.2015 11:21

Zinskommentar Baugeld zieht an

von Peter Lindemann Autor
Die Nervosität an den Finanzmärkten ist derzeit mit Händen zu greifen: An einem Tag steigen die Aktien, am nächsten Tag brechen die Kurse erneut ein.
Zinskommentar Baugeld zieht an
Peter Lindemann, biallo.de
Doch nicht nur Aktionäre brauchen in diesen Zeiten starke Nerven: Wo man hinschaut, nimmt die Volatilität zu: So hat der Euro in den letzten drei Wochen gegenüber dem Dollar deutlich zugelegt – aber die meisten Experten glauben, dass der Höhenflug nur von kurzer Dauer sein wird. Ähnliches gilt für den Ölpreis, der kürzlich wieder an der 70-Dollar-Marke kratzte, nachdem der Preis pro Barrel noch Mitte März nur wenig über 40 Dollar gelegen hatte.

Vom Ölmarkt sprang die Nervosität über auf die Märkte für Staatsanleihen über, wo die Kurse, von den Notenbanken auf extrem hohe Niveaus getrieben, einbrachen. Der Ausverkauf bei europäischen Staatsanleihen war enorm. Mit dem Kurseinbruch schossen im Gegenzug die Renditen in die Höhe. Die der zehnjährigen Bundesanleihen legten von 0,05 in der Spitze bis auf 0,75 Prozent zu. Zuletzt notierten die Papiere bei knapp 0,55 Prozent. Die Kurs- und Renditeschwankungen waren so hoch wie in den vergangenen 25 Jahren nicht mehr – das verlieh der Anleihe höchster Bonität zeitweise den Charakter eines Zockerpapiers.

Renditen unter Druck

Die meisten Experten glauben aber nicht an eine nachhaltige Trendwende am Rentenmarkt. Die jüngsten Turbulenzen seien wohl eher eine technische Reaktion auf den kräftigen Kursanstieg der vergangenen Monate. Nach Beginn des Anleihe-Ankaufprogramms der EZB am 9. März waren die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen aus Deutschland bis Ende März auf eine Spanne zwischen 0,2 und 0,3 Prozent gefallen. Mit der erneuten Zuspitzung der Griechenland-Krise hat sich der Druck auf die Renditen noch verstärkt. Nun waren die Anleihekurse so rasch gestiegen, dass es kaum noch Luft für weitere Kursgewinne gab. Bei geringen Marktumsätzen – Folge der massiven EZB-Operationen – führt bereits ein geringer Verkaufsdruck zu spürbaren Kursverlusten, die weitere Verkäufe nach sich ziehen – eine Spirale nach unten.

Trotz der Turbulenzen sieht sich die Europäische Zentralbank in ihrem Kurs bestätigt: „Unsere Politik funktioniert planmäßig“, sagt Vizepräsident Vitor Constancio. Tatsächlich kauft die EZB im Rahmen der quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE) wie geplant jeden Monat Staatsanleihen, Pfandbriefe und verbriefte Kredite in Höhe von 60 Milliarden Euro. Ziel ist es, mit dem billigen Notenbankgeld die Kreditvergabe der Banken an die Unternehmen anzukurbeln. Das soll der lahmenden Konjunktur in der Eurozone Beine machen und die Gefahr dauerhaft sinkender Preise abwenden.

Komplexe Konstellation

Ob das klappt? Immerhin hat die EU-Kommission in Brüssel erst kürzlich ihre Konjunkturprognose nach oben angepasst. Demnach wird die Wirtschaftsleistung der Eurozone in diesem Jahr um 1,5 Prozent zulegen, 0,2 Prozentpunkte mehr als bislang erwartet. Optimistisch sind die Ökonomen auch in Sachen Inflation. Statt eines Rückgangs der Preise um 0,2 Prozent könnte unter dem Strich eine stagnierende Inflation stehen – der steigende Ölpreis könnte hier zusätzlich Dampf machen.

Laut Lehrbuch würden mit Konjunktur und Inflationsrate auch die Marktzinsen steigen – doch hier gibt es warnende Stimmen: Es könnte kontraproduktiv sein, wenn im Umfeld einer globalen Konjunkturschwäche und womöglich wieder höherer Energiepreise die Zinsen anziehen. In den USA etwa ziert sich Notenbankchefin Janet Yellen deshalb, den avisierten Zinsschritt zu terminieren – noch scheint ihr die US-Konjunktur auf zu wackeligen Beinen zu stehen.

Freundliche Bedingungen

Deshalb sollten Immobilieninteressenten, die in nächster Zeit ein Finanzierungspaket schnüren wollen, nicht nervös werden: Angesichts der massiven Anleihekäufe, die die EZB „auf jeden Fall“ wie geplant bis September 2016 fortsetzen will, ist das wahrscheinlichste Szenario, dass die Nachfrage auch nach Bundesanleihen wieder anzieht. Unter teilweise heftigen Schwankungen könnten die Renditen also wieder in den Bereich zwischen 0,3 und 0,4% sinken. Die historischen Tiefststände bei den Hypothekenzinsen sind zwar wohl erst mal vorbei. Trotzdem bleibt Baugeld extrem günstig – zumal der Konkurrenzkampf der Banken um Immobilienkunden nach wie vor hart ist.

Aktuell lässt sich ein Hypothekendarlehen über 250.000 Euro mit zehn Jahren fester Zinsbindung und 2,5 Prozent anfänglicher Tilgung bei Spitzen-Anbietern schon mit monatlich 750 Euro bedienen. Im Vergleich zu einer 2011er-Finanzierung zahlt ein Kunde damit jährlich rund 7.500 Euro weniger. Auch wenn die Preise für Häuser und Wohnungen in vielen Regionen schon recht ambitioniert sind: Selten zuvor war der Traum von der eigenen Immobilie leichter zu finanzieren.


Zinstrend:
sehr kurzfristig: (1-4 Wochen): schwankend
kurzfristig (1-3 Monate): schwankend
mittelfristig (4-12 Monate): leicht steigend
langfristig: moderat steigend
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
  Anbieter Details gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
1,11%
1,12%
2.
1,20%
1,23%
3.
1,23%
1,24%
Datenstand: 26.09.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
VV vermittelt auch
OO Online-Konditionen

Noch mehr Verbrauchertipps?

Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Biallo-Newsletter!

Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: biallo.de ID:11212
Nach oben
Top 5 Baufinanzierung
Anbieter eff. Zins  
Hypovereinsbank
1,12 %i
Hypovereinsbank
1822direkt
1,23 %i
1822direkt
Allianz LV
1,24 %i
Allianz LV
Degussa Bank
1,31 %i
Degussa Bank
ING-DiBa
1,43 %i
ING-DiBa
Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre, Beleihung60 %
Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
Anzeige
Anzeige
ZINS-CHECK
Ihr-persönlicher Zins-Check
.
© 2016 Biallo & Team GmbH