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18.08.2015 16:19

Zinskommentar Mächtig Druck auf dem Kessel

von Peter Lindemann Autor
Das neue Hilfspaket ist wohl weitgehend in trockenen Tüchern: Der Bundestag stimmt an diesem Mittwoch in einer Sondersitzung über das dritte Griechenland-Paket ab, das Hilfen von bis zu 86 Milliarden Euro vorsieht.
Zinskommentar Mächtig Druck auf dem Kessel
Peter Lindemann, biallo.de
Im Gegenzug muss Athen strenge Bedingungen erfüllen, darunter Einsparungen und Steuerreformen. Nach wie vor hält IWF-Chefin Christine Lagarde weitere Schuldenerleichterungen aber für unabdingbar: Die Schuldenlast sei für Hellas "untragbar". Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Internationalen Währungsfonds unbedingt im Boot halten will, sieht aber bestenfalls bei Zinssätzen und Kreditlaufzeiten noch Spielraum. Nach Informationen des Handelsblatts sind bis zu 60 Jahre Laufzeit im Gespräch – was das Problem weit von der heute aktiven Politikergeneration wegschöbe: "Angela Merkel beispielsweise wäre im Jahr der letzten Rate 121 Jahre alt", spottete Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart.

Schock für die Finanzmärkte

Die Einigung in Sachen Griechenland wurde zuletzt von überraschend schwachen Konjunkturdaten in der Eurozone überschattet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,3 Prozent. Das krisengeplagte Griechenland schaffte ein Plus von 0,8 Prozent, in Spanien legte das BIP sogar um 1,0 Prozent zu. Euro-Schwergewicht Deutschland wuchs um 0,4 Prozent. Frankreich stagnierte nach einem starken Jahresauftakt, während sich das Wachstum in Italien auf 0,2 Prozent abschwächte. Auch Japans Wirtschaft erhielt einen Dämpfer: Im zweiten Quartal ist das BIP hier um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,6 Prozent gesunken. Erstmals seit Langem waren die Exporte nach China rückläufig.

Ohnehin bleibt das Reich der Mitte ein Unsicherheitsfaktor: In der vergangenen Woche hatte Peking die Finanzmärkte geschockt. Gleich an drei Tagen in Folge hat die People’s Bank of China (PBoC) den Yuan gegenüber dem US-Dollar abgewertet – und zwar um insgesamt 4,5 Prozent. Die Notenbanker begründeten den Schritt offiziell damit, den Wechselkurs so an die Marktverhältnisse anzupassen. Doch tatsächlich dürfte China dabei vor allem die Wettbewerbsfähigkeit seiner schwächelnden Wirtschaft im Blick haben. Aus Angst vor einer stärkeren konjunkturellen Abschwächung in China reagierten die Aktienbörsen rund um den Globus mit deutlichen Kursverlusten.

Dämpfer für die US-Konjunktur

Gewinner waren hingegen Staatsanleihen in den USA und der Eurozone. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um zehn Basispunkte auf 0,63 Prozent. Da die Risikobereitschaft der Anleger deutlich abgenommen hat, gibt es derzeit nur wenig Potenzial für steigende Renditen.
Nach wie vor schaut die Finanzwelt aber gespannt nach Washington: Wann wird die Notenbank Fed an der Zinsschraube drehen? Ein wichtiger Konjunkturindikator könnte gegen den lange favorisierten September sprechen: Die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York hat sich im August überraschend verschlechtert. Der Empire-State-Index fiel von 3,86 Punkten im Vormonat auf minus 14,92 Punkte, wie die regionale Notenbank mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 5,0 Zähler gerechnet. Grund für den Rutsch waren sinkende Neuaufträge und Exporte. Allerdings gehen die Unternehmen davon aus, dass sich die Lage bald wieder verbessern wird: Der Teilindex für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten kletterte um 6,6 auf 33,64 Punkte. Die Märkte bleiben also in Bewegung, was vor allem Aktienanleger zuletzt recht schmerzlich erfahren mussten. Das Auf und Ab der letzten Wochen war nur etwas für nervenstarke Investoren – und der Druck auf dem Kessel bleibt hoch.

Relativ ruhig ist es dagegen an der Zinsfront. Zuletzt ging es laut Biallo-Index-Baugeld bei den Konditionen für das klassische Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sogar wieder in kleinen Schritten nach unten: von 1,78 über 1,76 auf aktuell 1,72 Prozent. Ein gutes Argument für Kauf- oder Bauwillige, die jetzt ein Finanzierungspaket schnüren wollen. Denn nicht nur die Konditionen sind günstig – wer einmal die Entscheidung für die eigenen vier Wände getroffen hat, kann den Turbulenzen auf den Finanzmärkten deutlich gelassener begegnen.


Zinstrend:
sehr kurzfristig (1-4 Wochen): seitwärts
kurzfristig (1-3 Monate): seitwärts
mittelfristig (4-12 Monate): moderat steigend
langfristig: moderat steigend

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Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
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