Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Dienstag, 27.09.2016 10:40 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Baukredit > Zinskommentar
Artikel bewerten:
AAA
26.05.2015 14:34

Zinskommentar Immer wieder die EZB

von Peter Lindemann Autor
Die Sorglosigkeit an den Aktienmärkten hält weitgehend an und auch an den Rentenmärkten stabilisiert sich die Lage. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen und dem daraus resultierenden Zinsanstieg hat wieder einmal die Europäische Zentralbank (EZB) zur Beruhigung der Anleger-Nerven beigetragen.
Zinskommentar Immer wieder die EZB
Peter Lindemann, biallo.de
Die Währungshüter ziehen einen Teil ihrer geplanten Anleihekäufe vor. Sie wollen so vermeiden, dass sie in den liquiditätsschwachen Sommermonaten die Kurse an den Rentenmärkten verzerren oder womöglich nicht das gewünschte Ankaufvolumen erzielen.

Seit März kauft die EZB im Rahmen der quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE) ihrer Geldpolitik vor allen Dingen jeden Monat Staatsanleihen, Pfandbriefe und verbriefte Kredite in Höhe von 60 Milliarden Euro. Das Programm wird nach EZB-Angaben mindestens bis September 2016 laufen. Ziel ist es, mit dem billigen Notenbankgeld die lahmende Konjunktur in der Eurozone zu beschleunigen, die Kreditvergabe anzuschieben und die Gefahr dauerhaft sinkender Preise abzuwenden.

EZB hat Aktien- und Anleihemärkten im Griff

Wie sehr die EZB derzeit die Kurse an den Aktien- und Anleihemärkten beeinflusst, hat die Reaktion auf das höhere Kaufvolumen im Mai und Juni gezeigt: Kaum hatte die Zentralbank ihre Pläne am Dienstagmorgen in einer Pressemitteilung öffentlich gemacht, verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar ein Prozent an Wert. Die Aktienbarometer schossen in die Höhe, die Kurse europäischer Staatsanleihen legten ebenfalls kräftig zu. Billiges EZB-Geld ist inzwischen seit Jahren der Treibsatz für neue Rekordstände an den Börsen.

Auf Dauer aber kann die Notenbank nicht allein die Kohlen aus dem Feuer holen. Die Euro-Mitgliedsstaaten müssen ihren Haushalt in Ordnung bringen, die Neuverschuldung rasch unter die vertraglich vereinbarten drei Prozent drücken und langfristig Schulden zurückzahlen. Dies würde das Vertrauen von Anlegern, Investoren und Verbrauchern stärken und den Staaten neue konjunkturpolitische Spielräume verschaffen.

Europa: Nachhaltiger Aufschwung Fehlanzeige

Nach wie vor ist Europa meilenweit von einem nachhaltigen und sich selbst tragenden Aufschwung entfernt. Die jüngsten Konjunkturdaten fielen gemischt aus, und auch die deutsche Wirtschaft, Wachstumsmotor in Europa, verlor im Mai weiter an Dynamik. Immerhin könnte die US-Wirtschaft, die im ersten Quartal 2015 ebenfalls unerwartet geschwächelt hatte, wieder etwas stärker Fahrt aufnehmen.

Davon jedenfalls geht die US-Notenbank Federal Reserve aus. Deren Chefin Janet Yellen plant weiterhin noch in diesem Jahr die Leitzinswende. Das jedenfalls geht aus den jüngsten Sitzungsprotokollen der Fed hervor. Eine Leitzinserhöhung – die erste nach Beginn der Großen Finanzkrise vor sieben Jahren – setzt aber stabile Arbeitsmarkt- und Wachstumsdaten voraus. Insofern könnten sich Yellens Äußerungen am Ende als bloße Absichtserklärung entpuppen.

Vorerst aber setzt die Aussicht auf eine dynamischere US-Wirtschaft und steigenden Zinsen den Dollar nach einer Verschnaufpause wieder unter Aufwertungsdruck. Der Euro ist auf knapp 1,10 US-Dollar gefallen. Was für Amerika-Reisende eine Belastung der Urlaubskasse bedeutet, hilft deutschen Unternehmen auf den Weltmärkten außerhalb Europas.

Zinsen könnten mittel- und langfristig wieder ansteigen

Geht das Kalkül der EZB mit ihrem Anleiheankaufprogramm auf, werden auch in Deutschland die Zinsen mittel- und langfristig steigen. Solange die Notenbank aber jeden Monat durchschnittlich 60 Milliarden Euro in die Märkte pumpt, müssen Eigenheimer mit Finanzierungsbedarf keine deutlich höheren Kosten fürchten. Gut möglich, dass sich die Hypothekenzinsen hierzulande tendenziell nach oben bewegen. Insgesamt aber bleiben unter den derzeitigen Rahmenbedingungen Immobilienkredite extrem günstig.

Allerdings: Krisenherde wie Griechenland oder die Unsicherheit über die Zinsentwicklung in den USA dürften auch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder zu erheblichen Renditeausschlägen an den Rentenmärkten führen. Diese Entwicklung wird sich – wenn auch in gemäßigter Form – in den Konditionen der Immobilienkredite widerspiegeln.

Zinstrend:
sehr kurzfristig: (1-4 Wochen): schwankend
kurzfristig (1-3 Monate): schwankend
mittelfristig (4-12 Monate): leicht steigend
langfristig: moderat steigend

Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: biallo.de ID:11235
Nach oben
Top 5 Baufinanzierung
Anbieter eff. Zins  
Hypovereinsbank
1,12 %i
Hypovereinsbank
1822direkt
1,23 %i
1822direkt
Allianz LV
1,24 %i
Allianz LV
Degussa Bank
1,31 %i
Degussa Bank
ING-DiBa
1,43 %i
ING-DiBa
Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre, Beleihung60 %
Infoservice-Baugeld, Foto: Kaarsten/Fotolia.com
Anzeige
Anzeige
ZINS-CHECK
Ihr-persönlicher Zins-Check
.
© 2016 Biallo & Team GmbH