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20.08.2016 10:25

Denkmalhaus sanieren Boni für Baukredite, Bausparen und Steuern

von Max Geißler Autor
Der Unterhalt von Denkmalhäusern kostet viel Geld. Sie als privater Investor lockt der Staat mit Steuerboni, günstigen KfW-Krediten und Prämien fürs Bausparen.
Denkmalhaus sanieren Boni für Baukredite, Bausparen und Steuern
Mit einem Baukredit das alte Fachwerkhaus auf Vordermann bringen.
Ob Fachwerkhaus oder Biedermeiervilla – denkmalgeschützte Häuser müssen oft aufwändig saniert werden, damit sie modernen Wohnansprüchen gerecht werden. Energiesparmaßnahmen und Dämmung sind allerdings häufig nur mit Einschränkungen möglich, damit die Außenfassade bzw. der ursprüngliche Charakter des Hauses nicht verändert wird. Modernisierungen innerhalb des Hauses unterliegen weniger Auflagen.

Die Denkmalschutzbehörde muss die geplanten Baumaßnahmen vorab genehmigen. Dazu müssen Eigentümer Umbaupläne, Fotos oder Computeranimationen sowie die Handwerkerangebote vorlegen.

Förderung für Ihr Denkmalhaus

Wenn Sie ein Haus modernisieren möchten, das unter Denkmalschutz steht, dann können Sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen und so die Kosten abfedern.
 
  • KfW-Darlehen: Unterstützung bei der Finanzierung der Umbaumaßnahmen bietet die KfW-Förderbank. Das staatliche Kreditinstitut fördert einerseits die energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und andererseits einzelne Modernisierungsmaßnahmen, etwa den Austausch der Heizung oder die Erneuerung der Fenster. Bei Komplettsanierung stehen zinsverbilligte Förderkredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit bereit, für Einzelmaßnahmen gelten halb so hohe Kreditbeträge. Aktuell gibt es Förderdarlehen bereits ab 0,75 Prozent Effektivzins. Zusätzlich sind Tilgungszuschüsse und Investitionszuschüsse möglich. Infos und Kontakt unter www.kfw.de.
  • Bausparen: Nicht nur für den Kauf eines Denkmalhauses, sondern auch wenn Sie bereits im Haus wohnen und nach und nach die Immobilie auf Vordermann bringen wollen, empfiehlt sich Bausparen. Aus kleinen Beträgen, die Sie regelmäßig zur Seite legen, erwächst peu á peu ein Kapitalstock. Ist ein gewisses Finanzpolster angespart, wird der Bausparer zuteilungsreif und versorgt Sie mit einem preiswerten Baudarlehen. Das Gute: Bausparverträge werden je nach Einkommen staatlich gefördert. Während der Sparphase unterstützt die Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen sowie die Wohnungsbauprämie die Kapitalbildung.

    Wenn Sie beide Förderungen voll ausschöpfen, erzielen Sie eine optimale Verzinsung. Spendiert der Chef beispielsweise 40 Euro sogenannte Vermögenswirksame Leistungen im Monat, profitieren Bausparer von 480 Euro im Jahr. Hinzu addieren sich Wohnungsbauprämie von jährlich 45 Euro und die Arbeitnehmersparzulage von 43 Euro. Verheiratete genießen die doppelte Bauspar-Förderung. Positiv: Bausparer können jederzeit Sonderzahlungen leisten und so die Kosten und die Laufzeit ihres Bausparvertrags verkürzen.
Biallo-Tipp: Mit Geldgeschenken vom Arbeitgeber Ihr Eigenheim verbessern? Aber Ja! Vermögenswirksame Leistungen bringen Ihren Bausparvertrag in Schwung.

Steuerliche Förderung für Sie

Zusätzlich zu Förderdarlehen und Förder-Bausparen können Sie die Modernisierungskosten steuerlich absetzen. Wohnen Sie selbst im Denkmalhaus, können Sie innerhalb von zehn Jahren die Ausgaben zu 90 Prozent steuerlich geltend machen, und zwar Jahr für Jahr neun Prozent der Kosten. Vermieten Sie das Haus, dann sind binnen zwölf Jahren einhundert Prozent der Ausgaben absetzbar, und zwar vom ersten bis zum achten Jahr je neun Prozent, und vom neunten bis zwölften Jahr je sieben Prozent der Kosten.

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