Hilfe, mein Kind studiert!

Geld-Tipps für Studenten Hilfe, mein Kind studiert!

von Klaus Winter
05.02.2016
Auf einen Blick
Wenn der eigene Nachwuchs sich auf den Weg an die Uni begibt, gibt es nicht nur im Hinblick auf die universitären Verpflichtungen viel zu regeln. Auch die eigenen Finanzen müssen neu geordnet werden.
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1. Studienkosten finanzieren

Studieren und als Student leben kostet Geld – wer nicht von den Eltern oder dem Bafög leben kann und auch nicht arbeitet, der wird über einen Studienkredit nachdenken. Der Ablauf dabei: Nach einer Auszahlungsphase mit monatlichen Leistungen des Kreditgebers kommt eine bis zu zweijährige Ruhephase, nach deren Ablauf dann mit der Rückzahlung begonnen werden muss. Günstige Studienkredite gibt es bei der KFW, aber auch bei privaten Banken wie zum Beispiel der DKB. Der Nachteil: Der Rückzahlungsbeginn ist fix, auch wenn bis dahin noch kein oder nicht genug Geld verdient wird. Als Alternative sind deshalb Bildungsfonds zum Beispiel von Carree Concept oder Deutsche Bildung eine Option: Hier ist die Rückzahlung in aller Regel einkommensabhängig gestaltet – gezahlt werden muss erst dann, wenn man selbst Geld verdient.

Tipp:

Grundsätzlich sollten Kredite – egal von wem – immer eine Ausnahme sein, weil Studenten durch sie mit einem Haufen Schulden ins Erwerbsleben starten.

2. Versicherungsschutz überprüfen

Es gibt nicht viele Versicherungen, die Studenten wirklich benötigen – aber um zwei müssen Sie bzw. Ihre Kinder sich kümmern: Zum einen ist das der private Haftpflichtschutz, zum anderen die Krankenversicherung. Bei der privaten Haftpflichtversicherung sollte vorab geklärt werden, ob noch eine Familienversicherung besteht: Meist ist das bis zum Ende der Ausbildung der Fall – und zwar selbst dann, wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen. Ansonsten finden Kinder über unsere Vergleichsrechner für die Haftpflichtversicherung einen günstigen Anbieter unter 50 Euro, der mindestens die empfehlenswerte Versicherungssumme von fünf Millionen Euro anbietet.

Bei der Krankenversicherung wird für die meisten auch erst einmal die kostenfreie Familienversicherung der gesetzlichen Kassen die erste Wahl sein bis zum 25. Geburtstag. Ausgeschlossen ist eine Mitversicherung über die Eltern nur dann, wenn das Kind mit einem studentischen Nebenjob mehr als 405 Euro monatlich verdient – bei einem Minijob sind es 450 Euro. Kommt die Familienversicherung nicht (mehr) für den studierenden Nachwuchs infrage, müssen Studenten sich selbst versichern – das können Sie über die studentische Versicherung machen oder über eine private Krankenversicherung. Eine private Zusatzabsicherung wird auf jeden Fall bei Auslandsaufenthalten benötigt, weil der gesetzliche Schutz nur selten ausreicht – eine Auslandskrankenversicherung schützt Studenten hier schon für ein paar Euro im Jahr.

Daneben gibt es noch einige weitere Versicherungen, die für Studenten je nach Lebenssituation sinnvoll sein können – allem voran die Berufsunfähigkeits-Versicherung. Denn Studenten bekommen im Falle einer Invalidität keine Leistungen aus der Deutschen Rentenversicherung und müssen privat abgesichert sein.
Gute Anbieter sichern bereits im Studium die soziale Stellung des später angestrebten Berufes ab – das sollte beim Vergleich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt beachtet werden. Eine Hausratversicherung dagegen ist nur dann wirklich ein Muss, wenn der Hausrat so teuer ist, dass ein Ersatz nicht ohne weiteres finanziell verkraftbar ist – etwa bei einem teuren PC für das Studium oder einem Fahrrad der oberen Preisklasse.

3. Konten und Karten

Viele Geldinstitute buhlen um Studenten – gerade in den entsprechenden Universitätsstädten. Die Konten für Studierende sollten kostenfrei sein, eine Maestro-Karte gratis beinhalten und am besten auch eine kostenlose Kreditkarte bereitstellen, die auch im Ausland die Bargeldbeschaffung erleichtert. Und das alles möglichst ohne einen regelmäßigen Gehaltseingang, der nicht selten Voraussetzung ist. Unser Girokonto-Vergleich zeigt, welche Banken ein solches Paket gratis anbieten!

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