Berufsunfähigkeitsversicherung Wenn die Seele erkrankt

Berufsunfähigkeitsversicherung Wenn die Seele erkrankt

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
07.10.2016
Auf einen Blick

Verzweiflung, innere Leere, Stress und Mobbing – streikt die Psyche, ist schnell der Arbeitsplatz und damit die Existenz bedroht.

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Psychische Beschwerden, wie Depressionen und Burnout sind auf dem Vormarsch. So lag der Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen von AOK-Mitgliedern aufgrund von psychischer Beschwerden, im Jahr 2015 bei 10,5 Prozent. Dies ergab eine Studie der AOK. Stress macht immer mehr Menschen krank und berufsunfähig – auch bei einem Bürojob. Experten raten daher, auch Menschen mit Berufen ohne körperliche Arbeit, zeitig eine BU-Versicherung abzuschließen.

Unterschätzen Sie daher nicht das Risiko, in Ihrem Leben einmal eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu benötigen. Gerade viele junge Leute blenden dieses Szenario kategorisch aus. Ein teurer Fehler, denn in jungen Jahren sind die Policen besonders günstig, da sich die monatlichen Beiträge unter anderem am Alter orientieren. Zudem müssen Junge meist noch keine Risikozuschläge oder Ausschlüsse für bestimmte Krankheiten hinnehmen.


Sichern Sie Ihre finanzielle Existenz

Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung suchen, sollten Sie immer vorher die einzelnen Angebote gründlich miteinander vergleichen .

Beispiel: Ein 30-jähriger Büroangestellter (Nichtraucher) schließt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, die bis zum 67. Lebensjahr läuft. Bei einer monatlichen Rente von 1.500 Euro würde der Versicherte bei Top-Anbietern wie Hannoversche, Canada Life, oder Basler Versicherungen etwa 48 bis 68 Euro im Monat zahlen. Die Versicherer leisten in der Regel, wenn die Berufsunfähigkeit mindestens sechs Monate andauert und der Grad der Berufsunfähigkeit bei 50 Prozent höher liegt.


Debeka bietet besondere Hilfestellung

Der Koblenzer Versicherer Debeka bietet für Mitglieder, denen aufgrund einer seelischen Erkrankung eine Berufsunfähigkeit droht, einen Service um aktiv Versorgunglücken zu schließen. Das freiwillige und zeitlich begrenzte Programm können Debeka-Versicherte nutzen, die berufstätig sind und in ihrer Altersvorsorge Schutz gegen Berufsunfähigkeit abgeschlossen haben.

„Für unsere Versicherten ist das Angebot von großem Nutzen, ihre Gesundheit zu fördern und aus eigener Kraft wieder ein berufliches Leben zu meistern“, erklärt Roland Weber, Vorstand der Debeka.

Reicht ein Mitglied - aufgrund einer psychischen Erkrankung - einen Antrag auf Berufsunfähigkeit ein, prüft der Versicherer neben der Leistungsbearbeitung, ob der Patient durch das Serviceangebot zusätzlich unterstützt werden kann. Ist das der Fall, vermittelt ihn das Koblenzer Unternehmen an die Reha-Aktiv GmbH. Ein erster Gesprächstermin mit einem dort tätigen Psychologen soll dazu dienen, Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen. Durch eine einjährige Betreuungsphase erhalten Versicherte eine individuelle Unterstützung bei einer Berufsunfähigkeit. Das Projekt wird durch die Medizinische Hochschule Hannover wissenschaftlich begleitet.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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