Berufsunfähigkeitsversicherung Berufsunfähigkeitsschutz früh abschließen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
30.11.2014
Auf einen Blick

Finanzieller Schutz vor den Risiken einer Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt geworden. Früh starten ist ein Muss.

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Nach Abgaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat inzwischen jeder dritte Haushalt einen Berufsunfähigkeitsschutz. Besonders erfreulich: In Haushalten mit einem Hauptverdiener zwischen 25 und 35 Jahren haben bereits 42 Prozent eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). „Die Zahlen belegen, dass es in der Bevölkerung durchaus ein Bewusstsein für die existenziellen Risiken der Berufsunfähigkeit gibt. Dies gilt insbesondere für die jüngere Generation. Offenbar ist hier die Botschaft angekommen, dass die gesetzliche Erwerbsminderungsrente im Fall der Fälle keinen adäquaten Einkommensausgleich mehr bietet“, sagt Peter Schwark von der GDV-Hauptgeschäftsführung.

Problemfall „Finanzierbarkeit“

Allerdings variiert die Quote stark je nach Einkommen. Gut 40 Prozent der Haushalte mit einem Monatsnettoeinkommen zwischen 3.200 bis 5.000 Euro verfügen über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. „Unterhalb der Einkommensschwelle von 3.200 Euro sinkt die Verbreitung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch deutlich“, so der GDV. Hier hat im Schnitt nur jeder Fünfte eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das hat durchaus systembedingte Gründe. Einerseits ist die Finanzierung einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem geringeren Einkommen nicht einfach zu stemmen. Andererseits sind die Beiträge gerade für handwerklich Tätige relativ hoch und die Annahmekriterien der Versicherer streng. Der Beitragsunterschied zwischen den verschiedenen Berufsgruppen ist drastisch: So zahlt beispielswiese ein Maurer bei gleichen Leistungen bis zu fünf Mal mehr Beitrag als ein Mathematiker oder Physiker – wenn er denn überhaupt noch angenommen wird.

Jung starten und Berufsunfähigkeitsversicherungen gründlich vergleichen

Besonders wichtig ist es daher, dass sich junge Berufstätige rechtzeitig um einen Berufsunfähigkeitsversicherungsvertrag kümmern. Für sie ist ein guter Schutz noch zu relativ moderaten Preisen erhältlich. Da sie meist keine längere Krankengeschichte haben, bleiben sie zudem von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen für bestimmte Krankheiten verschont.

Ein vorheriger Beitragsvergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen ist jedoch ein absolutes Muss. Die Preisunterschiede sind enorm. So zahlt zum Beispiel ein 30-jähriger IT-System-Kaufmann bei 100 Prozent Bürotätigkeit für einen Vertrag bis zum 67. Lebensjahr für 1.200 Euro BU-Rente bei günstigen Anbietern wie der Hannoverschen, Gothaer, Canada Life oder Hanse Merkur zwischen 37 und 42 Euro im Monat. Beim teuersten Versicherer wären dafür laut Berechnungen des Analysehauses Franke und Bornberg auch knapp 90 Euro monatlich möglich, also mehr als das Doppelte.

Auch die Einstufung in eine bestimmte Berufsgruppe entscheidet bei der Berufsunfähigkeitsversicherung über die Beitragshöhe. Die Versicherer haben hier allerdings zum Teil unterschiedliche Klassifizierungen, die sich – je nach Einstufung – mal vorteilhaft oder nachteilig erweisen kann. Wessen Beruf dort in der falschen Berufsgruppe landet, zahlt schnell zu hohe Beiträge. Hier lohnt es sich, auch daraufhin die Einstufungskriterien einzelner Versicherer genau zu vergleichen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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