Butto-Netto-Rechner
  • Im ersten Schritt Netto-Gehalt berechnen
  • Danach Gehalt optimieren
  • Mehr Netto-Gehalt durch legale Tricks
  • Weniger Sozialabgaben für den Chef
Manfred Fischer
Manfred Fischer
Damit bei einer Gehaltserhöhung mehr netto bleibt.

Lohn optimieren: Mehr Netto vom Brutto

Die Abgabenlast überschreitet bei den meisten Beschäftigten noch immer die 50-Prozent-Grenze. Schuld daran sind die hohen Sozialbeiträge, wie der Krankenkassenbeitrag und die Lohnsteuer. Und dank der sogenannten kalten Progression in unserem Steuersystem wird aus manchem Brutto-Mehr am Ende sogar ein weniger in der Lohntüte. Lohnsteigerungen und Gehaltserhöhungen sind also das eine, aber steuer- und sozialversicherungsfreie Sonderzahlungen können netto viel mehr bringen. Sie sollten deshalb diese Möglichkeiten gut kennen – und sie auch Ihrem Chef nahebringen können. So lässt sich aus einer individuellen Gehaltsverhandlung netto oft deutlich mehr herausschlagen als durch ein normales Gehaltsplus.

Brutto-Netto-Rechner: Gehaltsrechner als Gehaltsoptimierer!

Der Biallo Brutto-Netto-Rechner zeigt Ihnen zuerst, wieviel Netto von ihrem Bruttogehalt übrig bleibt. Er ist also ein klassischer Gehaltsrechner. Dazu müssen Sie im ersten Schritt folgende Angaben machen: monatliches oder jährliches Bruttogehalt, Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Krankenversicherung (gesetzlich oder privat), Renten- und Arbeitslosenversicherung, für alle über 23-Jährigen Status „Kinderlosigkeit“ und der nach Bundesland zugeordnete Arbeitsplatz (z.B. Bayern). Drücken Sie den Button „weiter zum 2. Schritt“. Jetzt erhalten Sie eine Berechnung des momentanen Nettolohns.

Der Brutto-Netto-Rechner von biallo.de kann aber noch mehr: Er ist auch ein Gehaltsoptimierer. Dafür bestimmen Sie im nächsten Schritt die Optimierungsmöglichkeiten, die Sie generell jederzeit auswählen können  (Firmenwagen mit Privatnutzung und Direktversicherung) und andererseits Optimierungen, die nur bei einer Gehaltserhöhung oder einem Jobwechsel nutzbar sind.

Bestehendes Gehalt darf im letzteren Fall nicht in diese abgabenfreien Zuschüsse umgewandelt werden (Essenszuschuss, Benzin- oder Warengutscheine, Fahrtkostenzuschuss, Kindergartenzuschuss, Telefonkostenzuschuss und Zuschuss zur Gesundheitsförderung). Wählen Sie die gewünschten Möglichkeiten in unserem Gehaltsrechner aus und klicken Sie „weiter zum 4. Schritt“.

Hier wird erfasst, welche Zuschüsse Sie bei Ihrem Arbeitgeber aushandeln konnten. Nach erfolgter Eingabe führen Sie die Optimierung durch und Sie erhalten die gewünschte Berechnung, unterschieden nach Detailrechnung Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Steuerlich geförderte Entgeltumwandlung

Arbeitnehmer haben ein Recht auf betriebliche Rentenvorsorge per Gehaltsumwandlung 

Der Vermögensaufbau im Unternehmen ist attraktiv, weil der Staat entsprechende Angebote steuerlich stark fördert. Der größte Brocken an Abgaben lässt sich mit einer betrieblichen Altersversorgung (z.B. Direktversicherung, Unterstützungskasse, Pensionskasse oder-fonds) einsparen.

Seit Januar 2005 sind in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds jährlich bis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung vier Prozent des Gehalts steuerfrei einzahlbar. Der Unternehmer schließt für seine Mitarbeiter eine Rentenversicherung ab. Als Entgeltumwandlung zahlt er jährlich steuerfreie Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ein.

Zusätzlich können Arbeitnehmer 1.800 Euro steuerfrei immer dann anlegen, wenn sie keine Direktversicherungsverträge haben, die vor 2005 abgeschlossen wurden. Bis zu 4.392 Euro können so per Gehaltsumwandlung jährlich in die Altersvorsorge fließen.

Der Arbeitnehmer zahlt seine Beiträge quasi aus dem Bruttogehalt - und nicht wie bei einer „klassischen“ Rentenversicherung aus dem Nettogehalt. „Am günstigsten ist es, wenn der Arbeitgeber die Beiträge zusätzlich zum Gehalt bezahlt, da sich dann am Netto des Arbeitnehmers nichts ändert und trotzdem eine private Altersversorgung aufgebaut wird“, sagt der Münchner Steuerberater Dominik Brach.

Noch besser haben es Arbeitnehmer, die in eine Unterstützungskasse oder eine Direktversicherung einzahlen: In beiden Fällen sind Beiträge in fast unbegrenzter Höhe steuerbefreit, sozialabgabenfrei bleiben aber nur Einzahlungen bis zu 2.592 Euro im Jahr 2009.

Riester-Bonus

Viele private Vorsorgevarianten gibt es auch im Wege der Riester-Förderung. Dabei bekommt der Angestellte keine Steuererstattung, sondern direkte staatliche Zuschüsse zu seinem Sparvertrag. Das sind 154 Euro Grundzulage zuzüglich 185 Euro pro Kind.

Kostenlose Verpflegung

Für Arbeitnehmer, die nicht in einem Großbetrieb mit eigener Kantine beschäftigt sind, kann der tägliche Gang zum Italiener oder Chinesen den Geldbeutel erheblich strapazieren – zehn Euro pro Tag sind schnell ausgegeben. Bei 20 Arbeitstagen im Monat ergibt das schon 200 Euro, im Jahr über 2.000 Euro! Günstiger kommt man weg, wenn man den Chef überzeugt, dass er sich an der Verpflegung seiner Mitarbeiter beteiligt. 

Zahlt er einen Zuschuss an eine Kantine oder Gaststätte oder kauft er eine Essensmarke, bleiben pro Tag bis zu 3,10 Euro steuer- und abgabenfrei. Voraussetzung ist allerdings, dass der Mitarbeiter 2,73 Euro pro Tag aus eigener Tasche beisteuert. Für Arbeitnehmer, die in Betrieben ohne eigene Kantine arbeiten, eignen sich Restaurant-Schecks, von denen 15 Stück im Monat im Wert von jeweils 5,83 Euro zur Verfügung gestellt werden können 1282,60 Euro pro Jahr).

„Auch anstehende Gehaltserhöhungen können in Form von Restaurantschecks gewährt werden“, sagt George Wyrwoll vom Marktführer für Gemeinschaftsverpflegungen Sodexo Pass.

Arbeitnehmer-Rabatt

Firmenrabatt, Arbeitnehmerrabatt, Belegschaftsrabatt

Eine einfache Variante, Lohnsteuer zu sparen, sind Firmenrabatte. In der Automobilindustrie oder in Warenhäusern sind Belegschaftsrabatte durchaus üblich. Die Mitarbeiter können verbilligt Fahrzeuge oder Waren ihres Unternehmens kaufen. Bis zu einer Höhe von 1.080 Euro pro Jahr ist diese Vergünstigung sogar steuerfrei.

Wer noch keinen Personalrabatt hat, sollte seinen Arbeitgeber um einen solchen ersuchen, immerhin kann man damit bis zu 450 Euro an Lohnsteuer sparen. Personalrabatte sind für jeden Arbeiter und Angestellten möglich, selbst dann, wenn nur ein einziger Tag im Jahr gearbeitet wurde. Der sogenannte Rabattfreibetrag ist nämlich ein Jahresbetrag.

Der Arbeitnehmer-Rabatt wird als Teil des Gehalts vereinbart. Zusätzlich zu den steuerfreien 1.080 Euro erlaubt das Finanzamt noch einen Vorwegabzug vom Listenpreis der Ware von vier Prozent. Es bleibt trotz Arbeitnehmer-Rabatt plus Vorwegabzug ein Restbetrag beim Kaufpreis, so ist dieser als geldwerter Vorteil zu versteuern und Sozialversicherungsbeiträge sind zu zahlen.

Beispiel: Sie arbeiten in einem Kaufhaus. Anstelle einer Gehaltserhöhung vereinbaren Sie, dass Ihnen pro Jahr Waren im Wert von 1.124 Euro (93,66 Euro/Monat) kostenlos überlassen werden. Vom Ladenpreis der Waren werden vier Prozent und der Rabattfreibetrag abgezogen – damit haben Sie einen ordentlichen finanziellen Vorteil. (1.124 Euro minus 4 Prozent = 44,96 Euro; minus Rabattfreibetrag von 1.080 Euro = 0 Euro).

Tipp: Der Rabattfreibetrag ist sogar mehrmals im Jahr möglich, weil er für jedes Beschäftigungsverhältnis gilt. Das heißt, machen Sie neben Ihrem Job noch einen Nebenjob, können Sie den Rabatt erneut in Anspruch nehmen. Das gleiche gilt beim Jobwechsel während des Jahres. Damit verdoppelt sich der steuerfreie Gehaltsanteil auf 2.160 Euro.

Höhere Rabattfreibeträge können auch Familienangehörige nutzen, wenn sie gemeinsam in einer Firma tätig sind. Arbeiten zum Beispiel Vater und Sohn in der gleichen Autofabrik oder beim selben Auto-Händler, können sie jeweils beim Kauf eines neuen Autos viel sparen. Aber Achtung: Legen zwei Familienangehörige ihre Freibeträge zusammen, müssen sie beide als Käufer auftreten, das heißt sie müssen den Kaufvertrag beide unterschreiben.

Vorteil für Arbeitgeber

Der Arbeitgeber spart für den Mitarbeiter-Rabatt sämtliche Sozialabgaben. Gleichzeitig fördert er den Absatz seiner eigenen Produkte.

Fahrtkostenzuschuss, Kindergartenzuschuss, Telefonkostenzuschuss

Fahrtkostenzuschuss

Der Zuschuss zur Monatskarte bleibt auch weiterhin teilweise oder ganz steuerfrei, wenn die Sachbezugsgrenze von monatlich 44 Euro ausgeschöpft wird. Der Chef darf nämlich jeden Monat Sachwerte in dieser Höhe seinen Angestellten quasi als Geschenk spendieren. Voraussetzung: Der Arbeitgeber kauft die Monatskarte jeden Monat und leitet sie an seinen Mitarbeiter weiter. Alle Zuwendungen zusammen dürfen 44 Euro pro Monat nicht übersteigen, andernfalls wird der gesamte Zuschuss steuerpflichtig!

Der Arbeitgeber kann den Fahrtkostenzuschuss auch mit 15 Prozent pauschal besteuern. Das hat den Vorteil, dass der Steuersatz erstens sehr niedrig ist und zweitens keine Sozialversicherungsbeiträge auf den Zuschuss anfallen – unterm Strich in jedem Fall ein Gewinn für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

 Fahrgeld vom Chef für die PKW-Fahrt zur Arbeit und zurück unterliegt grundsätzlich der Steuerpflicht. Im Gegenzug kann zwar die Entfernungspauschale (30 Cent je Entfernungskilometer) geltend gemacht werden, allerdings greift die Steuerentlastung erst ab einem Gesamtbetrag oberhalb von 920 Euro, wenn der Arbeitnehmerpauschbetrag überschritten ist. Der Höchstbetrag liegt bei 4.500 Euro im Jahr.

Tipp: Möglich ist es auch, den Zuschuss seitens des Arbeitgebers mit 15 Prozent pauschal zu versteuern. Diese Variante ist auch für den Betrieb ein Gewinn, denn es entfallen automatisch die Sozialabgaben für den Zuschuss an den Beschäftigten.    

Kindergartenzuschuss

Eine dicke Abgabensenkung winkt, wenn Sie den Chef überzeugen, die Unterbringungskosten für Ihren jüngsten Spross zu übernehmen. Ihr Chef schlägt sicher freudig ein, denn für nachgewiesene Betreuungskosten brauchen Arbeitnehmer keine Steuern zu entrichten und der Arbeitgeber spart sich für diesen Lohnbestandteil die Sozialabgaben. Mehr noch: Die Firma kann die Ausgaben gewinnmindernd von der Steuer absetzen.

Wichtig: Die Betreuung des Kindes darf während der Abwesenheit der Eltern nicht daheim erfolgen. Verlangt ist die Unterbringung in einer Kinderkrippe, einem Kindergarten oder einer vergleichbaren Einrichtung. Gefördert wird auch die private Aufsicht bei Tages- und Wochenmüttern sowie in Ganztagspflegestellen.

Das Förderhöchstalter ist allerdings begrenzt. Das Kind darf nicht älter als sechs Jahre sein bzw. noch nicht in die Schule gehen.

Telefonkostenzuschuss

Wer gelegentlich beruflich von zu Hause aus telefoniert, sollte sich die Kosten von seinem Arbeitgeber erstatten lassen. Zeichnen Sie dazu alle ausgehenden Gespräche auf, und Sie erhalten die Auslagen steuerfrei von Ihrem Arbeitgeber zurück. Wem das Buchführen wegen ein paar Telefonaten zu mühselig ist, der kann pauschal abrechnen.
Dabei gilt folgende Regel:

Der Chef erstattet 20 Prozent der Gebühren (inkl. Grundgebühren), höchstens jedoch 30 Euro pro Monat. Ein Nachweis der tatsächlichen Kosten ist nicht erforderlich.

Tipp: Registrieren Sie nicht nur ausgehende Gespräche, sondern auch eingehende. Warum? Weil das Finanzamt bei eingehenden Gesprächen einen Teil der monatlichen Grundgebühr zum Abzug als Werbungskosten zulässt oder weil der Arbeitgeber diese Kosten erstattet.

So gehen Sie vor: Setzen Sie einfach die Anzahl der beruflich eingehenden Telefonate ins Verhältnis zu den Gesamtgesprächen und schätzen Sie die Prozentzahl. So viel Prozent Ihrer Grundgebühr machen Sie geltend.

Wer viel beruflich unterwegs ist bzw. auch abends dienstlich erreichbar sein soll, der bekommt meist von seiner Firma ein Handy gestellt. Vorteil: Das Mobiltelefon darf der Mitarbeiter auch privat nutzen, damit spart er sich den Kauf eines eigenen Handys. Die Kosten übernimmt der Chef und macht sie in seiner Steuererklärung geltend.

Möglich ist auch hier die Pauschalmethode: Dazu stellt der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Bescheinigung über die beruflich notwendige Nutzung des Privathandys aus. Damit kann der Mitarbeiter 30 Euro pro Monat ohne Einzelnachweis in seiner Steuererklärung ansetzen.

Durch die Optimierung Ihres Lohnes mit unserem Gehaltsrechner bleibt Ihnen mehr Netto vom Brutto. Dieses eingesparte Geld können Sie in ein attraktives Geldanlage-Produkt anlegen.

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