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09.04.2015 13:46

Energieberatung Zuschüsse steigen deutlich

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Seit März erhalten Hausbesitzer deutlich höhere Zuschüsse vom Staat für die Energieberatung vor Ort. Ebenfalls neu: Sie können jetzt zwischen zwei Varianten wählen.
Energieberatung Zuschüsse steigen deutlich
Schwein gehabt: Mehr Fördergeld vom Staat und bessere Beratung
Der Löwenanteil der Energiekosten in Wohngebäuden entsteht durch Heizen und Warmwassererzeugung. Hausbesitzer, die hier Geld sparen wollen, können sich von einem Energieberater ein Sanierungskonzept erstellen lassen. Für diese Beratung gibt es vom Staat jetzt deutlich höhere Fördergelder.

Jetzt 60 Prozent der Beratungskosten förderfähig

Zum 1. März hat das Bundesamt für Wirtschaft die Zuschüsse für die Vor-Ort-Energieberatung folgendermaßen erhöht: Statt bisher 50 Prozent, sind nun bis zu 60 Prozent der Beratungskosten einer Energieberatung förderfähig. Für Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäuser heißt das konkret: Sie können jetzt mit bis zu 800 Euro – statt bisher 400 Euro – Zuschuss rechnen. Häuser mit mindestens drei Wohneinheiten bekommen - statt mit bisher 500 Euro - jetzt einen Zuschuss von bis zu 1.100 Euro gefördert.
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Nochmal 500 Euro Zuschuss extra

Wird der Energieberatungsbericht zusätzlich noch in einer Wohneigentümerversammlung oder Beiratssitzung erläutert, kann auch hierfür zusätzlich noch ein Zuschuss in Höhe von bis zu 500 Euro direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) beantragt werden. Gestrichen wurden dagegen die Zuschüsse für Thermografie-Aufnahmen mit Wärmebildkameras sowie Stromsparberatungen.

Zwei Varianten des Energieberichts möglich

Ebenfalls neu seit März 2015 ist die Wahlmöglichkeit beim Inhalt des Energieberatungsberichts: Hausbesitzer können jetzt entscheiden, ob sie eine Sanierung des Wohngebäudes zum KfW-Effizienzhaus – sprich eine Komplettsanierung - wünschen oder lieber eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen - also einen sogenannten Sanierungsfahrplan - durchführen lassen möchten.
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Foto(s): Zürich Gruppe Deutschland Norbert Millauer/ddp

Wie beantragt man den Förder-Zuschuss für die Energieberatung?

Der Antrag auf Zuschuss muss vor der Beratung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontolle (BAFA) gestellt werden. Den Antrag auf Förderung der Energieberatung stellt dort aber nicht der Hausbesitzer selbst, sondern ein speziell dafür zertifizierter Energieberater, der vom BAFA als Fachkraft für Energieberatung anerkannt ist. Eine Experten-Liste für ganz Deutschland finden Sie hier. Den Zuschuss gibt es für alle Häuser, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige vor dem 31.01.2002 gestellt wurde. Außerdem ist die Förderung der Vor-Ort-Beratung für dasselbe Gebäude jetzt schon nach vier Jahren – statt bisher acht Jahren - erneut möglich.

Unser Tipp: Der BAFA-Zuschuss für die Beratung darf übrigens auch mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombiniert werden. Welche Möglichkeiten es hier gibt, können Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie einsehen. Außerdem informieren hierüber auch die Energieberater. Die Fördermittel dürfen insgesamt allerdings 90 Prozent der Kosten nicht übersteigen.
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