Energie So wird Ihre Heizung sparsamer und sauberer

Auf einen Blick

Drei Viertel aller deutschen Heizungen verbrauchen mehr Energie als nötig. In alten Heizungsanlagen schlummern Energiesparpotenziale von bis zu 40 Prozent. Ein professioneller Heizungs-Check fördert sie schnell und kostengünstig zu Tage.

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Während die Installation von Sonnenkollektoren auf privaten Häuserdächern in den letzten Jahren boomte, kommt die Energiewende in den Heizungskellern nur stockend voran. Um den CO2-Ausstoß – Häuser verursachen 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs – und die Heizkosten zu reduzieren, besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Ist eines der folgenden Kriterien erfüllt, sollte man aktiv werden:

  • Die Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre
  • Die Räume werden nicht gleichmäßig warm
  • Der Heizungskessel produziert eine hohe Abwärme, die Rohre sind nicht isoliert
  • Es wurden Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung durchgeführt, die Heizungsanlage aber nicht angepasst

Ob eine Heizungsanlage erneuert werden sollte oder der Austausch einzelner Komponenten und/oder die optimale Einstellung zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz führen können, verrät der professionelle Heizungs-Check. Das vom Spitzenverband der Gebäudetechnik (VdZ) entwickelte Prüfverfahren nach DIN EN 15378 beurteilt alle Bausteine der Heizungsanlage von der Wärmeerzeugung über die Wärmeverteilung bis zur Wärmeabgabe hinsichtlich der energetischen Qualität nach einem standardisierten Punktesystem. Dabei gilt: Je höher die Punktezahl, umso ineffizienter die Anlage.

Energieberater, Installateure oder Schornsteinfeger machen den Check. Die Kosten für den Check von 100 bis 200 Euro haben sich schnell amortisiert, wenn man bedenkt, dass durch die Behebung der aufgedeckten Schwachstellen, die Heizkosten um bis zu 40 Prozent sinken können.

Beispiel Pumpe: Veraltete Umwälzpumpen, die im Dauerbetrieb arbeiten, verbrauchen nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft co2online in einem Einfamilienhaus mit drei Personen jährlich 400 bis 600 Kilowattstunden (KWh) Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 26 Cent/KWh verursacht sie Kosten von 104 bis 156 Euro. Die jährlichen Stromkosten für eine Hocheffizienz-Heizungspumpe, die es ab 100 Euro aufwärts gibt, liegen dagegen für 50 bis 100 KWh/Jahr bei 13 bis 26 Euro!

Nicht nur veraltete Technik kommt als Ursache für zu hohe Heizkosten in Frage

Werden Heizkörper nur lauwarm, während andere glühen, rauscht es am Ventil und gurgelt in den Leitungen, sind das Hinweise auf eine schlecht eingestellte Heizungsanlage. Beim Heizungs-Check werden deshalb die Abstimmung aller Heizungskomponenten vom Brenner bis zum Heizkörper einerseits und ihre Anpassung an die Gegebenheiten des Hauses andererseits besonders unter die Lupe genommen.


Ein einziger zu klein ausgelegter Heizkörper führt beispielsweise dazu, dass das gesamte System mit zu hohen Temperaturen läuft. Auch schlecht oder gar nicht voreingestellte Heizkörperthermostate verursachen erhebliche Energieverschwendung, während programmierbare Thermostate nur Wärme erzeugen, wo und wann sie benötigt wird.

Werden größere Investitionen nötig, etwa für hocheffiziente Öl- oder Gas-Brennwertkessel oder möchte man die Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen, sollte man sich zunächst auf der Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums einen Überblick über die Förderung durch zinsgünstige Kredite und direkte Zuschüsse verschaffen.

Unser Tipp:Sie möchten mehr wissen? In unserem sechsseitigen Dossier informieren wir Sie detailliert zum Thema "Heizungs-Check: Einsparpotenziale entdecken und sparen".

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